Samsung Q8F ist eine ziemlich gelungene Fortsetzung des Modells Q67D. Er bietet eine ähnliche Bildqualität in HDR-Inhalten und schafft dank einer Helligkeit von etwa 500 Nits einen Effekt, den man kaum als durchschnittlich bezeichnen kann. Auch die Unterstützung des HDR10+-Formats hilft dabei, das seit einiger Zeit realistisch mit Dolby Vision konkurriert und in vielen Produktionen vergleichbare Erlebnisse liefert. Positiv anzumerken ist auch der Kontrast – für ein VA-Panel ist er solide und ermöglicht es, sich an einem angenehmen Schwarz in Filmen und Serien zu erfreuen. Das größte Plus des Q8F bleibt jedoch das Betriebssystem. Tizen funktioniert schnell, bietet Zugang zu vielen Anwendungen und arbeitet gut mit dem SmartThings-Ökosystem zusammen, sodass der Fernseher leicht in ein größeres Netzwerk von Smart-Home-Geräten integriert werden kann. Interessanterweise hat der Q8F auch eine gewisse Nischenanwendung – dank der sehr guten Lesbarkeit von Schriftarten eignet er sich hervorragend als Bildschirm für die Textarbeit. Hinzu kommt ein verstellbarer Standfuß, der es ermöglicht, den Fernseher praktisch auf jedem Schreibtisch oder in einem schmaleren TV-Regal zu platzieren. Unserer Meinung nach ist das größte Manko nicht die Bildqualität selbst – denn in dieser Preisklasse kann man kaum Wunder erwarten – sondern das, was mit den Funktionen für Gamer passiert ist. Durch Updates sind Optionen wie VRR oder HGiG verschwunden, die in früheren Generationen sogar in einfacheren Modellen verfügbar waren. Ja! Der Hersteller rühmt sich sogar der Verfügbarkeit dieser Funktionen in seinem Katalog. Das macht es schwierig, den Q8F heute jemandem zu empfehlen, der plant, eine Konsole anzuschließen und auf volle Unterstützung neuer Technologien hofft. Der Q8F ist also ein Fernseher, der gefallen kann – vor allem durch sein Design, überdurchschnittliche Bildqualität und das effiziente Tizen-System. Aber gleichzeitig zeigt sich hier ein Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger. Hoffen wir, dass Samsung diese Mängel schnell beheben kann, denn andernfalls könnte selbst ein so gelungener „Alltags“-Fernseher einige Nutzer mit einem Gefühl der Unzufriedenheit zurücklassen.
[AKTUALISIERUNG] Wir haben unsere Tests der Samsung-Fernseher aus dem Jahrgang 2025 aktualisiert. Das Software-Update in der Version 1131 stellt die für Gamer entscheidende HGiG-Funktion wieder her.
Der TCL A400 Pro ist einer der interessantesten Lifestyle-Fernseher, die bisher in unseren Tests auftauchten. Und das nicht, weil er die ganze Idee des „Fernsehers als Bild” auf den Kopf stellt. In dieser Hinsicht macht er so ziemlich das, was die Konkurrenz auch tut: Er soll gut aussehen, sich ins Interieur einfügen und nicht nur eine weitere schwarze Fläche im Wohnzimmer sein. Seine wahre Stärke liegt woanders: in der Bildqualität. Es ist der erste Fernseher dieser Art, der uns tatsächlich ein Bild mit solider Schwarzdarstellung und hohem Kontrast liefert. Eine vollwertige Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung in Kombination mit einem VA-Panel sorgt dafür, dass der A400 Pro eine Tiefe zeigen kann, die Lifestyle-Fernsehern bisher schlicht fehlte. Natürlich ist es nicht das Mini-LED, das wir Seite an Seite mit den besten LCDs auf dem Markt stellen würden, aber in seiner „bildbezogenen“ Kategorie leistet der A400 Pro etwas wirklich Wichtiges: er beweist, dass ein künstlerischer Fernseher nicht zwangsläufig einen großen Kompromiss bei der Bildqualität bedeutet. Wichtig ist, dass es nicht nur bei Schwarz und Kontrast bleibt. Der A400 Pro hat sehr gute Farben, unterstützt Dolby Vision und läuft auf Google TV, sodass er im Alltag einfach ein komfortabler, vollwertiger Fernseher für Filme, Serien und Streaming ist. Hinzu kommen sehr starke Gaming-Fähigkeiten, dank denen er auch mit Konsole oder PC problemlos zurechtkommt. Und wohl genau diese Vielseitigkeit ist seine größte Überraschung. Er sieht aus wie ein Lifestyle-Fernseher, verlangt aber nicht den Verzicht auf Funktionen, die man von einem normalen Fernseher erwartet.
Paradoxerweise betreffen die größten Vorbehalte nicht vorrangig das Bild selbst. Klar, die Anzahl der Zonen könnte größer sein, und das Upscaling sticht nicht aus dem Standard heraus. Bei der Ausrichtung dieses Modells stören uns jedoch eher Entscheidungen, die das Konzept des Bildes an der Wand betreffen. Das Fehlen einer Slim-Wandhalterung im Lieferumfang ist ein seltsamer Zug, denn genau eine solche Montage sollte hier die Grundlage sein. Dazu sind die rahmen in Holzoptik fest montiert, sodass sie nicht die gleiche Personalisierungsfreiheit bieten wie bei anderen Modellen dieser Art. Und weil das Gehäuse dicker ist, erzielt der A400 Pro nicht immer den so flachen und dezenten Effekt, den man von einem Fernseher dieser Kategorie erwarten würde.
Und genau darin liegt der größte Widerspruch des TCL A400 Pro. Bildtechnisch kann er einer der stärksten Lifestyle-Fernseher auf dem Markt sein, verliert aber gleichzeitig ein wenig dort, wo solche Geräte am meisten überzeugen sollten. Trotzdem fällt die Bilanz sehr positiv aus. Wenn uns die eingangs genannten Design-Entscheidungen nicht stören, ergibt der A400 Pro wirklich viel Sinn. Er ist ein Fernseher für Menschen, die etwas Schöneres als einen klassischen Fernseher wollen, aber nicht bereit sind, für das Aussehen einen großen Kompromiss bei der Bildqualität einzugehen. Und genau deshalb ist der TCL A400 Pro eines der spannendsten Modelle in seiner Kategorie.