PHILIPS PUS9010 (IPS) vs LG MRGB85B

Direct comparison

The One 2025 / PUS9060 / PUS9010 / PUS9000

Info

MRGB85 / MRGB86 / MRGB87 / MRGB88

Info

Available screen sizes: 75”

Available screen sizes: 55”65”75”86”

Panel type: LCD IPS

Resolution: 3840x2160

System: Titan OS

Model year: 2025

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Panel type: LCD VA

Resolution: 3840x2160

System: WebOS

Model year: 2026

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Overall rating

6.5

6.9

  • Movies and series in UHD quality

    5.9

    6.2

  • Classic TV, YouTube

    5.6

    6.0

  • Sports broadcasts (TV and apps)

    6.7

    6.4

  • Gaming on console

    8.1

    8.3

  • TV as a computer monitor

    8.9

    8.4

  • Watching in bright light

    5.4

    6.1

  • Utility functions

    6.1

    7.7

  • Apps

    6.7

    9.1

  • Sound quality

    6.6

    6.4

Advantages

  • Sehr gute Sichtwinkel dank IPS-Panel

  • Ausgezeichnete Zusammenarbeit mit PC, 144 Hz-Modus, korrekte Unterstützung von G-Sync und FreeSync

  • Umfangreiches Funktionspaket für Gamer, variable Bildwiederholfrequenz, automatischer Spielmodus, HGiG

  • Unterstützung vieler HDR-Formate, einschließlich HDR10+ und Dolby Vision

  • Unterstützung von Dolby Atmos

  • Niedrige Input-Lag

  • Effizienter P5 Bildprozessor bei minderwertigen Materialien

  • Ambilight-System

  • Beleuchtete Fernbedienung

  • Sehr umfangreiche Funktionen für Gamer

  • Drei HDMI-2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite

  • Unterstützt 4K/144 Hz, VRR, G-Sync und FreeSync

  • Geringer Input-Lag

  • Unterstützung für das HDR-Format Dolby Vision

  • Schnelles und komfortables webOS

  • Magic-Fernbedienung mit Gyroskop

  • Solide Helligkeit und breite Farbpalette

Disadvantages

No like
  • Schwarze und Kontrastarme (typisch für IPS-Displays)

  • Deutlich geringere Helligkeit als beim VA-Display

  • Sichtbare Lichtdurchlässigkeit an den Rändern des Bildschirms im getesteten Exemplar

  • Eingeschränkte Anzahl von Anwendungen im Titan OS

  • Fernbedienung weiterhin auf Infrarotbasis, die auf den Bildschirm zielen muss

  • Durchschnittlicher Schwarzwert

  • Aggressive Steuerung der lokalen Dimmung (kantenbasiert)

  • Durchschnittliche HDR-Bildqualität

  • Eingeschränkte Blickwinkel und sichtbares Nachziehen bei VA-Panels

Our verdict

Philips PUS9010 (The One 2025) in der 75-Zoll-Version mit IPS-Panel ist ein Fernseher, der die Unterschiede aufgrund des verwendeten Panels sehr deutlich zeigt. Im Vergleich zur Variante mit VA-Panel bietet er wesentlich bessere Betrachtungswinkel, eine sehr gute Zusammenarbeit mit Konsolen und eine hervorragende Lesbarkeit von Texten, verliert aber gleichzeitig an Schwarz und maximaler Helligkeit. Es ist ein Modell, das sich am besten im täglichen Gebrauch, beim Spielen und in größeren Wohnzimmern bewährt, wo nicht jeder perfekt direkt vor dem Bildschirm sitzt. Der Fernseher schneidet in Bezug auf Reaktionsfähigkeit und Gaming-Funktionen sehr gut ab und bietet 144 Hz, geringen Input Lag und vollständige Unterstützung für variable Bildwiederholfrequenzen. Ein zusätzliches Plus bleibt Ambilight, das insbesondere abends das Seherlebnis verbessern und das schwächere Schwarz des IPS-Panels teilweise kaschieren kann. Nach der Kalibrierung präsentiert sich das Bild kohärent und natürlich, und die Unterschiede zur VA-Version in der Farbwiedergabe werden schwer erkennbar. Auf der anderen Seite muss klar gesagt werden, dass Personen, die auf Kinoabende in völliger Dunkelheit eingestellt sind, enttäuscht sein könnten. Das schwache Schwarz und die erhöhte Helligkeit aufgrund der Verarbeitungsqualität unseres Exemplars haben dazu geführt, dass diese Variante PUS9060 schlechter abschneidet als das gleiche Modell mit VA-Panel. Philips PUS9010 IPS ist insgesamt eine vernünftige Wahl für Nutzer, die einen großen, modernen Fernseher zum Spielen, für den PC und für das tägliche Anschauen mit sehr guten Betrachtungswinkeln suchen. Wenn jedoch tiefes Schwarz und bessere Bildqualität Priorität haben, lohnt es sich, andere Varianten oder eine höhere Gerätekategorie in Betracht zu ziehen, denn oft kann man für einen kleinen Aufpreis einen Fernseher mit Mini-LED-Technologie erhalten.

LG MRGB85 ist ein Fernseher, der sich am besten bei Spielern und bei Nutzern bewährt, die webOS schätzen. In dieser Hinsicht ist nur wenig zu beanstanden. Er bietet viele Vorteile für Gamer dank einer sehr hohen Bildwiederholfrequenz des Panels. Hinzu kommt das flüssig laufende webOS, das sich auf dem Markt vor allem durch die bequeme Magic-Fernbedienung und ein komplettes Paket an Funktionen für klassisches Fernsehen behauptet. Problematisch wird es, wenn man die allgemeine Bildqualität betrachtet und sie mit dem vom Hersteller geforderten Preis vergleicht. Die Markteinführung des MRGB85 erfolgt nämlich auf einem Niveau, das, gelinde gesagt, angesichts konkurrierender Modelle schwer als attraktiv zu bezeichnen ist. Für einen ähnlichen Betrag findet man Fernseher mit deutlich umfangreicherer Hintergrundbeleuchtung und vor allem besserer Schwarzdarstellung. Am meisten kontrovers diskutiert wird jedoch die Bezeichnung und die Art, wie LG dieses Modell positioniert. MRGB85 nutzt zwar eine dreifarbige Hintergrundbeleuchtung, diese ist aber am Bildschirmrand angebracht. Daher kann man hier kaum von einem echten RGB-Mini-LED im Sinne der Bezeichnung sprechen, wie sie für Fernseher mit einer großen Anzahl unabhängig steuerbarer Zonen hinter dem Panel üblich ist. In der Praxis sind die Einschränkungen beim Local Dimming sehr deutlich und stören bei dunklen Szenen stark die Bildwiedergabe. Das bedeutet nicht, dass der MRGB85 ein schlechter Fernseher ist. Er kommt mit Alltagsmaterialien gut zurecht, liefert ansprechende Farben, ordentliche Helligkeit und ein sehr umfangreiches Funktionspaket. Das Bild von SDR-Quellen kann wirklich gut aussehen, und Dolby Vision hilft teilweise, die schwächere Helligkeitssteuerung in HDR zu kaschieren. Schwer lässt sich jedoch das Gefühl abstreifen, dass das größte Problem dieses Modells nicht die Konstruktion selbst ist, sondern sein Preis und das zu ambitionierte Positionieren im Markt. Wer vor allem einen Fernseher zum Spielen sucht, die Bequemlichkeit von webOS schätzt und auf ein großes Rabattangebot stößt, für den kann der MRGB85 Sinn machen. Zum aktuellen Preis rückt er jedoch in den Hintergrund, weil die Konkurrenz heute einfach mehr in puncto Bildqualität bietet.

TV appearance

HDMI inputs
2 x HDMI 2.0, 2 x HDMI 2.1 (48Gbps)
0 x HDMI 2.0, 3 x HDMI 2.1 (48Gbps)
Other inputs
Toslink (Optical audio)
Outputs
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Network Interfaces
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 1Gbit
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality
Good
Good
Stand type
Legs
Central
Bezel color
Graphite
Graphite
Stand
Fixed
Height adjustment
Accessories
Stand
Stand

Contrast and black detail

2.9/10

5/10

Local dimming function: No

Local dimming function: Yes, number of zones: 6 (1 x 6)

Contrast:

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,300:1

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,400:1

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,450:1

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,500:1

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,350:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

12,100:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

6,200:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

15,900:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

6,000:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

4,600:1

Halo effect and black detail visibility:

Check the visibility of bright lights on a dark background. Mini-LEDs often struggle with this. The photo does not compare black levels – that’s what the video below is for.

The video accurately shows differences in contrast and black levels between TVs, as well as potential issues: halo around bright objects or Mini-LED zone operation visible as brightness jumps.

In der von uns getesteten 75-Zoll-Version des Philips PUS9010 wurde ein IPS-Panel verwendet, was sich sofort in der Schwarz- und Kontrastkategorie bemerkbar macht. Im Vergleich zur 55-Zoll-Variante mit VA-Panel, die wir zuvor getestet haben, ist der Unterschied bereits auf den ersten Bildschirmen sichtbar. Das Schwarz ist flacher, und im dunklen Raum neigt der Bildschirm deutlich zu Grautönen. Der Fernseher ist nicht mit lokalem Dimming ausgestattet, weshalb bei ausgeschaltetem Licht dunkle Szenen an Tiefe verlieren. In der Praxis sieht das Bild deutlich schlechter aus als bei der kleineren 55-Zoll-Variante, insbesondere bei Filmen, die abends angeschaut werden. Die Situation wird in gewissem Maße durch Ambilight gerettet. Die Hintergrundbeleuchtung kann das Auge sanft „täuschen“, indem sie den wahrgenommenen Kontrast verbessert und das Schwarz etwas tiefgründiger erscheinen lässt. Es ist ein einfacher Trick, aber er funktioniert. Aus diesem Grund betrachtet man dieses Modell mit eingeschaltetem Ambilight deutlich besser. Es muss nicht unbedingt der mehrfarbige Modus sein, der das Bild verfolgt. Selbst eine einheitliche, weiße Hintergrundbeleuchtung kann die Wahrnehmung dunkler Szenen verbessern.

Das LG MRGB85 verwendet ein VA-Panel und liefert daher schon ohne zusätzliche Maßnahmen bessere Schwarztöne als Modelle mit IPS- oder ADS-Panel. Bei einfachen Szenen wirkt das Bild relativ tief und kann durchaus überzeugend aussehen. Die größte Einschränkung zeigt sich jedoch beim Aktivieren des lokalen Dimmings. Der Fernseher setzt auf eine Randbeleuchtung, die im unteren Bereich des Bildschirms sitzt. Dadurch kann er die Helligkeit kleiner Bildbereiche nicht präzise steuern. Erscheint auf dunklem Hintergrund ein einzelnes helles Element, wird häufig ein ganzer vertikaler Streifen aufgehellt. Das geht mit einem deutlichen Halo-Effekt einher, noch auffälliger ist aber das Verhalten der Hintergrundbeleuchtung selbst. Bei Szenenwechseln kann die Helligkeit stark an- und absteigen, sodass das Bild in einem dunklen Raum sichtbar zu pulsieren beginnt. Das lokale Dimming lässt sich im TV-Menü komplett ausschalten. Der Kontrast nimmt dann spürbar ab, dafür wird das Bild wesentlich stabiler und das häufige Flackern der Hintergrundbeleuchtung verschwindet. In der Praxis könnten daher manche Nutzer bewusst auf tiefere Schwarztöne verzichten, um ein ruhigeres und besser vorhersehbares Bild zu erhalten.

HDR effect quality

5.2/10

5.7/10

Supported formats
HDR10, HDR10+, Dolby Vision, HLG
HDR10, Dolby Vision, HLG
Color gamut coverage
DCI P3: 90.6%, Bt.2020: 66.9%
DCI P3: 96.2%, Bt.2020: 74.4%

Luminance measurements in HDR:

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Brightness measurement

Result

374 nit

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Brightness measurement

Result

383 nit

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Brightness measurement

Result

397 nit

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Brightness measurement

Result

391 nit

Review PHILIPS PUS9010 (IPS) Brightness measurement

Result

401 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

583 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

401 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

569 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

423 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

455 nit

Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)

Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)

The photos show two HDR10 movies. 'Pan' is one of the brightest productions ever made, while 'Billy Lynn' (soldier) has brightness typical of streaming (Netflix, Prime, HBO MAX). Notice the intensity of effects and detail in whites.

Static HDR10

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

Dynamic: Dolby Vision

Dynamic: Dolby Vision

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

HDR luminance chart:

LG MRGB85B

PHILIPS PUS9010 (IPS)

In der Philips PUS9010-Version mit IPS-Panel fällt die HDR-Helligkeit leider schwächer aus als in der zuvor getesteten 55-Zoll-Variante mit VA-Panel. Der Unterschied beträgt etwa 100 Nits, was bei relativ niedrigen Werten deutlich spürbar ist. Während die VA-Version über 500 Nits erreichen konnte, liegt die maximale Helligkeit hier bei etwa 400 Nits. Dieses Niveau ermöglicht weiterhin das Ansehen von Filmen und Serien in HDR, insbesondere auf Streaming-Plattformen, aber die Effekte sind deutlich zurückhaltender. Helle Elemente haben nicht die gleiche Durchschlagskraft, und Szenen, die eine hohe Luminanz erfordern, wirken weniger beeindruckend. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Abdeckung der DCI-P3-Farbpalette. Die IPS-Version bietet etwa 91%, also ungefähr 5% mehr als die Variante mit VA-Panel. Dies führt zu einer etwas besseren Farbsättigung in HDR-Inhalten, trotz der geringeren Helligkeit. Farben können lebendiger und konsistenter erscheinen, insbesondere in bunten Szenen.

Der LG MRGB85 bietet eine moderate Helligkeit. Auf Testbildern erreicht er etwa 700 Nits, was an sich ein ordentliches Ergebnis ist. In realen Filmszenen liegen die Werte jedoch niedriger und bewegen sich meist im Bereich von 400 bis 600 Nits. Am besten schneiden helle, großflächige Aufnahmen ab. In Szenen mit viel Schwarz reduziert der Fernseher die Luminanz deutlich, um so einen möglichst hohen Kontrast zu erhalten. Der HDR-Effekt ist also sichtbar, kommt aber nicht an das Niveau heran, das fortschrittlichere Mini-LED-Konstruktionen bieten. Besonders in dunkleren Filmausschnitten machen sich erneut die Einschränkungen der Edge-Beleuchtung und der wenig präzisen lokalen Dimmung bemerkbar.

HDR-Farben

Einer der deutlich stärkeren Punkte des MRGB85 sind die Farben. Der Fernseher deckt etwa 95 % des DCI-P3-Farbraums und 74 % von BT.2020 ab, sodass HDR-Inhalte lebendig und eindrucksvoll wirken können. Die Farbtöne sind gut gesättigt, und der Unterschied zu einfachen LCD-Fernsehern ist deutlich sichtbar. Es sei jedoch angemerkt, dass es sich hier nicht um eine klassische RGB-Hintergrundbeleuchtung handelt, bei der jede der drei Grundfarben von einer eigenen Diode erzeugt wird. Für das Rot ist ein PFS-Luminophor verantwortlich, der die Palette erweitert und sattere Rottöne ermöglicht. Diese Lösung funktioniert gut für die Farbwiedergabe, ändert aber nichts an den Einschränkungen der Dimmung selbst. Die Dioden werden nicht so unabhängig angesteuert, wie es die Serienbezeichnung suggerieren könnte. Es zeigt sich also, dass Mini RGB nicht dasselbe ist wie Mini-LED RGB!

Factory color reproduction

5.9/10

5.6/10

Die Farbwiedergabe haben wir, wie immer, nach den Werkseinstellungen bewertet und uns auf den Filmmodus konzentriert, der bei Philips in der Regel den besten Ausgangspunkt bietet. Dies ist auch ein guter Moment, um zu zeigen, wie sehr sich dasselbe Modell des Fernsehers je nach eingesetztem Panel unterscheiden kann. Bei der Betrachtung des Weißabgleichs bleibt der allgemeine Trend ähnlich wie beim VA-Panel. Auch hier ist ein übermäßiges Rot im Weiß sichtbar, jedoch kommen bei dem getesteten Gerät mit IPS-Panel auch Schwächen im blauen Kanal hinzu. Infolgedessen hat das Bild einen etwas anderen Farbcharakter, was auch gut in den verglichenen Materialien zu sehen ist. Dies ist ein sehr gutes Beispiel, das zeigt, warum fertige Einstellungen aus dem Internet nicht immer selbst innerhalb desselben Modells funktionieren.

Zurück zur Bewertung selbst: Dieses Exemplar schneidet ziemlich gut ab, insbesondere bei SDR-Inhalten. Die Farbtests zeigen eine korrekte Sättigung und Farbkonstanz, ohne auffällige Fehler, die beim täglichen Anschauen störend sein könnten. Bei HDR-Materialien sind bereits kleine Abweichungen im Rot sichtbar, jedoch sind dies keine Mängel, die die Bildwahrnehmung vollständig beeinträchtigen. Die größten Einschränkungen ergeben sich hier nicht direkt aus den Farben, sondern eher aus dem Weiß und Schwarz. Der Einsatz des IPS-Panels und die leicht gesenkte Gamma-Kurve führen dazu, dass das Bild etwas heller wahrgenommen wird, und das schwache Schwarz beeinflusst zusätzlich den wahrgenommenen Kontrast. Dies sorgt dafür, dass das Gesamtbild heller aussieht, aber gleichzeitig an Tiefe verliert, besonders beim Abendsehen.

Den Fernseher haben wir im Filmmaker Mode getestet, da unter den verfügbaren Einstellungen dieser das Bild der Referenz am nächsten kam. Die werkseitige Farbwiedergabe war jedoch nicht ideal. Die größten Abweichungen betrafen den Weißabgleich, im Bild war zu viel Rot und zu wenig Blau, wodurch das Gesamtbild deutlich in Richtung wärmer tendierte. Die Weißtöne nahmen einen leicht gelblichen Stich an, und Hauttöne sowie helle Bildpartien wirkten nicht immer natürlich. Das war kein Fehler, der den Gesamteindruck vollständig zerstörte, aber im direkten Vergleich mit demselben Bildschirm nach der Kalibrierung war der Unterschied klar sichtbar.

Color reproduction after calibration

8/10

7/10

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

Nach der Kalibrierung gelang es, das Bild auf ein wirklich sinnvolles Niveau zu bringen. Das Gesamtbild wirkt stimmig und natürlich, und hinsichtlich der Farbwiedergabe ist es schwer eindeutig festzustellen, ob es sich um ein VA- oder IPS-Panel handelt. Das ist ein gutes Zeichen, das zeigt, dass der Fernseher solide Grundlagen für weitere Anpassungen hat. Positiv zu vermerken ist die größere Abdeckung der Farbpalette in dieser Variante, die in der Lage ist, farbenfrohe Szenen leicht zu verbessern, insbesondere bei HDR-Inhalten. Dieser Vorteil wird jedoch größtenteils durch das verstärkte Schwarz, das durch die Verwendung eines IPS-Panels entsteht, ausgeglichen. Die begrenzte Schwarztiefe beeinflusst den wahrgenommenen Kontrast, insbesondere beim Anschauen in einem dunklen Raum. Infolgedessen bleibt die endgültige Bewertung trotz sichtbarer Verbesserung nach der Kalibrierung gleich wie im Falle der VA-Panel-Variante. Bessere Farben können das schwächere Schwarz nicht vollständig kompensieren.

Die Kalibrierung konnte vor allem den Weißabgleich korrigieren und die zuvor sichtbare Wärme des Bildes beseitigen. Nach der Korrektur zeigten die Weißtöne keinen Gelbstich mehr, und die Farben wirkten neutraler und natürlicher. Die größte Verbesserung war bei SDR-Inhalten zu sehen, wo das Bild gleichmäßiger und deutlich näher an der Referenz lag. Einen ähnlichen Effekt erzielte man auch im HDR. Nach der Kalibrierung wirkte das Bild strukturierter, obwohl sich nicht alle Einschränkungen des Fernsehers eliminieren ließen. Am meisten Anlass zur Kritik gaben weiterhin intensive Rottöne, die nicht immer mit ausreichender Präzision wiedergegeben wurden. In der Praxis kommt das MRGB85 mit alltäglichen SDR-Inhalten sehr gut zurecht, während seine Einschränkungen bei anspruchsvolleren HDR-Materialien deutlich sichtbar bleiben.

Smoothness of tonal transitions

8.5/10

8.9/10

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

Was die Flüssigkeit der tonal Übergänge betrifft, haben wir in der 75-Zoll-Version mit IPS-Panel gemischte Gefühle. Betrachtet man ausschließlich die farbigen Verläufe, schneiden die Übergänge sogar besser ab als im VA-Panel-Variante. Die Farben verbinden sich sanfter, und typischen Probleme mit Banding sind weniger sichtbar. Die Situation ändert sich jedoch drastisch in dunklen Szenen. Das tragische Schwarz, das für IPS charakteristisch ist, beeinträchtigt effektiv die Wahrnehmung der tonal Übergänge in den niedrigen Helligkeitsbereichen. Das angehobene Schwarz erschwert das Erkennen subtiler Farbnuancen, und die sehr unnatürlichen Durchscheineffekte des Panels verschärfen die Situation zusätzlich. Bei dem getesteten Exemplar waren insbesondere die Durchscheineffekte der Beleuchtung an den Rändern deutlich sichtbar, wo das Licht förmlich durch den Bildschirm drang. Das wirkt sich nicht nur negativ auf die Wahrnehmung dunkler Szenen aus, sondern erschwert auch erheblich die zuverlässige Beurteilung der Gradation selbst.

Der LG MRGB85 kommt mit tonalen Übergängen ganz gut zurecht. In hellen Szenen ist das Phänomen der Posterisierung am wenigsten spürbar, und der Fernseher trennt die einzelnen Abstufungen problemlos voneinander. Etwas schlechter sind die tonalen Übergänge in dunklen Szenen, wo die Posterisierung in den anspruchsvollsten Momenten, wenn in dunkle Graustufen übergegangen wird, stärker sichtbar sein kann. Das ist jedoch ein typisches Verhalten bei den meisten Fernsehern. Erwähnenswert ist, dass ein ähnliches Verhalten auch im Dolby-Vision-Modus zu beobachten ist, in dem die Posterisierung beim MRGB85 etwas stärker ausfällt als sonst.

Image scaling and smoothness of tonal transitions

6.7/10

7.8/10

Image without overscan on the SD signal
OK
OK
Smooth transition function
OK
OK

Smooth transition function

The match photo shows how the TV smooths weak tonal transitions in low-quality video.

Image scaling SD (576i)

The model photo shows how it handles upscaling of SD material.

Bei Philips PUS9010 finden wir eine weitere Version des P5 Perfect Picture Bildprozessors, dessen Aufgabe die Verbesserung der Qualität schwächerer Materialien ist. Ein Element dieses Systems ist die Verzerrungsreduzierungsfunktion, die für die Glättung tonal Übergänge verantwortlich ist. Sie funktioniert effektiv und reduziert tatsächlich die sichtbare Farbgraduation. Leider tut sie dies recht aggressiv. In der Praxis kann sie Details wie die Struktur von Materialien oder Filmkorn abschwächen. Das ist ein deutlicher Kompromiss, daher würden wir sie für Filmvorführungen eher nicht empfehlen. Bei lockeren Inhalten wie YouTube oder normalem Fernsehen funktioniert sie jedoch deutlich besser. Der P5 Prozessor meistert auch Materialien mit niedrigerer Auflösung ganz gut. Das Bild ist weich, manchmal sogar zu weich, aber leicht mit dem Schärferegler anzupassen, um den Effekt nach eigenen Vorlieben zu justieren. Positiv zu vermerken ist auch das Fehlen von Kantenabschneidungen bei SD-Materialien, was in dieser Klasse von Fernsehern immer noch nicht Standard ist.

Upscaling und die digitale Bildverarbeitung schneiden beim LG MRGB85 ziemlich gut ab. Der Prozessor Alpha 8 AI 4K Gen7 skaliert Inhalte mit niedriger Auflösung zuverlässig, und unabhängig von der Quelle lässt sich Overscan problemlos deaktivieren. Der Fernseher kommt auch mit Kompressionsartefakten gut zurecht. Die Funktion „Płynna gradacja” kann sichtbare Bänder und tonale Unregelmäßigkeiten wirksam reduzieren, arbeitet aber nicht immer präzise. Bei höheren Einstellungen glättet sie mitunter auch feine Details, etwa die Struktur von Materialien. Positiv ist, dass dabei das Filmkorn nicht entfernt wird. Am sichersten nutzt man die Einstellung „Niskie” oder „Średnie”, die den besten Kompromiss zwischen Artefaktreduktion und Detailerhalt bietet.

Blur and motion smoothness

7.7/10

7.3/10

Maximum refresh rate of the panel
144Hz
144Hz
Film motion smoothing option
OK
OK
Blur reduction option
OK
OK
BFI function 60Hz
No
Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz
No
Yes, 240Hz (double contours)
Brightness drop with BFI
-%
63%

Blur (native resolution, maximum refresh rate):

Blur (BFI function enabled):

Blur (4K@144Hz):

Blur (4K@144Hz):

Philips PUS9010 hat ein 4K-Display mit 144 Hz Wiederrate, was besonders Sportfans und Gamern zugutekommt. Das zeigt sich besonders in dynamischen Szenen, wo die Bewegung scharf ist und störende Schlieren fast nicht auftreten. Was Filme betrifft (Standard 24 fps), bietet Philips uns ein bewährtes Set von Einstellungen, das aus höheren Serien bekannt ist. Zum Steuern der Bewegung gibt es zwei Regler. „Flüssigkeit“ ermöglicht es, das Bild nach den eigenen Vorlieben anzupassen: bei niedrigen Einstellungen bleibt der kinotypische Charakter erhalten, und das Verschieben des Reglers nach rechts bringt uns einen perfekt glatten, wenn auch etwas „theatralischen“ Effekt. Auf der anderen Seite ist „Bewegungsunschärfe reduzieren“ eine Funktion, die für Sport entwickelt wurde – sie sorgt dafür, dass schnelle Objekte keine Details verlieren und klar bleiben.

LG MRGB85 ist mit einem VA-Panel mit nativer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz ausgestattet, daher schneidet er in Sachen Bewegungsdarstellung sehr gut ab. Der Fernseher unterstützt problemlos 120-Hz-Inhalte von Konsolen und höhere Bildwiederholraten bei Anschluss an einen PC. Das ist nicht nur beim Spielen relevant, sondern auch beim Sportsehen, wo Kamerabewegungen deutlich flüssiger wirken als bei Einsteigermodellen mit 60-Hz-Panels. Zudem steht das TruMotion-System zur Verfügung, mit dem man den Grad der Bewegungsinterpolation selbst einstellen kann. Man kann das eher filmische Bewegungsbild beibehalten oder die Bildflüssigkeit erhöhen, was sich bei Sportübertragungen und TV-Sendungen bewährt. Der Einstellbereich ist großzügig, sodass sich die Wirkung der Bewegungsinterpolation problemlos an die eigenen Vorlieben anpassen lässt.

Console compatibility and gaming features

9.8/10

9.8/10

  • ALLM
    Yes
    Yes
  • VRR
    Yes
    Yes
  • VRR range
    48 - 144Hz
    48 - 144Hz
  • Dolby Vision Game Mode
    Yes
    Yes
  • Correct implementation of HGIG
    Yes
    Yes
  • 1080p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 1440p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 4K@120Hz
    Yes
    Yes
  • Game bar
    Yes
    Yes

Der Philips PUS9010 ist im Hinblick auf Gaming wirklich eine solide Maschine. Wir haben hier alles, was wichtig ist: VRR, automatischen Spielmodus (ALLM) und Unterstützung für HGiG. Letzteres ist eine großartige Sache – es ermöglicht, HDR in Spielen genau so einzustellen, wie es sich die Entwickler erträumt haben. Der Fernseher meistert problemlos das 120 Hz-Refresh bei jeder gängigen Auflösung (1080p, 1440p und 4K). Egal, ob du ihn an eine PS5, eine Xbox oder einen leistungsstarken PC anschließt – alles läuft stabil und einfach so, wie es sein sollte. Auch Spieler werden den Game Bar zu schätzen wissen. Es ist ein schnelles, übersichtliches Menü, in dem sofort zu sehen ist, ob der niedrige Latenzmodus aktiv ist. Dies ist besonders nützlich, wenn wir häufig zwischen verschiedenen Konsolen wechseln. Abgerundet wird das Ganze durch Ambilight. Abendsessions mit dieser Beleuchtung sind ein ganz anderes Niveau, die Bilder erscheinen größer und dynamische Szenen hinterlassen einen noch besseren Eindruck. Selbst wenn jemand kein Fan solcher „Spielereien“ ist, ist es schwer, ihm den Eindruck abzusprechen, den es hinterlässt.

Beim Spielen schneidet der LG MRGB85 eindeutig am besten ab. Der Hersteller hat bei der Ausstattung nicht gespart und praktisch das gesamte Funktionspaket aus teureren Fernsehern in dieses Modell übernommen. Wir bekommen drei HDMI-2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite von 48 Gbit/s. Jeder von ihnen unterstützt 4K bei 120 Hz von Konsolen und nach Anschluss eines Computers auch 4K bei 144 Hz. Man muss sich also nicht überlegen, an welchen Anschluss man die Konsole oder den PC anschließt, denn alle bieten dasselbe Funktionsangebot.

An Bord sind außerdem VRR, AMD FreeSync Premium, NVIDIA G-Sync Compatible, ALLM und HGiG. Auch Dolby Vision Gaming fehlt nicht, sodass in unterstützten Spielen auf der Xbox gleichzeitig hohe Bildwiederholraten und dynamisches HDR genutzt werden können. Ergänzt wird das Ganze durch den Game Optimizer, also ein praktisches Menü für Spieler. Ohne das Spiel zu verlassen, kann man das Bildprofil wechseln, Details in den Schatten aufhellen oder die aktuelle Bildrate prüfen. In puncto Gaming-Funktionen bietet der MRGB85 also nahezu dasselbe wie deutlich teurere LG-Modelle.

Input lag

9.5/10

9.7/10

SDR

1080p60
18 ms
19 ms
1080p120
8 ms
10 ms
2160p60
18 ms
18 ms
2160p120
8 ms
9 ms

HDR

2160p60
18 ms
18 ms
2160p120
8 ms
9 ms
4320p60

Dolby Vision

2160p60 DV
34 ms
21 ms
2160p120 DV
9 ms

In Bezug auf die Reaktionsfähigkeit schneidet der Philips PUS9010 sehr gut ab. Die Eingabeverzögerung beträgt etwa 9 ms bei 120 Hz und 18 ms bei 60 Hz, sodass die Reaktion auf Bewegungen des Controllers schnell und vorhersehbar ist. In der Praxis stellen selbst dynamische Actionspiele oder E-Sport-Titel kein Problem dar. Schwächer schneidet Dolby Vision bei Spielen ab. Die Verzögerung steigt dann auf etwa 35 ms, was für weniger anspruchsvolle Spieler noch akzeptabel sein wird, aber sensiblere Personen könnten bereits eine leichte Trägheit der Steuerung verspüren. Aus diesem Grund bleibt HDR10 mit aktivem HGiG die bessere Wahl. In diesem Modell funktioniert es korrekt und sorgt für geringere Verzögerungen und ein vorhersehbareres Verhalten der Helligkeit, ohne die Probleme, die bei Dolby Vision auftreten können.

Der Input-Lag des LG MRGB85 ist wirklich niedrig. Bei uns gemessene Werte lagen bei etwa 10 ms bei einem 120-Hz-Signal und bei etwa 20 ms bei 60 Hz. Wichtig ist, dass wir vergleichbare Ergebnisse auch im Dolby-Vision-Modus erzielt haben. Das sind vielleicht nicht die absolut besten Werte auf dem Markt, aber in der Praxis reichen sie völlig für ein komfortables und flüssiges Spielerlebnis. Die Verzögerung ist nicht spürbar und sollte selbst in schnellen Actionspielen oder Online-Titeln nicht stören.

Compatibility with PC

8.9/10

8.4/10

Chroma 444 (max. resolution and refresh rate)
Yes
Yes
Font clarity
Very Good
Good
Readability of dark text and shapes
Good
Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate)
9ms
9ms
Matrix subpixel arrangement
RGB
RGB
Max refresh rate
144Hz
144Hz
G-Sync
Yes
Yes

The photo shows the legibility of small fonts. Ideally, lines should be the same thickness on both light and dark text, with minimal pixel gaps.

Philips PUS9010 (2025) ist ein sehr guter Fernseher für die Nutzung mit einem PC. Der Hersteller hat hier einen dedizierten 144 Hz-Modus für PC-Spieler vorgesehen, und der Fernseher unterstützt korrekt die variable Bildwiederholfrequenz sowohl für NVIDIA- als auch für AMD-Karten. Die Funktionen G-Sync und FreeSync funktionieren einwandfrei, sodass das Spielen am PC flüssig und ruckelfrei ist. Da wir bereits wissen, dass der Fernseher sich sehr gut zum Spielen eignet, sollte man auch auf die Lesbarkeit von Texten achten, besonders bei der täglichen Arbeit mit dem PC. Der Einsatz des IPS-Panels fällt hier definitiv positiv aus. Der Farbraum wurde korrekt implementiert, sodass man von einer nahezu idealen Darstellung der Schriften sprechen kann. Der Text ist scharf, lesbar und bereitet selbst bei längerer Nutzung keine Probleme. Aus unserer Genauigkeit müssen wir jedoch ein kleines Detail anmerken. Bei sehr dunklem Text können die vertikalen und horizontalen Linien minimal unterschiedliche Helligkeitsstufen aufweisen. Dies ist jedoch ein rein technischer Makel, der in der Praxis praktisch unauffällig ist, umso mehr bei der 75-Zoll-Variante, wo der Abstand zum Bildschirm diesen Effekt zusätzlich kaschiert.

MRGB85 versteht sich sehr gut mit dem PC. Die Unterstützung von 4K bei 144 Hz sowie G-Sync Compatible und FreeSync Premium machen ihn nicht nur zu einem Gaming-Bildschirm, sondern auch zu einem durchaus brauchbaren Monitor für die Arbeit. Was die Lesbarkeit von Texten angeht, ist er schlicht gut. Der Fernseher unterstützt Chroma 4:4:4 korrekt, sodass kleine Schriften und Systemelemente scharf bleiben. Erst beim sehr nahen Blick auf den Bildschirm lassen sich kleine Abweichungen an den Buchstabenkanten erkennen, aber aus normalem Abstand bei einem 55" oder größeren Bildschirm spielt das überhaupt keine Rolle.

Viewing angles

5.8/10

3.4/10

Brightness drop at an angle of 45 degrees
58%
71%

Die Betrachtungswinkel des Philips PUS9010 sind sehr gut und das ist einer der größten Vorteile des IPS-Displays. Im Vergleich zur VA-Panel-Variante ist der Unterschied deutlich. Das Bild weist eine deutlich bessere Konsistenz auf und die Farben bleiben stabil, selbst bei Betrachtung aus einem großen Winkel. Natürlich sinkt mit der Veränderung der Position etwas die Helligkeit, jedoch ist die Bilddegradierung deutlich geringer als bei der VA-Version. Es ist nicht das Niveau, das man von OLED-Bildschirmen kennt, aber unter den LCD-Fernsehern kann man von einem der besten Betrachtungswinkel sprechen, die auf dem Markt erhältlich sind.

Die Betrachtungswinkel des LG MRGB85 sind durchschnittlich. Aufgrund des eingesetzten VA-Panels verliert das Bild bereits bei leichtem seitlichem Blick recht schnell an Farbsättigung. Das ist eine typische Eigenschaft dieser Panelart: Im Tausch für hohen Kontrast erhält man schwächere Blickwinkel. IPS-Panels verhalten sich umgekehrt: Sie bieten einen geringeren Kontrast, bewahren die Farben aber besser, wenn man seitlich auf den Bildschirm schaut. Theoretisch gehört das MRGB85 zur Familie der RGB-Fernseher, bei denen die Betrachtungswinkel besser sein können als bei Modellen mit zusätzlichen QLED-Filtern. Hier bringt das jedoch keinen großen Vorteil. Die geringe Anzahl an Zonen, die am Rand des Bildschirms angeordnet sind, und ihre Funktionsweise sorgen dafür, dass das Bild bei seitlicher Betrachtung schnell an Qualität verliert, ähnlich wie bei herkömmlichen LCD-Bildschirmen.

Daytime performance

5.4/10

6.1/10

Panel finish
Satin
Satin
Reflection suppression
Decent
Decent
Black levels during daytime
Good
Good

Panel brightness

LG MRGB85B: 515 cd/m2

PHILIPS PUS9010 (IPS): 398 cd/m2

In Bezug auf die Nutzung in einem hellen Raum schneidet der Philips PUS9010 anständig ab. Das verwendete satinierte Panel dämpft Reflexionen gut und verursacht keinen Spiegeleffekt, sodass der Bildschirm das Licht von Fenstern oder Lampen nicht so sehr streut. Leider schneidet der Fernseher im Vergleich zur Variante mit VA-Panel schlechter ab. Der Bildschirm ist deutlich dunkler, was in einem stark sonnigen Raum spürbar sein kann. Unter normalen Tagesbedingungen stellt dies kein großes Problem dar, jedoch ist der Unterschied zur VA-Version bei sehr hellen Umgebungen bemerkbar.

LG MRGB85 kommt in einem hellen Raum ziemlich gut zurecht. Seine durchschnittliche Helligkeit liegt bei etwa 500 Nits, also deutlich über dem Durchschnitt. Dadurch bleibt das Bild in einem mäßig sonnendurchfluteten Wohnzimmer gut ablesbar und wirkt nicht matt. Schlechter schneidet die Displaybeschichtung ab, die Spiegelungen nur durchschnittlich dämpft. Direkte Reflexionen von Fenstern oder Lampen können deutlich sichtbar sein, deshalb sollte man den Fernseher nicht direkt gegenüber großen Fensterflächen oder starken Lichtquellen aufstellen.

Panel details

Backlight Type
PFS LED
Mini-LED PFS LED
Software version during testing
TPN258E_V058.002.236.151
43.11.79
Image processor

Subpixel Structure:

Panel uniformity and thermal imaging:

PHILIPS PUS9010 (IPS)

LG MRGB85B

TV features

6.1/10

7.7/10

  • System
    Titan OS
    WebOS
  • System performance
    Decent
    Very good
  • HDMI inputs
    2 x HDMI 2.0, 2 x HDMI 2.1 48Gbps
    0 x HDMI 2.0, 3 x HDMI 2.1 48Gbps
  • Other inputs
    Toslink (Optical audio)
  • Outputs
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Network Interfaces
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 1Gbit
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
  • TV reception
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C

Classic features:

  • Recording to USB (terrestrial TV)
    No
    Yes
  • Recording programming
    No
    Yes
  • Picture in Picture (PiP)
    No
    No
  • RF remote control (no need to aim)
    No
    Yes
  • Backlit remote control
    Yes
    No
  • Teletext
    Yes
    No
  • Audio only mode
    Yes
    Yes
  • Bluetooth headphones support
    Yes
    Yes
  • Simultaneous Bluetooth headphones & TV audio
    No
    Yes

Smart features:

  • AirPlay
    Yes
    Yes
  • Screen mirroring (Windows Miracast)
    Yes
    Yes
  • Voice search
    Yes
    Yes
  • Voice search in native language
    No
    Yes
  • Ability to connect a keyboard and mouse
    Yes
    Yes
Review PHILIPS PUS9010 (IPS) TV features
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Review PHILIPS PUS9010 (IPS) TV features
Review PHILIPS PUS9010 (IPS) TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features

Sound connection options

  • HDMI audio
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Other audio outputs
    Toslink (Optical audio), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio)
  • Wireless audio
    Bluetooth
    Bluetooth

Supported audio formats (external HDMI eARC audio):

  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    No
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    Yes
    No
  • DTS-HD Master Audio
    Yes
    No

Senior accessibility

  • Numeric keyboard on TV
    Yes
    No
  • Font size adjustment
    No
    No
  • Audio description
    No
    Yes

Klassische Funktionen des Fernsehers

Was die klassischen Funktionen betrifft, schneidet der Philips PUS9010 eher durchschnittlich ab. An Bord finden wir grundlegende Dinge wie EPG, Teletext oder die Möglichkeit, Kopfhörer über Bluetooth anzuschließen. Damit endet die Liste der stärkeren Punkte im Grunde genommen. Leider fehlen die Funktionen zur Aufnahme auf USB sowie der PiP-Modus (Bild-in-Bild). Das sind Funktionen, die immer seltener auftreten, aber im Alltag immer noch nützlich sein können. Positiv hervorzuheben ist die Fernbedienung mit numerischer Tastatur. Sie ist modern, beleuchtet und macht visuell einen sehr guten Eindruck. Schade nur, dass es sich immer noch um eine Infrarotfernbedienung handelt, die also eine Ausrichtung auf den Bildschirm erfordert. Bei einem so modernen Design wäre eine Funksteuerung über Bluetooth wünschenswert gewesen.

Smart TV

Die meisten Philips-Fernseher aus dem Jahr 2025, einschließlich des PUS9010, arbeiten mit dem Titan OS-System. Es ist immer noch eine relativ junge Plattform, und leider sind ihre Einschränkungen immer noch sichtbar. Das System selbst arbeitet ziemlich flüssig, deutlich besser als bei den günstigeren Modellen des Herstellers, und während der Tests gab es keine Probleme bei der Nutzung von Screen Mirroring oder AirPlay, was immer noch keine Selbstverständlichkeit ist. Das größte Manko bleibt jedoch die begrenzte Anzahl an verfügbaren Anwendungen. Dies kann teilweise umgangen werden, indem man eine Tastatur und eine Maus an den Fernseher anschließt und den integrierten Webbrowser nutzt, aber das ist eher eine Notlösung als eine bequeme Lösung für den Alltag.

Der LG MRGB85 läuft mit webOS, das schnell und übersichtlich ist und Zugang zu allen wichtigen Streaming-Apps bietet. Das Menü läuft flüssig, und die Navigation fällt nicht schwer. Der Fernseher ist auch für klassisches Fernsehen gut geeignet. Hier gibt es unter anderem Time Shift, HbbTV und einen praktischen Senderführer. Der MRGB85 eignet sich also sowohl zur Nutzung von Netflix und YouTube als auch für das tägliche Fernsehen.

Zur Bedienung dient eine neuere Version der Magic-Fernbedienung. Im Vergleich zu älteren Modellen wurde sie deutlich verschlankt und die klassische Zifferntastatur entfernt. Dafür liegt sie besser in der Hand und ist im Alltag bequemer. Das charakteristische Gyroskop wurde beibehalten, mit dem man den Cursor auf dem Bildschirm per Handbewegung steuert. In Verbindung mit webOS funktioniert diese Lösung sehr gut.

Apps

6.7/10

9.1/10

OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
No
Apple_TV_Plus
No
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
No
Spotify
No
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
No
Apple_music
No
Eleven_sports
No
Xbox Game Pass
No
GeForce NOW
No
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link
OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
OK
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
OK
Apple_music
No
Eleven_sports
OK
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
OK
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link

Playing files from USB

7.9/10

9/10

Supported photo formats:

JPEG
Yes
Yes
HEIC
No
No
PNG
Yes
Yes
GIF
Yes
No
WebP
No
No
TIFF
No
No
BMP
Yes
Yes
SVG
No
No

Maximum photo resolution:

4 Mpix
Yes
Yes
6 Mpix
Yes
Yes
8 Mpix
Yes
Yes
10 Mpix
No
Yes
12 Mpix
No
Yes
16 Mpix
Yes
Yes
20 Mpix
No
Yes
24 Mpix
No
Yes
28 Mpix
No
Yes
32 Mpix
Yes
Yes

Der Mediaplayer im neuen Philips ist ein solider Standard. Er kommt mit den meisten gängigen Video- und Audioformaten zurecht und arbeitet stabil und vorhersehbar. Obwohl Fans seltener Untertitelformate oder spezifischer Bildauflösungen möglicherweise etwas enttäuscht sind, löst die integrierte Software für den durchschnittlichen Benutzer das Problem. Es ist eine bequeme Lösung, mit der wir keine externe Hardware einbinden müssen, um Inhalte von einer externen Festplatte abzuspielen.

Der integrierte Mediaplayer bewältigt die meisten gängigen Video-, Musik- und Bildformate, sodass im Alltag nichts fehlen sollte. Einzig ein ungewöhnlicher Fehler trat bei HEIC-Dateien auf. Der Fernseher zeigte deren Vorschaubilder korrekt, konnte das Foto nach dem Öffnen aber nicht in voller Auflösung darstellen. Ansonsten arbeitete der Player ohne größere Beanstandungen.

Sound

6.6/10

6.4/10

  • Maximum volume
    85dB
    86dB
  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    Yes
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    Yes
    No
  • DTS-HD Master Audio
    Yes
    No

Der Sound des Philips PUS9010 ist einfach nur in Ordnung. Das getestete Exemplar bietet ein 2.0-System mit einer Gesamtleistung von 40 W, was für das alltägliche Fernsehen, Filme oder Serien vollkommen ausreicht. Der Klang ist angenehm, aber man kann hier kaum von etwas Überdurchschnittlichem sprechen, insbesondere wenn man auf starken Bass oder größere Dynamik Wert legt. Positiv zu vermerken ist die breite Unterstützung von Audioformaten. Bei Anschluss einer Soundbar oder Heimkinoanlage verarbeitet der Fernseher problemlos Dolby Atmos und DTS, ohne dass man mit den Einstellungen herumexperimentieren oder einen Qualitätsverlust des Sounds hinnehmen muss. Für Personen, die eine externe Beschallung planen, ist das definitiv eine gute Nachricht.

Der Klang des LG MRGB85 ist schlichtweg ordentlich und es ist schwer, mehr darüber zu sagen. Das hier eingesetzte 2.0-System mit einer Gesamtleistung von 20 W spielt ähnlich wie die meisten auf dem Markt erhältlichen Fernseher. Es fehlt ihm ein klarer Bass und eine größere Räumlichkeit, obwohl man zugeben muss, dass es recht laut spielen kann. Für den täglichen Fernsehkonsum reicht dieses Setup aus. Wer Wert auf einen volleren und eindrucksvolleren Klang legt, sollte jedoch über den Kauf einer Soundbar oder eines Heimkinosystems nachdenken.

Sound Quality Test

Acoustic Measurements

No acoustic data

86dBC (Max)

75dBC

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