Die Sony Bravia 9 II ist ohne Zweifel eines der fortschrittlichsten Fernsehgeräte, die jemals durch unsere Redaktion gegangen sind. Die Japaner haben ein echtes Monster erschaffen und dafür eine völlig neue RGB-Mini-LED-Beleuchtungsstruktur entwickelt, die sie selbst "True RGB" nennen. Doch die Technologie allein ist nur die halbe Miete. Erst im Zusammenspiel mit den über Jahre verfeinerten Bildverarbeitungsalgorithmen von Sony ist ein Fernseher entstanden, der dem Regie-Bild näherkommt als jeder andere Bildschirm, den wir bisher testen konnten. Hier zeigt sich, warum Sony seit Jahren einen so guten Ruf in der Bildwelt genießt. HDR sieht spektakulär aus, die Helligkeit wirkt stellenweise fast absurd, die Schwarzwerte überraschen für einen LCD-Fernseher, und die Farben sind zugleich äußerst lebendig und natürlich. Vor allem aber ergibt all das ein stimmiges Gesamtbild. Es entsteht nicht der Eindruck, dass der Fernseher nur mit Zahlen in der Spezifikation imponieren will – das Anschauen macht einfach große Freude, egal ob Film, Serie oder Gaming. Abgesehen von der hervorragenden Bildqualität darf man nicht vergessen, dass es sich einfach um einen kompletten Fernseher handelt. Google TV läuft flott und bietet praktisch alle wichtigen Apps, Spieler erhalten das volle Premium-Funktionspaket, und die Unterstützung für Audio- und Videoformate lässt kaum Raum für Kritik. Solche Eigenschaften erwarten wir von einem Gerät, das den Anspruch erhebt, Fernseher des Jahres 2026 zu sein.
Gibt es Nachteile? Natürlich gibt es welche. Selbst die Bravia 9 II ist keine perfekte Konstruktion. Interessanterweise betreffen unsere größten Einwände nicht die Bildqualität, denn sie ist absolut phänomenal. Viel mehr irritieren die Entscheidungen des Herstellers selbst. Im Topmodell 2026 gibt es immer noch nur zwei HDMI-2.1-Ports, was bei Konsole, PC oder Audioequipment schlichtweg nervig sein kann. Zweitens fehlt eine 98-Zoll-Variante. Es ist wirklich schwer nachzuvollziehen, warum ein Fernseher dieser Klasse nicht in der derzeit so beliebten Größe angeboten wird.
Also lohnt sich der Kauf der Bravia 9 II? Unsere Antwort lautet: JA, JA und noch einmal JA. Wenn Sie einen Fernseher aus dem absoluten Spitzenbereich suchen und Ihnen in erster Linie die Bildqualität wichtig ist, dann ist es derzeit schwer, eine bessere Wahl zu finden. Sony hat nicht nur bewiesen, dass RGB-Mini-LED enormes Potenzial hat, sondern auch gezeigt, wie diese Technologie eingesetzt werden sollte. Der Zusatz "True RGB" kommt hier nicht von ungefähr. Zudem kann man angesichts des aktuellen Preises dieses Modells ruhig sagen, dass dieser im Vergleich zur Konkurrenz wirklich vernünftig kalkuliert ist. Die Bravia 9 II ist nicht nur einer der besten Fernseher des Jahres 2026. Sie setzt einen neuen Maßstab und zeigt der gesamten Branche, wie das Bild auf einem RGB-Mini-LED-Fernseher aussehen sollte.
Der Frame Pro 2026 macht vor allem dann Sinn, wenn der Fernseher im Wohnzimmer gut aussehen und nicht nur eine weitere große schwarze Fläche an der Wand sein soll. Und hier schafft Samsung weiterhin etwas, das die meisten Hersteller nicht so überzeugend nachbilden. Flache Montage, wechselbare Rahmen, Art-Modus, matte Oberfläche und der kabellose One Connect sorgen dafür, dass The Frame Pro nach korrektem Aufhängen tatsächlich eher wie ein Einrichtungsgegenstand als wie ein TV-Gerät wirken kann. Unserer Meinung nach ist das der am besten umgesetzte Fernseher dieser Art auf dem Markt. Wichtig ist auch, dass für das Aussehen nicht in vollem Umfang mit Einbußen in der täglichen Nutzung bezahlt wird. The Frame Pro ist hell, die matte Oberfläche kommt sehr gut mit Reflexionen zurecht, sodass er im stark beleuchteten Wohnzimmer wirklich gut funktioniert. Die Farben sind lebendig, Bewegungen werden sehr gut dargestellt, und es gibt überraschend viele Funktionen für Spieler für einen Fernseher, der in erster Linie eben "besser aussehen" soll.
Mehr Fragen tauchen erst auf, wenn man den Zusatz „Pro“ und die Einstufung als Bildschirm aus der Neo QLED-Familie betrachtet. Man kann hier einen großen Qualitätssprung im Bild gegenüber dem normalen The Frame erwarten, in der Praxis fällt dieser aber nicht so groß aus. Der Fernseher nutzt eine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit Local Dimming, aber die Zonen befinden sich an den Bildschirmrändern. Das ist eine völlig andere Lösung als bei fortschrittlicheren Mini-LED-Modellen, bei denen die Hintergrundbeleuchtung über die gesamte Fläche der Matrix arbeitet. In hellen und farbenfrohen Szenen ist das kein großes Problem. Abends wird es jedoch schwieriger, besonders in Filmen mit vielen dunklen Einstellungen. Dann zeigt sich, dass Schwarz und die Kontrolle der Hintergrundbeleuchtung deutlich schwächer sind als bei den besten Mini-LEDs. Und genau hier wird am deutlichsten sichtbar, dass „Pro“ in diesem Fall nicht Spitzenbildqualität bedeutet.
Eine interessante Alternative ist der Samsung S99H. Er hat einen stark designorientierten Charakter, liefert bildtechnisch jedoch deutlich mehr. Natürlich kostet er auch deutlich mehr, daher ist er kein direkter Ersatz, sondern eher eine Option für jemanden, der beide Welten ohne größere Kompromisse verbinden möchte. Lohnt es sich also, den The Frame Pro 2026 zu kaufen? Unserer Meinung nach ja, vorausgesetzt man weiß, wofür man zahlt. Der größte Wert dieses Fernsehers ist sein Aussehen, der Art-Modus, das sehr gute Verhalten im hellen Wohnzimmer und der kabellose One Connect. Wenn man genau das sucht, ist The Frame Pro ein sehr interessantes Angebot. Wenn dagegen das Hauptargument für den Aufpreis eine deutlich bessere Bildqualität sein soll, sind wir nicht mehr so überzeugt. Er ist einfach ein besserer und ausgefeilterer The Frame, aber kein vollwertiger Herausforderer für die besten Mini-LEDs.