Philips PUS8209 verwendet das Betriebssystem Titan OS, das, obwohl einfach zu bedienen, in Bezug auf die Funktionalität eingeschränkt bleibt. Die Anzahl der verfügbaren Anwendungen ist im Vergleich zu fortgeschritteneren Ökosystemen wie Google TV gering, was enttäuschend für Benutzer sein kann, die an vielseitigere Möglichkeiten gewöhnt sind. Darüber hinaus schränkt das Fehlen von AirPlay die Zusammenarbeit mit Apple-Geräten ein, was die Flexibilität des Fernsehers beim Streaming von Inhalten verringert. Die Fernbedienung, obwohl interessant, erfordert eine gezielte Ausrichtung auf den Bildschirm, was nicht jedem gefallen wird.
Das Fehlen von fortgeschrittenen Funktionen wie PiP (Picture-in-Picture) oder der Möglichkeit, Programme aufzunehmen, schränkt zusätzlich die Möglichkeiten des Geräts im täglichen Gebrauch ein.
Philips PUS8209 ist ein Fernseher, der mit einer interessanten Lösung in Form des dreiseitigen Ambilight-Systems Aufmerksamkeit erregt, das die Wand hinter dem Fernseher dynamisch beleuchtet und seine Farben und Intensität an den auf dem Bildschirm dargestellten Inhalt anpasst. Dieser Effekt vermittelt ein Gefühl von größerer Bildtiefe und verstärkt die Immersion, besonders in dunklen Räumen. Leider wird sein Potenzial durch das Betriebssystem Titan OS eingeschränkt, das viel zu wünschen übrig lässt. Die begrenzte Anzahl an Anwendungen und das Fehlen der Unterstützung für beliebte Funktionen wie AirPlay können für anspruchsvollere Benutzer ein ernsthaftes Manko darstellen. Obwohl Ambilight dieses Modell von der Konkurrenz abhebt, beeinträchtigen die Mängel im Betriebssystem erheblich die Gesamtfunktionalität des Fernsehers.
Smart-TV – webOS
Egal, auf welche C6-Version man trifft, der Funktionsumfang bleibt derselbe. Das Herz des Fernsehers ist natürlich webOS, das LG seit Jahren weiterentwickelt. Es läuft schnell, ist gut optimiert und bietet vor allem Zugriff auf praktisch alle bekannten Apps. Netflix, Disney+, Prime Video, YouTube, Max oder andere Streamingdienste – in dieser Hinsicht findet man kaum Lücken. Das System selbst bietet zudem viele Zusatzfunktionen. Es gibt AirPlay, einfache Bildübertragung vom Smartphone, Steuerung von Smart-Home-Geräten und die Möglichkeit, den Startbildschirm zu personalisieren. LG hat webOS über mehrere Generationen stark ausgebaut, und mitunter kann die Anzahl verfügbarer Reiter und Empfehlungen ein wenig überwältigen (insbesondere mit Werbung im Hintergrund). Nach einer Eingewöhnung ist das System jedoch komfortabel und vor allem zuverlässig in der Bedienung.
Klassische TV-Funktionen
Der C6 macht auch eine sehr gute Figur, wenn man ihn wie einen normalen Fernseher und nicht nur als Netflix-Bildschirm nutzen will. Empfang von terrestrischem Fernsehen, Programmführer oder das Umschalten der Sender funktionieren reibungslos und lassen kaum Wünsche offen. LG bietet weiterhin die Möglichkeit, Sendungen auf einen USB-Stick aufzunehmen, sodass die klassischen Funktionen insgesamt sehr umfangreich sind. Eigentlich fehlen uns hier nur zwei Dinge. Erstens die PiP-Funktion, also die gleichzeitige Anzeige von zwei Bildquellen. Zweitens eine Hintergrundbeleuchtung der Fernbedienung, die besonders beim abendlichen Fernsehen nützlich wäre. Abgesehen davon hat der C6 eigentlich alles, was man von einem modernen Fernseher erwarten kann.
Magic Remote – VERSCHIEDENE VERSIONEN
Beim Kauf des C6 sollte man jedoch auf die Fernbedienung achten, denn hier hat LG für etwas Verwirrung gesorgt. In unseren Tests hatten wir unter anderem die Variante C64, die in großen Handelsketten zu finden ist. Im Lieferumfang war die neue, deutlich kleinere Magic Remote Slim. Sie hat weniger Tasten und wirkt deutlich moderner, behält aber zwei der markantesten Merkmale der LG-Fernbedienungen bei – das Scrollrad und die Cursorsteuerung per Bewegung der Fernbedienung. Unser getesteter C6E war dagegen mit der älteren, größeren Version der Magic Remote ausgestattet. Sie funktioniert im Grunde gleich, hat aber eine klassische numerische Tastatur und deutlich mehr physische Tasten. Sie wirkt weniger modern, für manche Nutzer, vor allem jene, die an klassische Fernbedienungen gewöhnt sind, kann sie jedoch bequemer sein. Es gibt also keine einfache Antwort darauf, welche Fernbedienung besser ist. Die neue ist kleiner, einfacher und deutlich zeitgemäßer, die ältere bietet dafür schnelleren Zugriff auf mehr Funktionen, ohne sich durchs Menü klicken zu müssen. Es ist gut zu wissen, dass je nach C6-Kennzeichnung in der Verpackung die eine oder die andere Variante liegen kann.