Samsung S90H (QD-OLED) vs LG MRGB85B

Direct comparison

S90HAT / S90HAE / S92HAT

Info

MRGB85 / MRGB86 / MRGB87 / MRGB88

Info

Available screen sizes: 77”

Available screen sizes: 55”65”75”86”

Panel type: QD-OLED

Resolution: 3840x2160

System: Tizen

Model year: 2026

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Panel type: LCD VA

Resolution: 3840x2160

System: WebOS

Model year: 2026

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Overall rating

8.6

6.9

  • Movies and series in UHD quality

    9.0

    6.2

  • Classic TV, YouTube

    9.3

    6.0

  • Sports broadcasts (TV and apps)

    9.0

    6.4

  • Gaming on console

    9.8

    8.3

  • TV as a computer monitor

    8.6

    8.4

  • Watching in bright light

    6.4

    6.1

  • Utility functions

    7.3

    7.7

  • Apps

    9.3

    9.1

  • Sound quality

    8.4

    6.4

Advantages

  • Perfektes Schwarz und unendlicher Kontrast

  • Sehr hohe HDR-Helligkeit (bis zu 1700 Nits)

  • Hervorragende Farbraumabdeckung (QD-OLED)

  • Vorbildliche Bildwiedergabe nach professioneller Kalibrierung

  • Hervorragende Bewegungsdarstellung (kein Ghosting)

  • Hervorragend für Gamer (4× HDMI 2.1, VRR, ALLM, geringe Eingabeverzögerung)

  • Hohe Bildwiederholfrequenz (bis zu 165 Hz)

  • Perfekte Blickwinkel

  • Effektive Antireflexbeschichtung (matt)

  • Schnell arbeitendes Tizen-System

  • Überraschend guter Klang

  • Sehr umfangreiche Funktionen für Gamer

  • Drei HDMI-2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite

  • Unterstützt 4K/144 Hz, VRR, G-Sync und FreeSync

  • Geringer Input-Lag

  • Unterstützung für das HDR-Format Dolby Vision

  • Schnelles und komfortables webOS

  • Magic-Fernbedienung mit Gyroskop

  • Solide Helligkeit und breite Farbpalette

Disadvantages

No like
  • Bei hellem Licht kann Schwarz in einen kirschroten Ton übergehen (Eigenschaft eines QD-OLED-Panels)

  • Die matte Beschichtung beeinflusst bei starkem Licht die Wahrnehmung der Farbsättigung

  • Keine TV-Funktionen wie z. B. USB-Aufnahme oder Bild-in-Bild

  • Keine Unterstützung für DTS:X (Problem für Blu-ray-Fans)

  • Warum gibt es ein solches Panel nicht in allen Größen?!

  • Durchschnittlicher Schwarzwert

  • Aggressive Steuerung der lokalen Dimmung (kantenbasiert)

  • Durchschnittliche HDR-Bildqualität

  • Eingeschränkte Blickwinkel und sichtbares Nachziehen bei VA-Panels

Our verdict

Samsung, was habt ihr da eigentlich gemacht? Der S90H ist ein Fernseher, der uns praktisch von den ersten Minuten an überzeugt hat. Wenn ihr eine kurze Antwort darauf wollt, ob er sein Geld wert ist, sagen wir es ganz direkt: Ja, absolut. Die Kombination aus perfektem, organischem Schwarz, sehr hoher Helligkeit und den lebendigen Farben des QD-OLED-Panels sorgt bereits beim ersten Einschalten für einen echten Wow-Effekt. Die Entscheidung für eine matte Bildschirmoberfläche erweist sich als Volltreffer. Schluss mit dem ständigen Kampf gegen die Jalousien oder dem eigenen Spiegelbild an einem sonnigen Tag.

Natürlich werden Puristen wie wir bemerken, dass Schwarz in einem stark sonnendurchfluteten Raum leicht in gräulich-bordeauxfarbene Töne abdriften kann. Der Zugewinn an Alltagstauglichkeit bei Tageslicht ist hier aber unbezahlbar. Vor allem liefert das Bild am Abend und in der Nacht weiterhin alles, wofür wir OLEDs lieben: perfektes Schwarz, hervorragenden Kontrast und eine beeindruckende Bildtiefe. Dazu kommen ein schnelles, ausgereiftes Tizen-System und ein nahezu vollständiges Gaming-Paket, angeführt von Game Motion Plus. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich kompletter Fernseher, bei dem kleinere softwareseitige Eigenheiten den insgesamt sehr positiven Eindruck nicht trüben.

Hat der S90H also ernsthafte Schwächen? Was den Fernseher selbst betrifft, fällt es schwer, etwas zu nennen, das seinen Reiz wirklich schmälern würde. Der größte Vorbehalt betrifft eher Samsungs Modellpolitik. Bis heute fällt es uns schwer zu verstehen, warum dieses großartige QD-OLED-Panel nur in dem von uns getesteten 77-Zoll-Modell mit dem Namenssuffix HAT erhältlich ist. Vielleicht ändert sich das in Zukunft noch, aber aktuell sieht die Lage genau so aus. Wenn ihr also genau diese Variante ins Auge fasst, gibt es eigentlich keinen Grund zu zögern. Der Samsung S90H in der 77-Zoll-QD-OLED-Version ist einer der spannendsten Fernseher des Jahres. Sobald der Early-Adopter-Aufschlag fällt und stärkere Angebote auftauchen, könnte er zu einem der preislich attraktivsten OLEDs auf dem Markt werden – und sehr wahrscheinlich zu einem der größten Bestseller des Jahres 2026.

LG MRGB85 ist ein Fernseher, der sich am besten bei Spielern und bei Nutzern bewährt, die webOS schätzen. In dieser Hinsicht ist nur wenig zu beanstanden. Er bietet viele Vorteile für Gamer dank einer sehr hohen Bildwiederholfrequenz des Panels. Hinzu kommt das flüssig laufende webOS, das sich auf dem Markt vor allem durch die bequeme Magic-Fernbedienung und ein komplettes Paket an Funktionen für klassisches Fernsehen behauptet. Problematisch wird es, wenn man die allgemeine Bildqualität betrachtet und sie mit dem vom Hersteller geforderten Preis vergleicht. Die Markteinführung des MRGB85 erfolgt nämlich auf einem Niveau, das, gelinde gesagt, angesichts konkurrierender Modelle schwer als attraktiv zu bezeichnen ist. Für einen ähnlichen Betrag findet man Fernseher mit deutlich umfangreicherer Hintergrundbeleuchtung und vor allem besserer Schwarzdarstellung. Am meisten kontrovers diskutiert wird jedoch die Bezeichnung und die Art, wie LG dieses Modell positioniert. MRGB85 nutzt zwar eine dreifarbige Hintergrundbeleuchtung, diese ist aber am Bildschirmrand angebracht. Daher kann man hier kaum von einem echten RGB-Mini-LED im Sinne der Bezeichnung sprechen, wie sie für Fernseher mit einer großen Anzahl unabhängig steuerbarer Zonen hinter dem Panel üblich ist. In der Praxis sind die Einschränkungen beim Local Dimming sehr deutlich und stören bei dunklen Szenen stark die Bildwiedergabe. Das bedeutet nicht, dass der MRGB85 ein schlechter Fernseher ist. Er kommt mit Alltagsmaterialien gut zurecht, liefert ansprechende Farben, ordentliche Helligkeit und ein sehr umfangreiches Funktionspaket. Das Bild von SDR-Quellen kann wirklich gut aussehen, und Dolby Vision hilft teilweise, die schwächere Helligkeitssteuerung in HDR zu kaschieren. Schwer lässt sich jedoch das Gefühl abstreifen, dass das größte Problem dieses Modells nicht die Konstruktion selbst ist, sondern sein Preis und das zu ambitionierte Positionieren im Markt. Wer vor allem einen Fernseher zum Spielen sucht, die Bequemlichkeit von webOS schätzt und auf ein großes Rabattangebot stößt, für den kann der MRGB85 Sinn machen. Zum aktuellen Preis rückt er jedoch in den Hintergrund, weil die Konkurrenz heute einfach mehr in puncto Bildqualität bietet.

TV appearance

HDMI inputs
0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps)
0 x HDMI 2.0, 3 x HDMI 2.1 (48Gbps)
Other inputs
Outputs
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Network Interfaces
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps, Ethernet (LAN) 1Gbit
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality
Premium
Good
Stand type
Central
Central
Bezel color
Graphite
Graphite
Stand
Fixed
Height adjustment
Accessories
Stand
Stand

Contrast and black detail

10/10

5/10

Local dimming function: Yes, number of zones: 6 (1 x 6)

Contrast:

Review Samsung S90H (QD-OLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S90H (QD-OLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S90H (QD-OLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S90H (QD-OLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S90H (QD-OLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

12,100:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

6,200:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

15,900:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

6,000:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

4,600:1

Halo effect and black detail visibility:

Check the visibility of bright lights on a dark background. Mini-LEDs often struggle with this. The photo does not compare black levels – that’s what the video below is for.

The video accurately shows differences in contrast and black levels between TVs, as well as potential issues: halo around bright objects or Mini-LED zone operation visible as brightness jumps.

Da der Samsung S90H ein OLED-Panel verwendet, verdient er in puncto Kontrast und Schwarz die Höchstnote. Wichtig ist, dass das sowohl für die WOLED-Version als auch für die von uns getestete QD-OLED-Variante gilt. Jeder Pixel strahlt unabhängig und kann vollständig abgeschaltet werden, wodurch der Fernseher perfektes Schwarz und praktisch unendlichen Kontrast bietet. Das führt zu einer hervorragenden Bildtiefe und einer sehr deutlichen Trennung heller Elemente vom dunklen Hintergrund, ohne den Halo-Effekt (Blooming), der selbst bei den besten LCD-Fernsehern noch auftritt. Besonders beeindruckend wirkt das bei Filmvorführungen in einem abgedunkelten Raum, wo dunkle Szenen äußerst realistisch erscheinen und das Bild an Dreidimensionalität und Detailreichtum gewinnt.

Das LG MRGB85 verwendet ein VA-Panel und liefert daher schon ohne zusätzliche Maßnahmen bessere Schwarztöne als Modelle mit IPS- oder ADS-Panel. Bei einfachen Szenen wirkt das Bild relativ tief und kann durchaus überzeugend aussehen. Die größte Einschränkung zeigt sich jedoch beim Aktivieren des lokalen Dimmings. Der Fernseher setzt auf eine Randbeleuchtung, die im unteren Bereich des Bildschirms sitzt. Dadurch kann er die Helligkeit kleiner Bildbereiche nicht präzise steuern. Erscheint auf dunklem Hintergrund ein einzelnes helles Element, wird häufig ein ganzer vertikaler Streifen aufgehellt. Das geht mit einem deutlichen Halo-Effekt einher, noch auffälliger ist aber das Verhalten der Hintergrundbeleuchtung selbst. Bei Szenenwechseln kann die Helligkeit stark an- und absteigen, sodass das Bild in einem dunklen Raum sichtbar zu pulsieren beginnt. Das lokale Dimming lässt sich im TV-Menü komplett ausschalten. Der Kontrast nimmt dann spürbar ab, dafür wird das Bild wesentlich stabiler und das häufige Flackern der Hintergrundbeleuchtung verschwindet. In der Praxis könnten daher manche Nutzer bewusst auf tiefere Schwarztöne verzichten, um ein ruhigeres und besser vorhersehbares Bild zu erhalten.

HDR effect quality

7.8/10

5.7/10

Supported formats
HDR10, HDR10+, HLG
HDR10, Dolby Vision, HLG
Color gamut coverage
DCI P3: 99.8%, Bt.2020: 89.6%
DCI P3: 96.2%, Bt.2020: 74.4%

Luminance measurements in HDR:

Review Samsung S90H (QD-OLED) Brightness measurement

Result

1464 nit

Review Samsung S90H (QD-OLED) Brightness measurement

Result

1470 nit

Review Samsung S90H (QD-OLED) Brightness measurement

Result

1269 nit

Review Samsung S90H (QD-OLED) Brightness measurement

Result

1505 nit

Review Samsung S90H (QD-OLED) Brightness measurement

Result

902 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

583 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

401 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

569 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

423 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

455 nit

Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)

Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)

The photos show two HDR10 movies. 'Pan' is one of the brightest productions ever made, while 'Billy Lynn' (soldier) has brightness typical of streaming (Netflix, Prime, HBO MAX). Notice the intensity of effects and detail in whites.

Static HDR10

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

Dynamic: HDR10+

Dynamic: Dolby Vision

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

HDR luminance chart:

LG MRGB85B

Samsung S90H (QD-OLED)

Der Samsung S90H ist für die Mittelklasse unter den OLED-Fernsehern wirklich sehr hell. In synthetischen Messungen erreichte seine Spitzhelligkeit rund 1650 nit. Das ist ein hervorragendes Ergebnis in dieser Klasse und etwa 50 % mehr als das, was wir von bisherigen Modellen dieser Preiskategorie kannten. Vor allem haben diese Tests eine direkte Übertragung auf echtes Videomaterial. In vier von fünf von uns getesteten Filmaufnahmen lag die Helligkeit des S90H im Bereich von etwa 1300–1500 nit. Diese Leistungsreserven ermöglichen die Wiedergabe der meisten HDR-Filme mit sehr großer Dynamik und ohne erkennbare Kompromisse, besonders bei Material, das für 100 bis 1500 nit gemastert wurde. In der Praxis haben Lichteffekte, Spiegelungen oder Explosionen die nötige Wucht, und das Bild wirkt nicht gedämpft. Bei vollflächigen, sehr hellen Aufnahmen ist das Ergebnis erwartungsgemäß niedriger und fällt auf rund 900 nit. Das ist eine direkte Folge der Schutzmechanismen, die das OLED-Panel vor Überlastung bewahren. Selbst in diesem Szenario gibt es jedoch keinen Grund zur Beanstandung. Diese 900 nit über die gesamte Bildschirmfläche sind immer noch ein sehr hoher Wert und garantieren eine hervorragende Dynamik bei HDR-Inhalten.

Ein großer Vorteil von QD-OLED-Fernsehern waren schon immer die Farben, und der S90H bildet da keine Ausnahme. Der von uns gemessene DCI-P3-Farbraum erreichte genau 100 % (genau 99,9 %), während die Abdeckung des deutlich größeren BT.2020-Spektrums auf rund 89 % kam. Das ist ein tolles Ergebnis, das in HDR-Inhalten für sehr gesättigte und lebendige Farben sorgt. Hervorzuheben ist, dass die Überlegenheit von QD-OLED gegenüber WOLED-Panels nicht nur in der reinen Abdeckung der Farbräume liegt. Praktisch zeigt sie sich vor allem in der höheren Helligkeit gesättigter Farben, also in einem größeren Farbvolumen. Dadurch wirken intensive Rottöne, Grüntöne und Blauwerte in HDR saftiger und eindrucksvoller.

Der LG MRGB85 bietet eine moderate Helligkeit. Auf Testbildern erreicht er etwa 700 Nits, was an sich ein ordentliches Ergebnis ist. In realen Filmszenen liegen die Werte jedoch niedriger und bewegen sich meist im Bereich von 400 bis 600 Nits. Am besten schneiden helle, großflächige Aufnahmen ab. In Szenen mit viel Schwarz reduziert der Fernseher die Luminanz deutlich, um so einen möglichst hohen Kontrast zu erhalten. Der HDR-Effekt ist also sichtbar, kommt aber nicht an das Niveau heran, das fortschrittlichere Mini-LED-Konstruktionen bieten. Besonders in dunkleren Filmausschnitten machen sich erneut die Einschränkungen der Edge-Beleuchtung und der wenig präzisen lokalen Dimmung bemerkbar.

HDR-Farben

Einer der deutlich stärkeren Punkte des MRGB85 sind die Farben. Der Fernseher deckt etwa 95 % des DCI-P3-Farbraums und 74 % von BT.2020 ab, sodass HDR-Inhalte lebendig und eindrucksvoll wirken können. Die Farbtöne sind gut gesättigt, und der Unterschied zu einfachen LCD-Fernsehern ist deutlich sichtbar. Es sei jedoch angemerkt, dass es sich hier nicht um eine klassische RGB-Hintergrundbeleuchtung handelt, bei der jede der drei Grundfarben von einer eigenen Diode erzeugt wird. Für das Rot ist ein PFS-Luminophor verantwortlich, der die Palette erweitert und sattere Rottöne ermöglicht. Diese Lösung funktioniert gut für die Farbwiedergabe, ändert aber nichts an den Einschränkungen der Dimmung selbst. Die Dioden werden nicht so unabhängig angesteuert, wie es die Serienbezeichnung suggerieren könnte. Es zeigt sich also, dass Mini RGB nicht dasselbe ist wie Mini-LED RGB!

Factory color reproduction

8.3/10

5.6/10

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

Der nächste Schritt des Tests war die Überprüfung, wie sich das S90H ohne jegliche Kalibrierung in der Farbwiedergabe schlägt. Wie immer führten wir die Messungen im Filmmaker Mode durch, also in der besten werkseitigen Bildeinstellung. Und hier hat Samsung wirklich Lob verdient. Die werkseitige Abstimmung ist auf sehr hohem Niveau, dabei war das noch vor einigen Jahren nicht seine Stärke. Der Weißabgleich war korrekt eingestellt, ebenso die Helligkeitscharakteristik. Der durchschnittliche Farbabweichungsfehler (Delta E) lag bei etwa 3, also unterhalb des Werts, ab dem die meisten Menschen Abweichungen wahrnehmen können. Erst in den hellsten Grautönen näherten sich die Werte leicht 4 an, doch ist das kaum als echtes Problem beim Anschauen zu werten. Für werksseitige Einstellungen direkt aus der Verpackung ist das Ergebnis schlicht ausgezeichnet.

Den Fernseher haben wir im Filmmaker Mode getestet, da unter den verfügbaren Einstellungen dieser das Bild der Referenz am nächsten kam. Die werkseitige Farbwiedergabe war jedoch nicht ideal. Die größten Abweichungen betrafen den Weißabgleich, im Bild war zu viel Rot und zu wenig Blau, wodurch das Gesamtbild deutlich in Richtung wärmer tendierte. Die Weißtöne nahmen einen leicht gelblichen Stich an, und Hauttöne sowie helle Bildpartien wirkten nicht immer natürlich. Das war kein Fehler, der den Gesamteindruck vollständig zerstörte, aber im direkten Vergleich mit demselben Bildschirm nach der Kalibrierung war der Unterschied klar sichtbar.

Color reproduction after calibration

9.4/10

7/10

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

Okay, aber ihr wisst doch, dass wir nicht wir wären, wenn wir nicht noch geprüft hätten, wie viel sich aus dem S90H durch eine professionelle Kalibrierung herausholen lässt. Und hier gab es keine große Überraschung. Da die Werkseinstellungen bereits sehr gut waren, konnten die Reserven nicht riesig sein. Trotzdem gelang es, das Bild nahezu zur Perfektion zu bringen. Nach der Kalibrierung fielen die durchschnittlichen Farbabweichungen unter die Wahrnehmungsschwelle und erreichten Delta-E-Werte unter 2, sowohl bei SDR- als auch bei HDR‑Material. Wir verbesserten auch die Helligkeitscharakteristik, sodass das Bild die Intentionen der Filmemacher noch treuer wiedergibt und die richtige Tonalität über den gesamten Helligkeitsbereich bewahrt. Nach professioneller Kalibrierung wird das S90H damit zu einem Display, das der Referenz sehr nahekommt.

Wird der Unterschied für jeden spektakulär sein? Nicht unbedingt. Die Werkseinstellungen liefern bereits ein sehr hohes Niveau, weshalb beim normalen Sehen manche den großen Sprung vielleicht nicht bemerken. Vieles hängt auch vom konkreten Exemplar ab. Unser Gerät war schon direkt nach dem Auspacken sehr gut abgestimmt, das heißt aber nicht, dass jedes S90H dasselbe Niveau erreicht. Selbst identische Modelle können sich in der werkseitigen Kalibrierung unterscheiden. Genau deshalb macht eine professionelle Kalibrierung Sinn: sie erlaubt, ein konkretes Exemplar auf die größtmögliche Genauigkeit zu bringen, statt beim Kauf auf ein Quäntchen Glück zu hoffen.

Die Kalibrierung konnte vor allem den Weißabgleich korrigieren und die zuvor sichtbare Wärme des Bildes beseitigen. Nach der Korrektur zeigten die Weißtöne keinen Gelbstich mehr, und die Farben wirkten neutraler und natürlicher. Die größte Verbesserung war bei SDR-Inhalten zu sehen, wo das Bild gleichmäßiger und deutlich näher an der Referenz lag. Einen ähnlichen Effekt erzielte man auch im HDR. Nach der Kalibrierung wirkte das Bild strukturierter, obwohl sich nicht alle Einschränkungen des Fernsehers eliminieren ließen. Am meisten Anlass zur Kritik gaben weiterhin intensive Rottöne, die nicht immer mit ausreichender Präzision wiedergegeben wurden. In der Praxis kommt das MRGB85 mit alltäglichen SDR-Inhalten sehr gut zurecht, während seine Einschränkungen bei anspruchsvolleren HDR-Materialien deutlich sichtbar bleiben.

Smoothness of tonal transitions

9/10

8.9/10

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

Die Sanftheit der Tonübergänge ist hier wirklich auf hohem Niveau. Bei den meisten Inhalten ist ein deutliches Banding schwer zu erkennen, und falls es doch auftritt, dann nur in den anspruchsvollsten Szenen. Das ist übrigens eines der Merkmale, die wir häufig bei gut abgestimmten QD-OLED-Panels beobachten. In der Praxis können sie bei der Tonwertabstufung vorteilhafter abschneiden als viele klassische WOLEDs, wobei natürlich viel von der Elektronik und dem konkreten Modell abhängt. Wenn euch also möglichst glatte Verläufe wichtig sind, hat die getestete Variante mit QD-OLED-Panel hier einen deutlichen Vorteil.

Der LG MRGB85 kommt mit tonalen Übergängen ganz gut zurecht. In hellen Szenen ist das Phänomen der Posterisierung am wenigsten spürbar, und der Fernseher trennt die einzelnen Abstufungen problemlos voneinander. Etwas schlechter sind die tonalen Übergänge in dunklen Szenen, wo die Posterisierung in den anspruchsvollsten Momenten, wenn in dunkle Graustufen übergegangen wird, stärker sichtbar sein kann. Das ist jedoch ein typisches Verhalten bei den meisten Fernsehern. Erwähnenswert ist, dass ein ähnliches Verhalten auch im Dolby-Vision-Modus zu beobachten ist, in dem die Posterisierung beim MRGB85 etwas stärker ausfällt als sonst.

Image scaling and smoothness of tonal transitions

7.5/10

7.8/10

Image without overscan on the SD signal
No
OK
Smooth transition function
OK
OK

Smooth transition function

The match photo shows how the TV smooths weak tonal transitions in low-quality video.

Image scaling SD (576i)

The model photo shows how it handles upscaling of SD material.

In this regard Samsung has practically changed nothing compared with last year’s model, which is actually pretty good news. The function responsible for smoothing tonal transitions still very effectively reduces posterization. You should remember, however, that it works quite aggressively, because besides removing artifacts it can also eliminate film grain and slightly soften fine image details. As always, it’s a matter of compromise and personal preference. If you want the most faithful reproduction of the source, we recommend leaving this function turned off.

There’s also no revolution when it comes to upscaling. The S90H uses the same proprietary NQ4 Gen3 image processor as its predecessor, so scaling quality has remained virtually unchanged. The TV handles lower-resolution content well, effectively improving sharpness. The overscan issue still hasn’t been solved, though. With some older material, especially archival footage, parts of the image at the edges may be cropped. It’s a minor flaw, but it’s a shame Samsung left this problem unchanged for another year running.

Upscaling und die digitale Bildverarbeitung schneiden beim LG MRGB85 ziemlich gut ab. Der Prozessor Alpha 8 AI 4K Gen7 skaliert Inhalte mit niedriger Auflösung zuverlässig, und unabhängig von der Quelle lässt sich Overscan problemlos deaktivieren. Der Fernseher kommt auch mit Kompressionsartefakten gut zurecht. Die Funktion „Płynna gradacja” kann sichtbare Bänder und tonale Unregelmäßigkeiten wirksam reduzieren, arbeitet aber nicht immer präzise. Bei höheren Einstellungen glättet sie mitunter auch feine Details, etwa die Struktur von Materialien. Positiv ist, dass dabei das Filmkorn nicht entfernt wird. Am sichersten nutzt man die Einstellung „Niskie” oder „Średnie”, die den besten Kompromiss zwischen Artefaktreduktion und Detailerhalt bietet.

Blur and motion smoothness

8.5/10

7.3/10

Maximum refresh rate of the panel
165Hz
144Hz
Film motion smoothing option
OK
OK
Blur reduction option
OK
OK
BFI function 60Hz
Yes, 60Hz (image flickers)
Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz
No
Yes, 240Hz (double contours)
Brightness drop with BFI
50%
63%

Blur (native resolution, maximum refresh rate):

Blur (BFI function enabled):

Image flickers in this mode

Blur (4K@165HZ):

Blur (4K@144Hz):

In Sachen Bewegungsdarstellung erreicht der S90H ein sehr hohes Niveau. Neu ist hier ein Panel mit einer Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz, von dem in der Praxis vor allem PC-Spieler profitieren. Filme, Serien oder Sportübertragungen nutzen eine derart hohe Bildwiederholrate nicht, deshalb ist beim Anschauen kaum ein Unterschied gegenüber den klassischen 120 Hz zu bemerken. Das ändert jedoch nichts daran, dass dank der enorm kurzen Reaktionszeit des OLED-Panels Bewegungen sehr sauber wirken und das Bild nicht unter dem für viele LCDs typischen Nachzieheffekt leidet.

Samsung hat den Fernseher mit umfangreichen Einstellungen zur Bewegungsdarstellung ausgestattet. Zur Verfügung stehen zwei Schieberegler: Ruckelreduktion und Reduktion der Bewegungsunschärfe, mit denen sich der Bildcharakter leicht an die eigenen Vorlieben anpassen lässt. Ohne Probleme lässt sich beim Sport ein sehr flüssiges Bild erzielen, ebenso kann man aber auch einen filmischeren Look mit den typischen 24 Bilder/s beibehalten. Alles hängt davon ab, welchen Effekt man bevorzugt.

LG MRGB85 ist mit einem VA-Panel mit nativer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz ausgestattet, daher schneidet er in Sachen Bewegungsdarstellung sehr gut ab. Der Fernseher unterstützt problemlos 120-Hz-Inhalte von Konsolen und höhere Bildwiederholraten bei Anschluss an einen PC. Das ist nicht nur beim Spielen relevant, sondern auch beim Sportsehen, wo Kamerabewegungen deutlich flüssiger wirken als bei Einsteigermodellen mit 60-Hz-Panels. Zudem steht das TruMotion-System zur Verfügung, mit dem man den Grad der Bewegungsinterpolation selbst einstellen kann. Man kann das eher filmische Bewegungsbild beibehalten oder die Bildflüssigkeit erhöhen, was sich bei Sportübertragungen und TV-Sendungen bewährt. Der Einstellbereich ist großzügig, sodass sich die Wirkung der Bewegungsinterpolation problemlos an die eigenen Vorlieben anpassen lässt.

Console compatibility and gaming features

9.6/10

9.8/10

  • ALLM
    Yes
    Yes
  • VRR
    Yes
    Yes
  • VRR range
    48 - 165Hz
    48 - 144Hz
  • Dolby Vision Game Mode
    No
    Yes
  • Correct implementation of HGIG
    Yes
    Yes
  • 1080p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 1440p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 4K@120Hz
    Yes
    Yes
  • Game bar
    Yes
    Yes

Der Samsung S90H wirkt von Anfang an wie ein Fernseher, der für Spieler konzipiert wurde, und das überrascht kaum. Der Hersteller hat ihn mit praktisch allem ausgestattet, was man von einem modernen Gaming‑Display erwarten kann. Zur Verfügung stehen gleich vier HDMI‑2.1‑Anschlüsse mit voller Bandbreite, Unterstützung für ALLM, VRR und eine sehr hohe Bildwiederholrate. Natürlich fehlt auch keine übersichtliche Game Bar, mit der man blitzschnell die wichtigsten Bildparameter prüfen oder Einstellungen ändern kann, ohne das Spiel zu verlassen. Sehr gute Nachrichten gibt es zudem bezüglich der verbesserten HGiG‑Funktion. Im letzten Jahr sorgte sie noch für einige Probleme, im S90H funktioniert sie jedoch genau so, wie sie sollte.

Der wahre Trumpf von Samsung bleibt jedoch der hauseigene Modus Game Motion Plus. Die Funktion ähnelt der für Filme bekannten Bewegungsinterpolation: Sie verbessert die Flüssigkeit der Animationen in Spielen und hält gleichzeitig die Latenz auf einem sehr vernünftigen Niveau. Bei Titeln, die mit 30 oder 60 Bildern/s laufen, überschritt der Input‑Lag bei entsprechender Einstellung bei uns nicht 40 ms. Das ist ein sehr guter Wert, zumal bei vielen Herstellern die Aktivierung ähnlicher Funktionen zu einer vielfach höheren Verzögerung führt. Game Motion Plus ersetzt natürlich nicht Dolby Vision Gaming, da es sich um einen völlig anderen Funktionstyp handelt, ist aber insgesamt eine Ergänzung, die für viele Spieler spürbarer sein kann. Ein flüssigeres Bild bei Spielen mit 30/60 Bildern/s macht oft einen größeren Unterschied als das HDR‑Format an sich (das übrigens in Spielen häufig schlecht implementiert ist).

Beim Spielen schneidet der LG MRGB85 eindeutig am besten ab. Der Hersteller hat bei der Ausstattung nicht gespart und praktisch das gesamte Funktionspaket aus teureren Fernsehern in dieses Modell übernommen. Wir bekommen drei HDMI-2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite von 48 Gbit/s. Jeder von ihnen unterstützt 4K bei 120 Hz von Konsolen und nach Anschluss eines Computers auch 4K bei 144 Hz. Man muss sich also nicht überlegen, an welchen Anschluss man die Konsole oder den PC anschließt, denn alle bieten dasselbe Funktionsangebot.

An Bord sind außerdem VRR, AMD FreeSync Premium, NVIDIA G-Sync Compatible, ALLM und HGiG. Auch Dolby Vision Gaming fehlt nicht, sodass in unterstützten Spielen auf der Xbox gleichzeitig hohe Bildwiederholraten und dynamisches HDR genutzt werden können. Ergänzt wird das Ganze durch den Game Optimizer, also ein praktisches Menü für Spieler. Ohne das Spiel zu verlassen, kann man das Bildprofil wechseln, Details in den Schatten aufhellen oder die aktuelle Bildrate prüfen. In puncto Gaming-Funktionen bietet der MRGB85 also nahezu dasselbe wie deutlich teurere LG-Modelle.

Input lag

10/10

9.7/10

SDR

1080p60
10 ms
19 ms
1080p120
5 ms
10 ms
2160p60
10 ms
18 ms
2160p120
5 ms
9 ms

HDR

2160p60
10 ms
18 ms
2160p120
5 ms
9 ms
4320p60

Dolby Vision

2160p60 DV
21 ms
2160p120 DV
9 ms

Input-Lag ist ein weiterer Punkt, an dem man wirklich kaum etwas aussetzen kann. Bei einem Signal von 120 Hz haben wir gerade einmal etwa 5 ms gemessen, was ein geradezu hervorragendes Ergebnis ist. Beim Umschalten auf noch höhere Bildwiederholraten sank die Verzögerung auf geradezu astronomisch niedrige Werte, die während des Spiels praktisch nicht spürbar sind. Der Samsung S90H liefert hier absolut marktführende Ergebnisse.

Der Input-Lag des LG MRGB85 ist wirklich niedrig. Bei uns gemessene Werte lagen bei etwa 10 ms bei einem 120-Hz-Signal und bei etwa 20 ms bei 60 Hz. Wichtig ist, dass wir vergleichbare Ergebnisse auch im Dolby-Vision-Modus erzielt haben. Das sind vielleicht nicht die absolut besten Werte auf dem Markt, aber in der Praxis reichen sie völlig für ein komfortables und flüssiges Spielerlebnis. Die Verzögerung ist nicht spürbar und sollte selbst in schnellen Actionspielen oder Online-Titeln nicht stören.

Compatibility with PC

8.6/10

8.4/10

Chroma 444 (max. resolution and refresh rate)
Yes
Yes
Font clarity
Very Good
Good
Readability of dark text and shapes
Good
Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate)
4ms
9ms
Matrix subpixel arrangement
RBG (QD-OLED)
RGB
Max refresh rate
165Hz
144Hz
G-Sync
Yes
Yes

The photo shows the legibility of small fonts. Ideally, lines should be the same thickness on both light and dark text, with minimal pixel gaps.

Der Samsung S90H eignet sich hervorragend als großer PC-Bildschirm, und das nicht nur wegen seines Gaming-Funktionsumfangs. Das Panel unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz, bietet einen sehr niedrigen Input-Lag, und die offizielle NVIDIA G-Sync-Zertifizierung sorgt in Kombination mit GeForce-Grafikkarten für ruckelfreies Spielen ohne Tearing. Wenn ihr einen großen Bildschirm sucht, der anspruchsvolle PC-Spiele gut meistert, ist der S90H eine ausgezeichnete Wahl.

Und wie sieht die alltägliche Arbeit mit Texten oder das Surfen im Netz aus? Auch hier macht er eine gute Figur. Schriften sind scharf und gut lesbar, wobei man die Besonderheiten von QD-OLED-Panels beachten sollte. Aus sehr geringer Nähe fällt die charakteristische, dreieckige Anordnung der Subpixel auf, wodurch die Kanten von Buchstaben leicht gezackt wirken oder feine, farbige Säume erscheinen können. Ist das ein Problem? In der Praxis kaum. Es handelt sich schließlich um ein 77-Zoll-Display, weshalb nur wenige so dicht vor dem Panel sitzen werden. Aus normaler Betrachtungsdistanz ist dieser Effekt praktisch nicht mehr sichtbar.

MRGB85 versteht sich sehr gut mit dem PC. Die Unterstützung von 4K bei 144 Hz sowie G-Sync Compatible und FreeSync Premium machen ihn nicht nur zu einem Gaming-Bildschirm, sondern auch zu einem durchaus brauchbaren Monitor für die Arbeit. Was die Lesbarkeit von Texten angeht, ist er schlicht gut. Der Fernseher unterstützt Chroma 4:4:4 korrekt, sodass kleine Schriften und Systemelemente scharf bleiben. Erst beim sehr nahen Blick auf den Bildschirm lassen sich kleine Abweichungen an den Buchstabenkanten erkennen, aber aus normalem Abstand bei einem 55" oder größeren Bildschirm spielt das überhaupt keine Rolle.

Viewing angles

9.9/10

3.4/10

Brightness drop at an angle of 45 degrees
9%
71%

Wie es sich für OLED gehört, sind die Blickwinkel ausgezeichnet, doch das hier eingesetzte QD-OLED-Panel geht diesbezüglich noch einen Schritt weiter. Selbst wenn man tief seitlich vor dem Bildschirm sitzt, verlieren die Farben praktisch nicht an Sättigung, und der Helligkeitsabfall ist marginal. Von einem grünlichen Farbstich, der bei einigen Fernsehern mit Panels von LG Display auftreten kann und manchmal stört, ist hier nichts zu sehen. Das Bild hält seine Farben sehr gut, unabhängig davon, aus welchem Winkel man darauf schaut.

Die Betrachtungswinkel des LG MRGB85 sind durchschnittlich. Aufgrund des eingesetzten VA-Panels verliert das Bild bereits bei leichtem seitlichem Blick recht schnell an Farbsättigung. Das ist eine typische Eigenschaft dieser Panelart: Im Tausch für hohen Kontrast erhält man schwächere Blickwinkel. IPS-Panels verhalten sich umgekehrt: Sie bieten einen geringeren Kontrast, bewahren die Farben aber besser, wenn man seitlich auf den Bildschirm schaut. Theoretisch gehört das MRGB85 zur Familie der RGB-Fernseher, bei denen die Betrachtungswinkel besser sein können als bei Modellen mit zusätzlichen QLED-Filtern. Hier bringt das jedoch keinen großen Vorteil. Die geringe Anzahl an Zonen, die am Rand des Bildschirms angeordnet sind, und ihre Funktionsweise sorgen dafür, dass das Bild bei seitlicher Betrachtung schnell an Qualität verliert, ähnlich wie bei herkömmlichen LCD-Bildschirmen.

Daytime performance

6.4/10

6.1/10

Panel finish
Matte
Satin
Reflection suppression
Very Good
Decent
Black levels during daytime
Average
Good

Panel brightness

LG MRGB85B: 515 cd/m2

Samsung S90H (QD-OLED): 486 cd/m2

Die größte Neuerung der S90-Serie ist die matte Bildschirmbeschichtung. Samsung hat sich in dieser Linie erstmals zu diesem Schritt entschlossen und unserer Ansicht nach war das eine gute Entscheidung. In der Praxis sieht man den Unterschied sofort. Die Beschichtung dämpft Lichtreflexionen sehr wirkungsvoll, sodass selbst wenn sich gegenüber dem Fernseher ein Fenster befindet oder eine starke Lampe scheint, auf dem Bildschirm nicht die typischen spiegelnden Reflexe zu sehen sind. Stattdessen erscheint nur leicht gestreutes Licht, das beim Betrachten deutlich weniger stört. Steht der Fernseher in einem hellen Wohnzimmer, ist das kaum zu überschätzen.

Natürlich hat das seinen Preis. QD-OLED mit matter Beschichtung hat eine charakteristische Eigenschaft: Fällt starkes Licht auf den Bildschirm, kann das Schwarz leicht ins Kirschrote abrutschen und die Farben können etwas an Tiefe verlieren. Das ist kein Mangel, der unter allen Bedingungen auftritt, sondern eine Eigenheit dieser Konstruktion bei starker Beleuchtung. Zum Glück ist der Fernseher selbst so hell, dass es am Tag keine Probleme beim Anschauen gibt. Im SDR erreicht er etwa 500 Nits durchschnittliche Helligkeit, und in Verbindung mit der matten Beschichtung ergibt das wirklich komfortable Sehbedingungen.

LG MRGB85 kommt in einem hellen Raum ziemlich gut zurecht. Seine durchschnittliche Helligkeit liegt bei etwa 500 Nits, also deutlich über dem Durchschnitt. Dadurch bleibt das Bild in einem mäßig sonnendurchfluteten Wohnzimmer gut ablesbar und wirkt nicht matt. Schlechter schneidet die Displaybeschichtung ab, die Spiegelungen nur durchschnittlich dämpft. Direkte Reflexionen von Fenstern oder Lampen können deutlich sichtbar sein, deshalb sollte man den Fernseher nicht direkt gegenüber großen Fensterflächen oder starken Lichtquellen aufstellen.

Panel details

Backlight Type
QD-OLED
Mini-LED PFS LED
Software version during testing
1122
43.11.79
Image processor

Subpixel Structure:

Panel uniformity and thermal imaging:

Review Samsung S90H (QD-OLED) TV Panel details
Review LG MRGB85B TV Panel details

Samsung S90H (QD-OLED)

LG MRGB85B

TV features

7.3/10

7.7/10

  • System
    Tizen
    WebOS
  • System performance
    Very good
    Very good
  • HDMI inputs
    0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 48Gbps
    0 x HDMI 2.0, 3 x HDMI 2.1 48Gbps
  • Outputs
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Network Interfaces
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps, Ethernet (LAN) 1Gbit
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
  • TV reception
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C

Classic features:

  • Recording to USB (terrestrial TV)
    No
    Yes
  • Recording programming
    No
    Yes
  • Picture in Picture (PiP)
    No
    No
  • RF remote control (no need to aim)
    Yes
    Yes
  • Backlit remote control
    No
    No
  • Teletext
    Yes
    No
  • Audio only mode
    Yes
    Yes
  • Bluetooth headphones support
    Yes
    Yes
  • Simultaneous Bluetooth headphones & TV audio
    Yes
    Yes

Smart features:

  • AirPlay
    Yes
    Yes
  • Screen mirroring (Windows Miracast)
    Yes
    Yes
  • Voice search
    Yes
    Yes
  • Voice search in native language
    Yes
    Yes
  • Ability to connect a keyboard and mouse
    Yes
    Yes
Review Samsung S90H (QD-OLED) TV features
Review Samsung S90H (QD-OLED) TV features
Review Samsung S90H (QD-OLED) TV features
Review Samsung S90H (QD-OLED) TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features

Sound connection options

  • HDMI audio
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Other audio outputs
    Toslink (Optical audio)
    Toslink (Optical audio)
  • Wireless audio
    Bluetooth, Samsung Q-Symphony (Speaker extension)
    Bluetooth, Samsung Q-Symphony (Speaker extension)

Supported audio formats (external HDMI eARC audio):

  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    Yes
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    No
    No
  • DTS-HD Master Audio
    No
    No

Senior accessibility

  • Numeric keyboard on TV
    No
    No
  • Font size adjustment
    Yes
    No
  • Audio description
    Yes
    Yes

Klassisches Fernsehen

Beim normalen Kabelanschluss oder Antennenempfang hat Samsung das Rad nicht neu erfunden. Ganz abgesehen von dem ganzen Hype um KI erhält der Nutzer weitgehend dasselbe wie im Vorjahr. Der Fernseher erfüllt einfach seine Aufgabe: er wechselt die Sender zuverlässig, hat einen Tuner und einen Slot für ein CI-Modul, sodass in vielen Fällen kein externer Receiver nötig ist. Videotext ist ebenfalls weiterhin vorhanden. Lobenswert ist auch die kompakte Fernbedienung, deren größter Vorteil die Funkverbindung ist, das heißt man muss nicht direkt auf den Fernseher zielen, um etwas umzuschalten. Das Problem ist jedoch, dass die meisten dieser Dinge heute praktisch jeder Konkurrent bietet, und der S90H fügt nichts besonders Außergewöhnliches hinzu. Zudem hat der Hersteller einen kleinen Schritt zurück gemacht. In der S90-Serie wurde die PiP-Funktion, also Bild-in-Bild, entfernt. Wer sich angewöhnt hatte, beim Anschauen eines anderen Programms nebenbei die Nachrichten in einer Ecke zu überfliegen, kann das hier nicht mehr tun. Schade.

Smart TV: Tizen

Während man beim klassischen Fernsehen kaum von großen Überraschungen sprechen kann, ist das Tizen-System in der Version für 2026 absolute Spitzenklasse. Auch hier abgesehen von den KI-Funktionen ist die wichtigste Information: dieses System ist schlichtweg blitzschnell. Die Reaktion auf Fernbedienungsbefehle ist sofort, und beim Wechseln durch die Menüs gibt es keine langsamen Animationen oder nervige Ruckler. Auch wenn es hier kein Google TV gibt, ist die App-Auswahl sehr umfangreich. Praktisch alle wichtigen Streaming-VOD-Plattformen sind vertreten, sodass man diesbezüglich kaum wirkliche Beanstandungen haben kann. Auch Fans des Spielens ohne Konsole werden zufrieden sein, denn Samsung hat den Cloud-Gaming-Bereich stark ausgebaut und bietet Zugriff auf die wichtigsten Streaming-Dienste direkt über den Fernseher. In puncto Smart TV ist der S90H einfach ein sehr komplettes und außerordentlich schnelles Gerät.

Der LG MRGB85 läuft mit webOS, das schnell und übersichtlich ist und Zugang zu allen wichtigen Streaming-Apps bietet. Das Menü läuft flüssig, und die Navigation fällt nicht schwer. Der Fernseher ist auch für klassisches Fernsehen gut geeignet. Hier gibt es unter anderem Time Shift, HbbTV und einen praktischen Senderführer. Der MRGB85 eignet sich also sowohl zur Nutzung von Netflix und YouTube als auch für das tägliche Fernsehen.

Zur Bedienung dient eine neuere Version der Magic-Fernbedienung. Im Vergleich zu älteren Modellen wurde sie deutlich verschlankt und die klassische Zifferntastatur entfernt. Dafür liegt sie besser in der Hand und ist im Alltag bequemer. Das charakteristische Gyroskop wurde beibehalten, mit dem man den Cursor auf dem Bildschirm per Handbewegung steuert. In Verbindung mit webOS funktioniert diese Lösung sehr gut.

Apps

9.3/10

9.1/10

OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
No
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
OK
Apple_music
OK
Eleven_sports
OK
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
OK
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link
OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
OK
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
OK
Apple_music
No
Eleven_sports
OK
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
OK
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link

Playing files from USB

9.1/10

9/10

Supported photo formats:

JPEG
Yes
Yes
HEIC
No
No
PNG
Yes
Yes
GIF
No
No
WebP
No
No
TIFF
No
No
BMP
Yes
Yes
SVG
No
No

Maximum photo resolution:

4 Mpix
Yes
Yes
6 Mpix
Yes
Yes
8 Mpix
Yes
Yes
10 Mpix
Yes
Yes
12 Mpix
Yes
Yes
16 Mpix
Yes
Yes
20 Mpix
Yes
Yes
24 Mpix
Yes
Yes
28 Mpix
Yes
Yes
32 Mpix
Yes
Yes

Der integrierte Player kommt mit den meisten gängigen Video-, Audio- und Fotoformaten wirklich sehr gut zurecht. Seine "Wiedergabefähigkeiten" sind so umfassend, dass ihr den Bedarf an externen Playern wie etwa VLC sicher nicht vermissen werdet. Wir haben jedoch einen schwerwiegenden Fehler beim Versuch festgestellt, Fotos im HEIC-Format von einem iPhone zu öffnen. Der S90H hat nicht nur die Dateien nicht angezeigt, sondern das System komplett zum Absturz gebracht. Der Receiver reagierte auf keinerlei unserer Befehle, sodass wir ihn zurücksetzen mussten (Netzstecker ziehen half). Das sieht nach einer Softwarelücke aus, die dringend in einer kommenden Firmware-Version behoben werden muss.

Der integrierte Mediaplayer bewältigt die meisten gängigen Video-, Musik- und Bildformate, sodass im Alltag nichts fehlen sollte. Einzig ein ungewöhnlicher Fehler trat bei HEIC-Dateien auf. Der Fernseher zeigte deren Vorschaubilder korrekt, konnte das Foto nach dem Öffnen aber nicht in voller Auflösung darstellen. Ansonsten arbeitete der Player ohne größere Beanstandungen.

Sound

8.4/10

6.4/10

  • Maximum volume
    89dB
    86dB
  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    No
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    No
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    No
    No
  • DTS-HD Master Audio
    No
    No

Rein theoretisch hat sich die Audio-Spezifikation der S90-Serie seit einigen Jahren nicht verändert. Wieder bekommen wir ein Lautsprechersystem im 2.1-Format mit einer Gesamtleistung von 40 W. Als wir das getestete Exemplar einschalteten, erlebten wir jedoch eine sehr angenehme Überraschung. Der Fernseher spielte spürbar besser, als es die nüchternen technischen Daten oder unsere Erinnerungen an Tests früherer Modelle erwarten ließen. Schwer zu sagen, ob das der Optimierung der Audio-Steuerungssoftware zu verdanken ist oder schlicht daran liegt, dass das 77-Zoll-Gehäuse den Einbau etwas größerer Membranen erlaubt und ihnen bessere Arbeitsbedingungen bietet. Fakt ist jedoch, dass der Klang voller und dynamischer ist. Dafür gebührt dem Hersteller ein großes Plus. Kritisieren können wir eigentlich nur das Fehlen der Unterstützung für das DTS-Format. Leider wird dieses Format von TV-Herstellern immer häufiger verdrängt, Samsung bildet dabei keine Ausnahme. An Bord ist dagegen die Unterstützung des beliebtesten Raumklangformats, Dolby Atmos. Dennoch können Fans physischer Blu-ray-Veröffentlichungen, bei denen DTS-Spuren nach wie vor sehr häufig vorkommen, leicht enttäuscht sein.

Der Klang des LG MRGB85 ist schlichtweg ordentlich und es ist schwer, mehr darüber zu sagen. Das hier eingesetzte 2.0-System mit einer Gesamtleistung von 20 W spielt ähnlich wie die meisten auf dem Markt erhältlichen Fernseher. Es fehlt ihm ein klarer Bass und eine größere Räumlichkeit, obwohl man zugeben muss, dass es recht laut spielen kann. Für den täglichen Fernsehkonsum reicht dieses Setup aus. Wer Wert auf einen volleren und eindrucksvolleren Klang legt, sollte jedoch über den Kauf einer Soundbar oder eines Heimkinosystems nachdenken.

Sound Quality Test

Acoustic Measurements

89dBC (Max)

75dBC

86dBC (Max)

75dBC

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