Das größte Merkmal des Fernsehers Philips OLED769 ist zweifellos das dreiseitige Ambilight-System. Diese Technologie macht wirklich einen Unterschied, indem sie den Bildschirm auf die Wände rund um den Fernseher erweitert und eine Illusion eines größeren Bildschirms schafft. Das verbessert nicht nur das visuelle Erlebnis, sondern schafft auch eine besondere Atmosphäre, egal ob wir einen Film ansehen, Videospiele spielen oder andere Medien nutzen.
Eine interessante Neuheit ist die neue Fernbedienung, die mit den Fernsehern mit dem TitanOS-System geliefert wird. Durch die Beleuchtung ist sie sehr benutzerfreundlich, jedoch lässt die kabellose Kommunikation etwas zu wünschen übrig. Die hybride Konstruktion sorgt dafür, dass man manchmal auf den Fernseher zielen muss und manchmal nicht – je nach gedrückter Taste, was etwas ärgerlich sein kann.
Im Kontext des Betriebssystems hat Philips in diesem Jahr eine neue Strategie eingeführt, indem er das vorherige offene System GoogleTV durch sein eigenes, proprietäres System TitanOS ersetzt hat. Wie es bei neuen Technologien üblich ist, hat TitanOS seine Kinderkrankheiten. Momentan bietet es nur einige grundlegende Anwendungen an, und der App-Store begeistert nicht mit Vielfalt. Das könnte einige Nutzer enttäuschen, die eine breite Palette verfügbarer Anwendungen erwarten. Darüber hinaus sind das Fehlen von AirPlay-Unterstützung und die Möglichkeit, auf USB aufzunehmen, weitere Einschränkungen, die problematisch sein können.
Smart-TV – webOS
Egal, auf welche C6-Version man trifft, der Funktionsumfang bleibt derselbe. Das Herz des Fernsehers ist natürlich webOS, das LG seit Jahren weiterentwickelt. Es läuft schnell, ist gut optimiert und bietet vor allem Zugriff auf praktisch alle bekannten Apps. Netflix, Disney+, Prime Video, YouTube, Max oder andere Streamingdienste – in dieser Hinsicht findet man kaum Lücken. Das System selbst bietet zudem viele Zusatzfunktionen. Es gibt AirPlay, einfache Bildübertragung vom Smartphone, Steuerung von Smart-Home-Geräten und die Möglichkeit, den Startbildschirm zu personalisieren. LG hat webOS über mehrere Generationen stark ausgebaut, und mitunter kann die Anzahl verfügbarer Reiter und Empfehlungen ein wenig überwältigen (insbesondere mit Werbung im Hintergrund). Nach einer Eingewöhnung ist das System jedoch komfortabel und vor allem zuverlässig in der Bedienung.
Klassische TV-Funktionen
Der C6 macht auch eine sehr gute Figur, wenn man ihn wie einen normalen Fernseher und nicht nur als Netflix-Bildschirm nutzen will. Empfang von terrestrischem Fernsehen, Programmführer oder das Umschalten der Sender funktionieren reibungslos und lassen kaum Wünsche offen. LG bietet weiterhin die Möglichkeit, Sendungen auf einen USB-Stick aufzunehmen, sodass die klassischen Funktionen insgesamt sehr umfangreich sind. Eigentlich fehlen uns hier nur zwei Dinge. Erstens die PiP-Funktion, also die gleichzeitige Anzeige von zwei Bildquellen. Zweitens eine Hintergrundbeleuchtung der Fernbedienung, die besonders beim abendlichen Fernsehen nützlich wäre. Abgesehen davon hat der C6 eigentlich alles, was man von einem modernen Fernseher erwarten kann.
Magic Remote – VERSCHIEDENE VERSIONEN
Beim Kauf des C6 sollte man jedoch auf die Fernbedienung achten, denn hier hat LG für etwas Verwirrung gesorgt. In unseren Tests hatten wir unter anderem die Variante C64, die in großen Handelsketten zu finden ist. Im Lieferumfang war die neue, deutlich kleinere Magic Remote Slim. Sie hat weniger Tasten und wirkt deutlich moderner, behält aber zwei der markantesten Merkmale der LG-Fernbedienungen bei – das Scrollrad und die Cursorsteuerung per Bewegung der Fernbedienung. Unser getesteter C6E war dagegen mit der älteren, größeren Version der Magic Remote ausgestattet. Sie funktioniert im Grunde gleich, hat aber eine klassische numerische Tastatur und deutlich mehr physische Tasten. Sie wirkt weniger modern, für manche Nutzer, vor allem jene, die an klassische Fernbedienungen gewöhnt sind, kann sie jedoch bequemer sein. Es gibt also keine einfache Antwort darauf, welche Fernbedienung besser ist. Die neue ist kleiner, einfacher und deutlich zeitgemäßer, die ältere bietet dafür schnelleren Zugriff auf mehr Funktionen, ohne sich durchs Menü klicken zu müssen. Es ist gut zu wissen, dass je nach C6-Kennzeichnung in der Verpackung die eine oder die andere Variante liegen kann.