Klassische Funktionen
Hisense U8Q läuft auf dem VIDAA-System, das man noch als Neuling auf dem europäischen Markt bezeichnen kann, aber man muss zugeben – der Hersteller hat hier wirklich viel zu bieten. Wir finden klassische Funktionen, die vielen Personen nach wie vor nützlich sind: Aufnahme auf USB, ein klarer EPG-Leitfaden und die Möglichkeit, kabelgebundene Kopfhörer anzuschließen, was besonders Senioren zu schätzen wissen. Ein nettes Extra ist die Anwesenheit eines Audio-Jack-Anschlusses – eine Schnittstelle, die langsam vollständig von Fernsehern verschwindet, hier jedoch erhalten geblieben ist.
USB-C im Fernseher!
Eine Neuheit im U8Q ist auch der USB-C-Anschluss mit Unterstützung für DisplayPort. Das ist eine unkonventionelle, aber sehr praktische Lösung – damit kann man einen Laptop oder ein Telefon mit einem Kabel anschließen, selbst wenn diese Geräte keinen HDMI-Ausgang haben.
Smart-Funktionen: VIDAA
Was die Smart-Funktionen betrifft, funktioniert VIDAA reibungslos. Die Benutzeroberfläche ist schnell, die Apps öffnen sich ohne größere Verzögerungen, und die Netzwerkfunktionen – wie z.B. Screen Mirroring oder AirPlay – funktionieren sehr gut. Klar, es gibt kleine Mängel, aber das sind eher Details als reale Probleme. Die Achillesferse bleibt die etwas eingeschränkte App-Bibliothek. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Liste der verfügbaren Programme sich von Tag zu Tag ändern kann – einige verschwinden, andere tauchen auf, sodass sich die Situation verbessern kann.
Smart-TV-Funktionen: Google TV
Die Bravia 3 II läuft mit Google TV und gehört in puncto Funktionen zu den umfangreichsten Systemen, die man derzeit in Fernsehern findet. Vor allem hat man Zugriff auf eine sehr große Zahl an Apps, sodass man neben den bekanntesten Streamingplattformen auch viele weniger offensichtliche Dienste findet. Sony unterstützt außerdem AirPlay und Chromecast, wodurch das Übertragen von Inhalten vom Smartphone sehr bequem ist. Auch die Sprachsuche, unterstützt von Gemini, überzeugt: Sie versteht Befehle in vielen Sprachen und kann die Nutzung des Fernsehers wirklich erleichtern. Bei unseren Tests stießen wir allerdings auf ein Problem, die Bravia 3 II wollte über Miracast kein Bild von einem Windows-11-PC korrekt empfangen. Wenn man den Fernseher also als zusätzlichen Bildschirm für den Computer nutzen möchte, bleibt die zuverlässigste Lösung eine Verbindung per HDMI.
Klassische TV-Funktionen
Sony hat auch an diejenigen gedacht, die nach wie vor hauptsächlich normales Fernsehen nutzen. Die Bravia 3 II unterstützt die Aufnahme von Sendungen auf USB sowie deren vorherige Programmierung per PVR, was heute eine Seltenheit ist, besonders bei günstigeren Modellen. Dazu kommen Teletext und ein übersichtlicher Programmführer, sodass es hinsichtlich der grundlegenden TV-Funktionen kaum etwas gab, das uns hier fehlte, vielleicht abgesehen von der Bild-in-Bild-Funktion PiP. Interessant sind auch die zwei mitgelieferten Fernbedienungen. Die erste ist modern und vereinfacht (Version ohne Beleuchtung), die andere ist eine klassische Ausführung mit vollständigem numerischem Tastenfeld. Und obwohl sie etwas altmodisch wirken mag, könnten Menschen, die viel klassisches Fernsehen schauen, sie sogar als praktischer empfinden, zum Beispiel zum Eingeben von Kanalnummern.