Der Panasonic W85B ist ein Fernseher, der beweisen soll, dass die japanische Marke nicht nur Spitzenprodukte herstellen kann, sondern auch etwas „für die Menschen“. Und tatsächlich — auf dem Papier sieht das ganz gut aus: VA-Panel mit solidem Kontrast, hohe Bildwiederholrate von 120/144 Hz, zwei vollwertige HDMI 2.1-Anschlüsse, geringer Input-Lag. Klingt nach einem großartigen Paket für Gamer oder jemanden, der einfach einen günstigen Fernseher mit guten Grundlagen haben möchte. Die Realität ist jedoch etwas komplizierter. Der W85B kommt hauptsächlich mit dem SDR-Format gut zurecht, insbesondere nach der Kalibrierung, und eignet sich für die typische tägliche Nutzung. Aber wenn wir mehr von ihm verlangen — z.B. auf einen starken HDR-Effekt oder ein höheres Eintauchen in Spiele mit aktivierten HDR-Modus hoffen — zeigt der Fernseher schnell seine Grenzen. Seine Helligkeit ist niedrig und der Mangel an lokalem Dimming macht sich besonders in Abendvorstellungen stark bemerkbar. Daher betrachten wir den W85B eher als „Alltagsfernseher“ — ideal für jemanden, der terrestisches Fernsehen, YouTube oder Streaming in SDR schaut und eine Konsole oder einen PC mit 120/144 Hz anschließen möchte (aber ohne HDR). In dieser Rolle macht er sich sehr gut. Ist es ein Fernseher für jeden? Definitiv nicht. Aber wenn wir seine Grenzen akzeptieren und mit moderaten Erwartungen an ihn herantreten, kann der W85B wirklich viel Freude zu einem relativ vernünftigen Preis bieten.
TCL C8L ist zweifellos einer der spannendsten Mini-LED-Fernseher, die in diesem Jahr in unser Labor gelangt sind. Dieses Modell überzeugt vor allem durch das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis. TCL hat uns bereits daran gewöhnt, seine Bildschirme aggressiv zu bepreisen, aber im Fall der C8-Serie kann der Hersteller die Grenze noch weiter verschieben. Für einen Betrag, der bei der Marktkonkurrenz oft nur den Kauf von Mittelklassemodellen oder zwei solchen Modellen wie C8K ermöglicht, erhalten wir hier eine Ausstattung und Spezifikationen, die den Spitzenmodellen entsprechen. Der neue Bildprozessor, vier vollständige HDMI 2.1-Ports, die Unterstützung für extremes Refreshing und die enorme Spitzenhelligkeit dank einer riesigen Anzahl von Dimming-Zonen sind Argumente, an denen man nicht vorbeikommen kann.
Wenn man jedoch das Gesamtbild analysiert, muss man ehrlich den Charakter dieses Fernsehers zusammenfassen. C8L ist ein Gerät, das eher dafür geschaffen wurde, „effektvolle“ Bilder anzuzeigen, als rigoros treue Darstellungen zu bieten. Was meinen wir damit? Die Software und die Algorithmen, die die Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungszonen steuern, wurden so abgestimmt, dass sie auf Spektakularität setzen – das Bild soll hell, kontrastreich und von intensiver Sättigung sein. Was bedeutet das? Der Fernseher hat die Tendenz, das Bild eigenständig zu interpretieren, anstatt sich an bestimmte Studiokriterien zu halten. Für die meisten Benutzer, die nach „größeren“ Emotionen in Filmen oder Spielen suchen, wird dieser Effekt wahrscheinlich eher ein Vorteil sein. Im Gegensatz dazu könnten Puristen und Fans eines perfekt natürlichen Bildes (wie wir 😉) dies als zu aggressive Handhabung und nicht im Einklang mit der Absicht des Regisseurs betrachten. Daher überlassen wir die endgültige Bewertung in dieser Hinsicht Euch.
Insgesamt ist TCL C8L trotz dieser Spezifikationen ein Fernseher, den wir mit reinem Gewissen empfehlen können und sogar müssen. Es ist in erster Linie ein Produkt der Premium-Klasse, das buchstäblich alles korrekt macht... bis zur Schmerzgrenze. Bestimmte Unvollkommenheiten würden wir einfach als Eigenschaften dieses Geräts und nicht als Mängel betrachten – hauptsächlich aufgrund der technologischen Einschränkungen, an die uns bereits alle Mini-LED-Fernseher von jedem Hersteller auf dem Markt gewöhnt haben. Letztendlich hat die Verfeinerung der Software der neuen Acht wirklich sehr viel gebracht, sodass wir ein reifes, sicheres und nahezu vollständiges Gerät erhalten.