LG UA7500 in der Variante mit VA-Panel ist ein Fernseher, der für das tägliche Fernsehen, YouTube oder Streaming-Plattformen entwickelt wurde, wo SDR-Inhalte weiterhin dominieren. In dieser Rolle schneidet er sehr gut ab – er hat eine ordentliche digitale Bildbearbeitung, anständiges Upscaling und ziemlich konsistente Farübergänge. Der größte Vorteil bleibt das webOS-System, das voller Anwendungen und Funktionen ist, wie z.B. USB-Aufnahmen, AirPlay-Unterstützung oder die Screen Mirroring-Funktion. Für viele Menschen reicht das aus, um ihn als „Fernseher für den Alltag“ zu betrachten. Er eignet sich auch gut als Bildschirm für den Wochenendspieler – obwohl es sich nur um ein 60-Hz-Panel handelt, finden wir hier ALLM, VRR im Bereich von 48–60 Hz und die praktische Game Bar, also Tools, die normalerweise für teurere Modelle reserviert sind. Nachteile? Vor allem die Betrachtungswinkel – wie bei VA verliert das Bild von der Seite schnell an Qualität. Es gibt auch keine dynamischen HDR-Formate, und die begrenzte Farbpalette lässt die filmischen „HDR-Effekte“ symbolisch erscheinen. Andererseits ist es ein günstiger Fernseher, der sicherlich noch attraktive Preissenkungen erleben wird, also wenn jemand nicht ein Vermögen ausgeben möchte und seine Einschränkungen akzeptiert, erhält er einen soliden „Durchschnittsfernseher“ mit einem guten System. Schade nur, dass der Hersteller keine Magic-Fernbedienung im Paket beigefügt hat.
Der Samsung R85H ist vor allem ein sehr vielseitiger Fernseher, der sich in praktisch jeder Anwendung gut schlägt. Man kann ihn im hellen Wohnzimmer aufstellen, eine Konsole anschließen, abends einen Film oder eine Serie ansehen und im Alltag gewöhnliches Fernsehen nutzen – und jedes Mal bekommt man eine gute Bildqualität. Vielleicht ist es nicht das Modell, das schon in den ersten Minuten einen so starken Eindruck macht wie Samsungs beste OLEDs, aber es ist schwer, eine Eigenschaft zu nennen, die seine Einsatzmöglichkeiten deutlich einschränken würde. Diese Vielseitigkeit ist wohl seine größte Stärke. Natürlich zieht beim R85H die neue Hintergrundbeleuchtung „Micro RGB“ die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nach unseren Tests würden wir sagen, dass sie dem klassischen Mini-LED tatsächlich einen gewissen Vorteil verschaffen kann, wenn auch nicht immer in den Bereichen, auf die der Hersteller am stärksten hinweist. In den Messdiagrammen sind die Möglichkeiten zur Farbwiedergabe beeindruckend, doch in realeren, komplexeren Szenen kann der Fernseher nicht immer das volle Potenzial der dreifarbigen Hintergrundbeleuchtung ausschöpfen. Am deutlichsten erkennt man den Vorteil in einfacheren Bildbereichen, wo kräftige Rottöne, Grüntöne oder Blautöne wirklich eindrucksvoll wirken können. Auch die Blickwinkelperformance ist etwas besser, da die Farben aus einem Winkel ihre Sättigung länger behalten als bei klassischen LCD-Fernsehern. Micro RGB löst jedoch nicht alle Einschränkungen der RGB-Technologie. Bei sehr gesättigten Elementen kann man manchmal ein leichtes Überlaufen der Farbe in angrenzende helle Bildbereiche beobachten, und die vergleichsweise geringe Anzahl an Zonen der lokalen Dimmung sorgt dafür, dass die Hintergrundbeleuchtung nicht immer so präzise arbeiten kann, wie es die Spezifikationen vermuten lassen. Der R85H zeigt also gut, dass RGB tatsächlich Potenzial hat und ein weiterer Schritt in der Entwicklung von LCD-Fernsehern sein kann, aber der bloße Einsatz farbiger LEDs bedeutet noch nicht automatisch einen gewaltigen Qualitätssprung bei der Bilddarstellung. Deshalb würden wir den R85H in erster Linie als etwas bessere und interessantere Alternative zum QN80H betrachten und nicht als einen Fernseher, den man unbedingt wegen des Schriftzugs „Micro RGB“ kaufen muss. Wenn der Preisunterschied zwischen diesen Modellen vernünftig ist, würden wir den R85H wählen. Für die neue Hintergrundbeleuchtung würden wir jedoch nicht viel extra bezahlen, denn ihr Vorteil im täglichen Seherlebnis ist nicht immer so groß, wie es die Marketingunterlagen suggerieren könnten. Unabhängig davon ist der R85H ein gelungener Allround-Fernseher, und vermutlich sollte man ihn genau so betrachten.