Dreame Q100 vs Samsung R85H / R86H

Direct comparison

Q100

R85H / R86H / Micro RGB

Info

Available screen sizes: 43”55”

Available screen sizes: 55”65”75”85”

Panel type: LCD VA

Resolution: 3840x2160

System: Google TV

Model year: 2026

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Panel type: LCD VA

Resolution: 3840x2160

System: Tizen

Model year: 2026

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Overall rating

5.6

7.7

  • Movies and series in UHD quality

    5.8

    7.3

  • Classic TV, YouTube

    5.4

    7.6

  • Sports broadcasts (TV and apps)

    4.6

    7.2

  • Gaming on console

    7.0

    8.9

  • TV as a computer monitor

    4.0

    8.0

  • Watching in bright light

    4.4

    7.3

  • Utility functions

    5.2

    7.3

  • Apps

    9.6

    9.3

  • Sound quality

    5.0

    7.1

Advantages

  • Google TV mit vielen Apps

  • Unterstützung für Dolby Vision

  • Breiter Farbraum, QLED PFS-Filter

  • Guter Kontrast des VA-Panels

  • Gute Tonwertabstufungen

  • Gaming-Funktionen: VRR und ALLM

  • 120 Hz in Full HD

  • Game Bar

  • Geringer Input-Lag

  • Guter Schwarzwert und Kontrast: VA-Panel mit Zonen-Local-Dimming

  • Hohe HDR-Helligkeit: ca. 1000 cd/m²

  • Sehr breite Farbpalette und großes Farbvolumen

  • Mattes Antireflex-Beschichtung

  • Panel 144 Hz / 240 Hz (DLG)

  • 4x HDMI 2.1

  • Umfangreiche Funktionen für Gamer (ALLM, VRR, niedriger Input-Lag, G-Sync)

  • Schnelles und funktionales Tizen-System (7 Jahre Support)

  • Gute Blickwinkel (für ein VA-Panel)

  • Standfüße in Breite und Höhe verstellbar

Disadvantages

No like
  • Geringe Helligkeit, ca. 300 cd/m²

  • Schwacher HDR-Effekt

  • Durchschnittliche Bildverarbeitung

  • Kein AirPlay

  • Durchschnittlicher Klang

  • Geringe Anzahl von Local-Dimming-Zonen

  • Die RGB-Hintergrundbeleuchtung kann nicht immer ihr volles Potenzial entfalten

  • Sichtbares Ghosting am VA-Panel

  • Keine Unterstützung für Dolby Vision / DTS:X

Our verdict

Der Dreame Q100 ist das Basismodell im Angebot des Herstellers, und schon sein Preis lässt erahnen, was man von ihm erwarten kann. Er versucht nicht, mit Bildqualität zu punkten. Seine Stärken liegen woanders: Er bietet Google TV, überraschend viele Funktionen für Spieler und kostet vergleichsweise wenig. Bildtechnisch schlägt sich der Q100 ähnlich wie viele andere Fernseher in dieser Preisklasse. Ein VA-Panel sorgt für ordentlichen Kontrast, die Farben sind dank des QLED-Filters (PFS) recht ordentlich, aber rund 300 Nits Helligkeit reichen schnell nicht aus. Vor allem bei HDR, wo ihm einfach die Leuchtkraft fehlt. Gut, dass Dreame nicht auf Dolby Vision verzichtet hat, denn gerade bei so einem Fernseher ist dieses Format wirklich nützlich. Filme und Serien von Streaming-Plattformen sind besser an die Möglichkeiten des Bildschirms angepasst und können so ziemlich gut aussehen. Der Q100 macht also vor allem dann Sinn, wenn man einen preiswerten Fernseher für normales Fernsehen, Netflix, YouTube oder den gelegentlichen Anschluss einer Konsole sucht. Bei der Bildqualität gibt es keine großen Überraschungen, aber das darf man bei einem der günstigsten Modelle im Sortiment auch kaum erwarten. Für Dreames ersten Vorstoß in dieses Marktsegment ist der Q100 ein ziemlich interessanter Anfang. Zumal der Markenname noch vor kurzer Zeit eher mit Staubsaugern als mit Fernsehern in Verbindung gebracht wurde.

Der Samsung R85H ist vor allem ein sehr vielseitiger Fernseher, der sich in praktisch jeder Anwendung gut schlägt. Man kann ihn im hellen Wohnzimmer aufstellen, eine Konsole anschließen, abends einen Film oder eine Serie ansehen und im Alltag gewöhnliches Fernsehen nutzen – und jedes Mal bekommt man eine gute Bildqualität. Vielleicht ist es nicht das Modell, das schon in den ersten Minuten einen so starken Eindruck macht wie Samsungs beste OLEDs, aber es ist schwer, eine Eigenschaft zu nennen, die seine Einsatzmöglichkeiten deutlich einschränken würde. Diese Vielseitigkeit ist wohl seine größte Stärke. Natürlich zieht beim R85H die neue Hintergrundbeleuchtung „Micro RGB“ die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Nach unseren Tests würden wir sagen, dass sie dem klassischen Mini-LED tatsächlich einen gewissen Vorteil verschaffen kann, wenn auch nicht immer in den Bereichen, auf die der Hersteller am stärksten hinweist. In den Messdiagrammen sind die Möglichkeiten zur Farbwiedergabe beeindruckend, doch in realeren, komplexeren Szenen kann der Fernseher nicht immer das volle Potenzial der dreifarbigen Hintergrundbeleuchtung ausschöpfen. Am deutlichsten erkennt man den Vorteil in einfacheren Bildbereichen, wo kräftige Rottöne, Grüntöne oder Blautöne wirklich eindrucksvoll wirken können. Auch die Blickwinkelperformance ist etwas besser, da die Farben aus einem Winkel ihre Sättigung länger behalten als bei klassischen LCD-Fernsehern. Micro RGB löst jedoch nicht alle Einschränkungen der RGB-Technologie. Bei sehr gesättigten Elementen kann man manchmal ein leichtes Überlaufen der Farbe in angrenzende helle Bildbereiche beobachten, und die vergleichsweise geringe Anzahl an Zonen der lokalen Dimmung sorgt dafür, dass die Hintergrundbeleuchtung nicht immer so präzise arbeiten kann, wie es die Spezifikationen vermuten lassen. Der R85H zeigt also gut, dass RGB tatsächlich Potenzial hat und ein weiterer Schritt in der Entwicklung von LCD-Fernsehern sein kann, aber der bloße Einsatz farbiger LEDs bedeutet noch nicht automatisch einen gewaltigen Qualitätssprung bei der Bilddarstellung. Deshalb würden wir den R85H in erster Linie als etwas bessere und interessantere Alternative zum QN80H betrachten und nicht als einen Fernseher, den man unbedingt wegen des Schriftzugs „Micro RGB“ kaufen muss. Wenn der Preisunterschied zwischen diesen Modellen vernünftig ist, würden wir den R85H wählen. Für die neue Hintergrundbeleuchtung würden wir jedoch nicht viel extra bezahlen, denn ihr Vorteil im täglichen Seherlebnis ist nicht immer so groß, wie es die Marketingunterlagen suggerieren könnten. Unabhängig davon ist der R85H ein gelungener Allround-Fernseher, und vermutlich sollte man ihn genau so betrachten.

TV appearance

HDMI inputs
3 x HDMI 2.0, 0 x HDMI 2.1
0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps)
Other inputs
RCA (Chinch)
Outputs
SPDIF (Coaxial audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Network Interfaces
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality
Good
Good
Stand type
Legs
Legs
Bezel color
Graphite
Graphite
Stand
Fixed
Height adjustment, Base adjustment
Flat design
No
Yes
Accessories
Stand
Stand

Contrast and black detail

5.3/10

7.9/10

Local dimming function: No

Local dimming function: Yes, number of zones: 150 (10 x 15)

Contrast:

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

4,350:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

3,850:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

4,100:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

4,450:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

3,400:1

Review Samsung R85H / R86H Contrast and black detail

Result

182,800:1

Review Samsung R85H / R86H Contrast and black detail

Result

46,750:1

Review Samsung R85H / R86H Contrast and black detail

Result

22,450:1

Review Samsung R85H / R86H Contrast and black detail

Result

10,900:1

Review Samsung R85H / R86H Contrast and black detail

Result

9,050:1

Halo effect and black detail visibility:

Check the visibility of bright lights on a dark background. Mini-LEDs often struggle with this. The photo does not compare black levels – that’s what the video below is for.

The video accurately shows differences in contrast and black levels between TVs, as well as potential issues: halo around bright objects or Mini-LED zone operation visible as brightness jumps.

Der Dreame Q100 ist ein einfacher LCD-Fernseher, daher hängen seine Möglichkeiten in Sachen Schwarz und Kontrast vor allem vom Panel ab. Verwendet wird hier ein VA-Panel, das einen nativen Kontrast von etwa 4500:1 erreicht. Für diese Gerätekategorie ist das ein ziemlich gutes Ergebnis. In der Praxis bedeutet das vor allem deutlich satteres Schwarz als bei preislich vergleichbaren Fernsehern mit IPS- oder ADS-Panels. Den Unterschied sieht man besonders abends, wenn dunkle Szenen mehr Tiefe haben und nicht so grau wirken.

Man muss jedoch bedenken, dass der Q100 keine lokale Dimmung hat. Die Hintergrundbeleuchtung arbeitet also durchgehend, ohne die Möglichkeit, bestimmte Bildbereiche abzudunkeln. In einem stark abgedunkelten Raum tendiert das Schwarz deshalb ins Dunkelblaue und kann bei weitem nicht mit dem mithalten, was bessere Mini-LEDs und erst recht OLEDs diesbezüglich leisten. Das ist jedoch wenig überraschend, denn ähnliche Einschränkungen gelten für die meisten einfachen LCD-Fernseher in dieser Preisklasse.

Der Samsung R85H verwendet eine Micro-RGB-Hintergrundbeleuchtung mit zonalem Local Dimming und kann in puncto Schwarz wirklich gut abschneiden. In der von uns getesteten 55-Zoll-Version zählten wir etwa 150 Zonen, das ist also nicht das Niveau der umfangreichsten Mini-LEDs, bei denen diese Zahl bereits in die Tausende gehen kann. Trotzdem kommt der Algorithmus des lokalen Dimmings in vielen Szenen ziemlich gut zurecht. Bei größeren, klar getrennten Objekten vor dunklem Hintergrund ist das Schwarz tief und der Kontrast kann einen sehr guten Eindruck machen. Der Halo-Effekt wird ebenfalls recht gut kontrolliert, sodass der R85H beim normalen Sehen tatsächlich die Vorteile des lokalen Dimmings zeigen kann. Die Einschränkungen der geringen Zonenzahl treten jedoch bei anspruchsvolleren Inhalten zutage, besonders wenn viele sehr kleine, helle Elemente auf dem Bildschirm erscheinen. Ein gutes Beispiel sind Szenen mit einem sternübersäten Himmel. In solchen Situationen kann der Fernseher praktisch auf das lokale Dimming verzichten, wodurch das Schwarz deutlich anhebt und das Bild einen großen Teil seines Kontrasts verliert. Interessanterweise beobachteten wir ein ähnliches Verhalten sogar dann, wenn die hellen Punkte deutlich weniger waren, sodass es eher wie eine Frage der Funktionsweise des Algorithmus aussieht als nur der physischen Zonenzahl. Insgesamt schneidet das Schwarz des R85H jedoch gut ab. Es erreicht nicht das Niveau der teuersten Mini-LEDs, die mit tausenden individuell steuerbaren Zonen ausgestattet sind, und in schwierigen Szenen ist der Unterschied deutlich. Bei den meisten Inhalten erfüllt das lokale Dimming jedoch seinen Zweck und ermöglicht ein deutlich besseres Schwarz.

HDR effect quality

4.2/10

5.6/10

Supported formats
HDR10, HDR10+, Dolby Vision
HDR10, HDR10+, HLG
Color gamut coverage
DCI P3: 91.2%, Bt.2020: 66.6%
DCI P3: 96.9%, Bt.2020: 92.7%

Luminance measurements in HDR:

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

230 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

252 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

285 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

298 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

298 nit

Review Samsung R85H / R86H Brightness measurement

Result

860 nit

Review Samsung R85H / R86H Brightness measurement

Result

214 nit

Review Samsung R85H / R86H Brightness measurement

Result

758 nit

Review Samsung R85H / R86H Brightness measurement

Result

235 nit

Review Samsung R85H / R86H Brightness measurement

Result

912 nit

Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)

Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)

The photos show two HDR10 movies. 'Pan' is one of the brightest productions ever made, while 'Billy Lynn' (soldier) has brightness typical of streaming (Netflix, Prime, HBO MAX). Notice the intensity of effects and detail in whites.

Static HDR10

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

Dynamic: Dolby Vision

Dynamic: HDR10+

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

HDR luminance chart:

Samsung R85H / R86H

Dreame Q100

Der Dreame Q100 ist leider ein zu einfacher und vor allem zu dunkler Fernseher, um hier von einem echten HDR-Effekt zu sprechen. Unsere Messungen ergaben eine maximale Helligkeit von etwa 300 Nits, also eindeutig zu wenig, damit helle Bildbereiche wirklich stärker durch Licht hervorstechen. Tatsächlich ist das ein Niveau, das wir eher mit SDR-Material als mit HDR in Verbindung bringen. Es fehlt also jene Helligkeitsreserve, die teurere Fernseher bieten und die dafür sorgt, dass Lichtquellen, Reflexionen oder die Sonne deutlich eindrucksvoller wirken.

HDR-Farben

Zum Glück macht der Q100 das an anderer Stelle wieder wett. Der Hersteller bezeichnet ihn als QLED-Fernseher, obwohl in der Praxis die Erweiterung des Farbraums hier durch einen PFS-Filter erfolgt. Die von uns gemessene DCI-P3-Abdeckung liegt bei etwa 92 Prozent, BT.2020 bei rund 67 Prozent. Das sind keine Spitzenwerte, aber immer noch deutlich besser als bei einfachen LCD-Fernsehern ohne zusätzliche Schicht zur Erweiterung des Farbraums. Dadurch können HDR-Inhalte zumindest gesättigtere und differenziertere Farben bieten, selbst wenn die Helligkeit an sich noch nicht von einem vollwertigen HDR-Effekt sprechen lässt.

Was die Helligkeit angeht, schlägt sich der R85H wirklich ordentlich. In den meisten unserer Testszenen erreicht der Fernseher etwa 800–900 Nits, und bei größeren hellen Bildbereichen schafft er auch über 1000 Nits. Das sind natürlich keine Werte wie bei den teuersten Mini-LEDs, aber fürs Anschauen von Filmen und Serien in HDR reichen sie locker und der Effekt kann bereits deutlich sichtbar sein. Problematisch wird es wieder in anspruchsvolleren Szenen, in denen ein kleiner, heller Punkt vor sehr dunklem Hintergrund steht. Dann kann der Fernseher dessen Helligkeit stark beschneiden, um nicht zu große Bereiche des Bildes aufzuhellen. In unseren Messungen sanken solche kleinen Lichtpunkte sogar auf rund 200–250 Nits, man sieht also, dass die geringe Anzahl an Local‑Dimming‑Zonen in Kombination mit dem konkreten Verhalten des Algorithmus hier ihre Folgen hat. Zum Glück stört das nicht die ganze Zeit. In typischen, gemischten HDR-Szenen wirkt der R85H gut und liefert eine angemessene Bilddynamik. Bei sehr kleinen Lichtpunkten darf man nur nicht denselben Effekt erwarten wie bei Fernsehern mit deutlich mehr Zonen oder bei OLEDs.

Factory color reproduction

6.5/10

5.4/10

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

Für die Tests wählten wir den Bildmodus „Film“ und unserer Ansicht nach ist das eindeutig die beste der verfügbaren Voreinstellungen. Es gibt hier keine stark aufgedrehten und unnatürlichen Farben, wie man sie etwa im Modus „Lebhaft/Dynamisch“ sehen kann. Das Bild wirkt also von Anfang an ziemlich ausgewogen, auch wenn ihm bis zur Perfektion noch etwas fehlt. Bei SDR-Material fiel vor allem eine leichte Aufwärmung des Bildes auf. Im Weißabgleich war zu viel Rot vorhanden, weshalb Weiß in einen wärmeren Ton tendierte; eine ähnliche Tönung zeigte sich auch in den Graustufen. In HDR sah die Situation etwas anders aus. Hier war Blau leicht dominant, wodurch das Bild ein wenig kühler wirkte. Das sind jedoch keine gravierenden Fehler. Für einen so günstigen Fernseher sind die Werkseinstellungen unseres Exemplars ganz ordentlich, und bereits der Modus „Film“ liefert ein relativ natürliches Bild, ohne dass man viel an den Einstellungen herumprobieren muss.

Im Filmmaker-Modus schnitt unser Exemplar des R85H im SDR-Betrieb zufriedenstellend ab, aber es fielen einige Dinge sofort in den Messwerten auf. Beim Weißabgleich nahm mit steigender Helligkeit der Rotanteil zu, während das Blau abnahm. In der Folge wirkten hellere Bildpartien leicht zu warm. Hinzu kam die Gamma-Kurve, die nur zu Beginn den Sollwert hielt. Danach sank sie allmählich, sodass der Großteil des Bildes etwas zu stark aufgehellt wirkte. Die Kombination dieser Effekte wirkte sich auch auf die Farben aus: Die Fehler wuchsen besonders bei helleren und stärker gesättigten Mustern. Es sah nicht schlimm aus, aber für den Filmmaker-Modus hatten wir etwas mehr Genauigkeit erwartet. Interessanterweise schlug sich unser Exemplar im HDR deutlich besser. Der Weißabgleich war wesentlich gleichmäßiger und die einzelnen Komponenten lagen über weite Teile des Bereichs nah beieinander. Erst in den hellsten Bereichen fehlte etwas Rot, wodurch das Weiß seinen Charakter leicht veränderte. Sehr gut präsentierte sich hingegen die EOTF-Kurve, die die Helligkeit nahezu über den gesamten Bereich entlang der Sollwerte führte. Das bedeutet nicht, dass die Farben im HDR perfekt waren. Im Colour Checker sind weiterhin gewisse Abweichungen sichtbar, besonders bei stärker gesättigten Farben, aber die Fehler sind deutlich kleiner als im SDR.

Color reproduction after calibration

7/10

8.6/10

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

Entgegen dem Anschein ist der Dreame Q100 recht gut auf die Kalibrierung des Bildes vorbereitet. Im Menü findet man viele umfangreiche Bildeinstellungen, die es erlauben, seine Charakteristik recht präzise zu korrigieren. In unserem Fall erforderte der Weißabgleich die meiste Arbeit, sowohl in SDR als auch in HDR. Nach der Korrektur wirkten SDR-Inhalte sehr gut. Es gelang, praktisch einen neutralen Weißabgleich und natürliche Farben zu erreichen; die Hauptbegrenzung blieb jedoch das Schwarz an sich, bedingt durch den Aufbau des Panels und das Fehlen einer lokalen Dimmung.

Auch in HDR ließ sich der Weißabgleich und die Farbwiedergabe verbessern, doch hier treten die Grenzen der TV-Elektronik schneller zutage. Selbst nach sehr genauer Einstellung der EOTF-Kurve hält sich der Q100 nicht immer korrekt daran, wenn reale Szenen wiedergegeben werden. Bei einigen Inhalten hellt er das Bild zusätzlich auf, sodass bestimmte Stellen heller erscheinen, als sie sollten, und in hellen Bereichen dabei teilweise Details verloren gehen können.

Nach der Kalibrierung zeigt der R85H, dass er wirklich große Möglichkeiten bei der Farbwiedergabe hat. Am besten schnitt SDR ab: Hier gelang es, den Weißabgleich nahezu perfekt auszugleichen, und das Gamma liegt über weite Bereiche sehr nahe am Zielwert. Das führte auch zu sehr geringen Fehlern im Colour Checker, sodass es hier kaum etwas gibt, woran man wirklich etwas aussetzen könnte. Auch in HDR ist die Verbesserung deutlich, allerdings lassen sich manche Dinge hier nicht mehr so gut korrigieren. Bei den höchsten Helligkeitsstufen tritt der Charakter der Hintergrundbeleuchtung zutage und die einzelnen Komponenten des Weißabgleichs beginnen auseinanderzulaufen. Ähnlich verhält es sich bei den gesättigtsten Farben, die nicht immer genau dort landen, wo sie sollten. Trotz dieser Einschränkungen ist das Bild insgesamt deutlich genauer als mit den Werkseinstellungen, und die größte Veränderung sieht man eindeutig in SDR. Es gibt allerdings eine Sache, die die Kalibrierung nicht beheben kann. Bei stark gesättigten Bildelementen kann die Farbe leicht auf benachbarte helle Bildbereiche übergehen. Am leichtesten ist das an Weiß erkennbar, das einen leichten Stich der angrenzenden Farbe annimmt. Es tritt nicht in jeder Szene auf, aber wenn das Material entsprechend anspruchsvoll ist, kann der Effekt sichtbar werden. Das ist eher eine Eigenschaft der Funktionsweise der RGB-Hintergrundbeleuchtung als eine Frage der Bildeinstellungen.

Smoothness of tonal transitions

9/10

8.9/10

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

Dreame Q100 kommt mit der Geschmeidigkeit der Tonwertübergänge sehr gut zurecht. In den meisten Szenen sind Verläufe glatt, und die Übergänge zwischen helleren und dunkleren Nuancen wirken natürlich, ohne deutliche Streifenbildung oder Posterisierung. Kleine Unzulänglichkeiten treten erst in sehr anspruchsvollen Szenen auf, doch das sind Situationen, mit denen auch deutlich teurere Fernseher Schwierigkeiten haben können. Insgesamt schneidet der Q100 diesbezüglich wirklich gut ab.

Der Samsung R85H kommt mit der Gleichmäßigkeit der Tonübergänge ziemlich gut zurecht, und beim normalen Sehen fällt das nicht besonders auf. Bei hellen Verläufen sind die Übergänge größtenteils gleichmäßig, und erst bei genauerem Hinsehen lassen sich feine Abstufungen zwischen einzelnen Helligkeitsstufen erkennen. Diese sind jedoch nicht ausgeprägt und beeinträchtigen das Bild kaum. In dunkleren Bereichen sieht es sehr ähnlich aus. Auch hier sind gelegentlich kleine Stufen zwischen ähnlichen Farbtönen erkennbar, aber es gibt kein starkes Banding oder ein deutliches Aufbrechen der Verläufe. Sowohl heller Himmel und Dunst als auch dunklere Schatten werden flüssig und ohne größere Probleme wiedergegeben.

Image scaling and smoothness of tonal transitions

3/10

7.5/10

Image without overscan on the SD signal
No
No
Smooth transition function
No
OK

Smooth transition function

The match photo shows how the TV smooths weak tonal transitions in low-quality video.

Image scaling SD (576i)

The model photo shows how it handles upscaling of SD material.

Der schwächste Punkt des Dreame Q100 ist seine digitale Bildverarbeitung. Der eingesetzte Prozessor kommt bei der Aufwertung minderwertiger Inhalte recht durchschnittlich zurecht, und im Menü findet sich keine Funktion, die unschöne tonale Übergänge effektiv glättet oder sichtbare Posterisierung verringert. Auch das Upscaling überzeugt nicht besonders. Bei niedrig aufgelösten Quellen wirkt das Bild recht weich und es mangelt ihm an detailreicher Wiedergabe. Zudem neigt der Q100 zu Overscan, also zu einer leichten Abschneidung der Bildränder bei sehr schwachen Quellen, etwa bei 480p-Material. Beim alltäglichen Betrachten von HD- oder 4K-Inhalten ist das kein großes Problem, bei älteren Aufnahmen werden die Grenzen des Prozessors jedoch deutlich sichtbar.

Im R85H übernimmt der Micro RGB AI Processor die Bildverarbeitung. Der Name ist neu, aber beim Upscaling schwächerer Quellen bleibt die Arbeitsweise des Fernsehers sehr ähnlich zu dem, was Samsung bereits zuvor gezeigt hat. Und das ist nicht schlecht, denn der Hersteller bewältigt diesen Bereich seit Jahren ziemlich gut. Inhalte mit niedrigerer Auflösung werden sauber dargestellt, Konturen werden nicht übermäßig weich, und der Fernseher versucht auch nicht, um jeden Preis künstlich Details herauszuarbeiten. Das Ergebnis ist schlicht ausgewogen, und bei normalem Fernsehen oder älteren Aufnahmen schlägt sich der R85H so, wie man es von einem Samsung dieser Klasse erwartet. Ein kleiner Minuspunkt bleibt jedoch der Overscan, den man bei den niedrigsten Auflösungen nicht vollständig ausschalten kann. Eine andere Frage ist die zusätzliche Verarbeitung schwächerer Quellen. Der R85H kann Posterisierung glätten und stark komprimiertes Bildmaterial etwas ordnen, aber hier sollte man betonen, dass er das relativ aggressiv macht. Bei stärkerer "Rauschreduzierung" beginnt er, nicht nur Kompressionsartefakte zu entfernen, sondern auch feine Details und das natürliche Filmkorn. Man sollte sie daher nur verwenden, wenn das Material es wirklich nötig hat.

Blur and motion smoothness

4.6/10

7.4/10

Maximum refresh rate of the panel
60Hz
144Hz
Film motion smoothing option
OK
OK
Blur reduction option
No
OK
BFI function 60Hz
No
Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz
No
No
Brightness drop with BFI
-%
73%

Blur (native resolution, maximum refresh rate):

Blur (1080p@120Hz):

Blur (1080p@240Hz):

Das im Dreame Q100 eingesetzte VA-Panel hat eine native Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, weshalb es von vornherein nicht als Fernseher für besonders anspruchsvolle Sport- oder Gaming-Fans konzipiert ist. Der Hersteller weist zwar auf eine 120-Hz-Betriebsoption hin, die tatsächlich verfügbar ist, jedoch betrifft sie vor allem den für Spieler vorgesehenen Modus. Im Alltag sollte der Q100 daher als klassischer 60-Hz-Fernseher betrachtet werden. Bei dynamischen Sportübertragungen oder schnellen Spielen bedeutet das eine weniger flüssige Darstellung als bei Modellen mit einem 120-Hz-Panel oder höher. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Reaktionszeit des Panels. Das verwendete VA-Panel zeigt keine ausgeprägten Nachzieheffekte, sodass Bewegungen recht gut erkennbar bleiben und hinter Objekten keine starken, verwischten Spuren entstehen. Bei Filmen kann man zusätzlich ein einfaches Bewegungsinterpolationssystem nutzen. Der Hersteller hat mehrere Presets vorbereitet, die das für in 24 Bildern pro Sekunde aufgenommene Material typische Ruckeln reduzieren.

Der R85H verfügt über ein 144-Hz-Panel, sodass die Bewegungsdarstellung wirklich sehr gut ist. Man sollte nur bedenken, dass die zusätzlichen Hertz über 120 vor allem beim Anschluss an einen PC genutzt werden, weshalb sie in dieser Kategorie nicht als besonderer Vorteil gelten. Bei Filmen und Fernsehen ist wichtiger, dass das Panel so schnell ist, dass es Zugriff auf den umfangreichen Bild-Glättungsmodus „Wyrazistość ruchu“ bietet, mit dem wir die Bewegung von eher filmisch bis sehr flüssig einstellen können. Etwas schlechter fällt die reine Reaktionszeit des Panels aus. Da es sich um ein VA-Panel handelt, kann bei sehr schnell bewegten Objekten ein leichter Nachzieheffekt auftreten. Auf hellem Hintergrund fällt das noch nicht stark ins Auge, aber je dunkler die Szene, desto deutlicher wird das Schmieren. Das ist eine typische Eigenschaft dieses Paneltyps und gerade in dunklen Aufnahmen am leichtesten zu erkennen.

Console compatibility and gaming features

6.3/10

9.6/10

  • ALLM
    Yes
    Yes
  • VRR
    Yes
    Yes
  • VRR range
    48 - 120Hz
    48 - 240Hz
  • Dolby Vision Game Mode
    Yes
    No
  • Correct implementation of HGIG
    No
    Yes
  • 1080p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 1440p@120Hz
    No
    Yes
  • 4K@120Hz
    No
    Yes
  • Game bar
    Yes
    Yes

Der Dreame Q100 ist kein strikt auf Gaming ausgerichtetes Gerät, bietet aber für die Konsole ein durchaus vernünftiges Paket. Er verfügt über VRR zur Eliminierung von Tearing sowie ALLM, das den Fernseher nach Erkennen eines Konsolensignals automatisch in den Niedriglatenzmodus schaltet. Eine interessante Kompromisslösung ist die Unterstützung des 120-Hz-Modus. Das Panel erreicht diese Bildwiederholrate nicht in 4K, aber bei Herunterskalierung auf 1080p kann man mit 120 Bildern pro Sekunde spielen. Wenn in einem Titel die Flüssigkeit wichtiger ist als hohe Auflösung (und das Spiel selbst einen solchen Modus bietet), lohnt sich diese Option. An Bord gibt es außerdem eine praktische Game Bar, mit der sich Bildschirmparameter schnell anpassen, der Bildwiederholmodus umschalten oder ein virtuelles Fadenkreuz einblenden lässt. Es hapert zwar bei der korrekten Implementierung von HGiG, aber Pluspunkte gibt es für die Unterstützung von Dolby Vision Gaming auf der Xbox Series X und S. Das ist kein Panel für technologische Puristen, aber fürs freizeitliche Konsolenspiel, insbesondere mit der Möglichkeit, 4K gegen flüssigeres Full HD zu tauschen, erfüllt es seinen Zweck einwandfrei.

Samsung entwickelt seit einigen Jahren intensiv Funktionen für Spieler, und dem R85H fehlt hier eigentlich nichts Wesentliches. Der Fernseher unterstützt 4K bei 120 Hz, VRR und ALLM, sodass sich die Möglichkeiten der PlayStation 5 oder der Xbox Series X problemlos nutzen lassen. HGiG funktioniert ebenfalls korrekt, wodurch bei entsprechender HDR-Einstellung in der Konsole die Spiele die richtige Helligkeit beibehalten und in den hellsten Bildbereichen keine unnötigen Details verloren gehen. Einziger größerer Mangel ist Dolby Vision Gaming, das Samsung in keinem seiner Fernseher unterstützt.

Sehr praktisch ist auch die Game Bar, also ein handliches Menü, das sich aufrufen lässt, ohne das Spiel zu verlassen. Man kann schnell die Bildrate prüfen, die Funktion von VRR kontrollieren oder die wichtigsten Bildeinstellungen ändern. Samsung ergänzt außerdem einige weniger offensichtliche Funktionen, etwa die Möglichkeit, das Seitenverhältnis zu ändern, oder Game Motion Plus, das Spiele, die mit 30 oder 60 Bildern laufen, zusätzlich flüssiger machen kann. Natürlich erfolgt das zulasten eines höheren Input-Lags (etwa 55 ms), aber bei ruhigeren Titeln kann das für manche Nutzer ein interessantes Extra sein.

Input lag

10/10

9.6/10

SDR

1080p60
13 ms
18 ms
1080p120
9 ms
13 ms
2160p60
13 ms
18 ms
2160p120
13 ms

HDR

2160p60
13 ms
17 ms
2160p120
12 ms
4320p60

Dolby Vision

2160p60 DV
13 ms
2160p120 DV

Der gemessene Input-Lag ist so gering, dass er beim Spielen kein Problem darstellen sollte. Bei 60 Hz liegt die Verzögerung unter 15 ms, bei 120 Hz sinkt sie unter 10 ms. Diese sehr niedrigen Werte sorgen für ein sehr reaktionsschnelles Spielerlebnis.

Der Input-Lag beim R85H ist gering, aber nicht rekordverdächtig. Bei 120 Hz liegt er bei etwa 12 bis 13 ms, bei 60 Hz bei rund 17 bis 18 ms. In der Praxis macht das kaum einen Unterschied: Die Steuerung ist schnell, und beim normalen Spielen spürt man keine Verzögerungen.

Compatibility with PC

4/10

8/10

Chroma 444 (max. resolution and refresh rate)
No
Yes
Font clarity
Good
Average
Readability of dark text and shapes
Poor
Poor
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate)
13ms
13ms
Matrix subpixel arrangement
BGR
BGR
Max refresh rate
60Hz
144Hz
G-Sync
Yes
Yes

The photo shows the legibility of small fonts. Ideally, lines should be the same thickness on both light and dark text, with minimal pixel gaps.

Dreame Q100 kann hin und wieder als großer Bildschirm an einen Computer angeschlossen werden, doch als Monitor eignet er sich deutlich weniger. Vor allem gibt der Fernseher chroma 4:4:4 nicht korrekt wieder, sodass farbiger Text und feine Interface-Elemente nicht so scharf und gut lesbar sind, wie sie sein sollten. Bei schwarzer Schrift auf hellem Hintergrund ist es deutlich besser, doch bei normaler Arbeit am Rechner wird diese Einschränkung schnell sichtbar. Hinzu kommt die Bildwiederholfrequenz. Der Q100 kann mit 120 Hz arbeiten, allerdings nur nach Reduzierung der Auflösung auf Full HD. Im nativen 4K bleiben wir bei 60 Hz. Für das gelegentliche Anschließen eines Laptops oder Computers reicht das, als dauerhaften Monitor würden wir ihn jedoch eher nicht empfehlen.

R85H hat auch beim Anschluss an einen Computer einiges zu bieten. In 4K können wir die vollen 144 Hz nutzen, und wenn es uns vor allem auf möglichst viele Bilder pro Sekunde ankommt, lässt sich die Bildwiederholfrequenz beim Wechsel auf Full HD auf bis zu 240 Hz erhöhen. Hinzu kommen Unterstützung für G-Sync und FreeSync sowie eine niedrige Eingabeverzögerung, sodass der R85H beim Gaming problemlos die Rolle eines großen Monitors für Gamer übernehmen kann. Etwas schlechter fällt dagegen die Lesbarkeit von Texten aus. Der Fernseher unterstützt korrekt Chroma 4:4:4, sodass wir theoretisch alles haben, was für eine scharfe Darstellung von Schriften nötig ist. In der Praxis sind bei einigen Schriften jedoch leichte farbige Artefakte zu sehen, besonders bei dunklem Text und kontrastreichen Kanten. Das ist kein Problem, das normales Arbeiten unmöglich macht, aber wenn man nah am Bildschirm sitzt und den R85H hauptsächlich als Monitor für Text verwenden möchte, sollte man das beachten. Zum Spielen am PC eignet er sich deutlich besser.

Viewing angles

2.9/10

4.8/10

Brightness drop at an angle of 45 degrees
70%
80%

Eine der typischen Einschränkungen von VA-Panels sind die Blickwinkel, und der Dreame Q100 ist hier keine Ausnahme. Man muss nur deutlich seitlich sitzen, damit das Bild an Sättigung verliert und die Farben blasser werden. In dieser Hinsicht kommen IPS- oder ADS-Panels deutlich besser zurecht. Es ist allerdings ein Kompromiss: Im Gegenzug bietet ein VA-Panel einen deutlich besseren Kontrast und tiefere Schwarztöne, wenn man direkt vor dem Fernseher sitzt.

Die Blickwinkel beim R85H sind eher akzeptabel und eigentlich ist das auch das Beste, was man über sie sagen kann. Es bleibt ein VA-Panel, und solche Panels sind nicht die beste Wahl, wenn man den Fernseher häufig aus einem größeren seitlichen Blickwinkel betrachtet. Bei seitlicher Betrachtung nimmt der Kontrast ab, und Schwarz wirkt zunehmend grau. Der R85H hat jedoch einen gewissen Vorteil gegenüber klassischen Fernsehern mit VA-Panel. Dank der dreifarbigen RGB-Hintergrundbeleuchtung verlieren die Farben bei seitlicher Betrachtung nicht so schnell an Sättigung, und der Effekt des "Auswaschens" ist etwas weniger ausgeprägt. Wenn man den Fernseher oft in größerer Runde nutzt und ein Teil der Zuschauer weit seitlich sitzt, findet man auf dem Markt Modelle, die damit deutlich besser zurechtkommen.

Daytime performance

4.4/10

7.3/10

Panel finish
Satin
Satin
Reflection suppression
Decent
Good
Black levels during daytime
Good
Good

Panel brightness

Samsung R85H / R86H: 726 cd/m2

Dreame Q100: 282 cd/m2

Der Dreame Q100 ist nicht für sehr helle Räume konzipiert. Etwa 300 Nits Helligkeit reichen nicht aus, damit das Bild in einem stark sonnenbeschienenen Wohnzimmer, besonders tagsüber, gut lesbar bleibt. Auch die satinierte Bildschirmoberfläche verbessert die Lage nicht; sie geht mit direkten Reflexionen nur mäßig um. Bei einer Lampe oder einem Fenster gegenüber dem Fernseher können Reflexionen deutlich sichtbar sein. In einem typischen, mäßig beleuchteten Raum kommt der Q100 gut zurecht, doch für ein wirklich helles Wohnzimmer sollte man ein Gerät mit höherer Helligkeit und besserer Antireflexbeschichtung in Betracht ziehen.

In einem hellen Raum schlägt sich das R85H ganz ordentlich, wobei viel von der Einstellung des lokalen Dimmings abhängt. Für die Tagesnutzung empfehlen wir, es auf Hoch zu stellen, da der Fernseher dann seine Helligkeit deutlich erhöht. Bei großen hellen Flächen erreicht er etwa 600 Nits, auf kleineren Partien kann er sogar bis auf 1000 Nits kommen, wodurch das Bild auch bei stärkerem Licht im Wohnzimmer gut lesbar bleibt. Die satinierte Beschichtung kommt mit Reflexionen gut zurecht und verwandelt den Bildschirm in den meisten Fällen nicht in einen Spiegel, obwohl starke Lichtquellen natürlich weiterhin sichtbar sind.

Man sollte jedoch bedenken, dass die Einstellung Hoch ein aggressiveres Verhalten des lokalen Dimming-Algorithmus bedeutet. Daher empfehlen wir, ihn beim abendlichen Fernsehen auf Niedrig umzuschalten. Der Fernseher leuchtet dann nicht mehr so stark, bewahrt dafür aber die Details in den hellsten Bildbereichen besser, was unserer Ansicht nach nach Einbruch der Dunkelheit deutlich wichtiger ist als maximale Helligkeit.

Lokales Dimming

5%

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

90%

100%

Niedrig

445

485

517

532

537

542

551

556

556

573

556

Panel details

Backlight Type
PFS LED
Mini-LED RGB
Software version during testing
UKN5.251016.064
1204
Image processor
mt5896 2GB

Subpixel Structure:

Panel uniformity and thermal imaging:

Review Dreame Q100 TV Panel details
Review Samsung R85H / R86H TV Panel details

Dreame Q100

Samsung R85H / R86H

TV features

5.2/10

7.3/10

  • System
    Google TV
    Tizen
  • System performance
    Average
    Very good
  • HDMI inputs
    3 x HDMI 2.0, 0 x HDMI 2.1
    0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 48Gbps
  • Other inputs
    RCA (Chinch)
  • Outputs
    SPDIF (Coaxial audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Network Interfaces
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
  • TV reception
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C

Classic features:

  • Recording to USB (terrestrial TV)
    No
    No
  • Recording programming
    No
    No
  • Picture in Picture (PiP)
    No
    No
  • RF remote control (no need to aim)
    Yes
    Yes
  • Backlit remote control
    No
    No
  • Teletext
    Yes
    Yes
  • Audio only mode
    Yes
    Yes
  • Bluetooth headphones support
    Yes
    Yes
  • Simultaneous Bluetooth headphones & TV audio
    No
    Yes

Smart features:

  • AirPlay
    No
    Yes
  • Screen mirroring (Windows Miracast)
    Yes
    Yes
  • Voice search
    Yes
    Yes
  • Voice search in native language
    Yes
    Yes
  • Ability to connect a keyboard and mouse
    Yes
    Yes
Review Dreame Q100 TV features
Review Dreame Q100 TV features
Review Dreame Q100 TV features
Review Dreame Q100 TV features
Review Samsung R85H / R86H TV features
Review Samsung R85H / R86H TV features
Review Samsung R85H / R86H TV features
Review Samsung R85H / R86H TV features

Sound connection options

  • HDMI audio
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Other audio outputs
    AuxiliaryOutput-SPDIF (Coaxial audio), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio)
  • Wireless audio
    Bluetooth
    Bluetooth

Supported audio formats (external HDMI eARC audio):

  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    No
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    No
    Yes
  • DTS:X in DTS-HD MA
    No
    No
  • DTS-HD Master Audio
    No
    No

Senior accessibility

  • Numeric keyboard on TV
    Yes
    No
  • Font size adjustment
    Yes
    Yes
  • Audio description
    Yes
    Yes

Google TV

Der Dreame Q100 verwendet das Google TV-System, sodass man ihm in Sachen App-Zugriff kaum etwas vorwerfen kann. Hier sind alle gängigen Streamingdienste verfügbar, es besteht die Möglichkeit, weitere Apps aus dem Google Play Store zu installieren, und Google-Konten werden unterstützt. Das System bietet damit ähnliche Möglichkeiten wie viele deutlich teurere Fernseher. Während unserer Tests gelang es uns jedoch nicht, eine Verbindung vom iPhone zum Fernseher herzustellen, daher betrachten wir AirPlay bei diesem Modell als nicht verfügbar.

Klassische Funktionen

Für das normale Fernsehen eignet sich der Q100 problemlos, bei zusätzlichen Funktionen ist er jedoch recht schlicht. Es gibt keine Möglichkeit, Sendungen auf USB aufzuzeichnen oder solche Aufnahmen zu planen. Es fehlen auch erweiterte Funktionen, wie sie bei teureren Modellen üblich sind, etwa die gleichzeitige Darstellung von Bildsignalen zweier Tuner oder ein PiP-Modus. Die Fernbedienung ist eher durchschnittlich verarbeitet, doch zum Glück hat der Hersteller eine vollständige Zifferntastatur integriert, was beim klassischen Fernsehen nach wie vor sehr praktisch ist. Positiv hervorzuheben ist hingegen das Vorhandensein analoger Anschlüsse. Der Q100 verfügt zum Beispiel über einen klassischen 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss, den man bei neuen Fernsehern heute immer seltener findet.

Fernsehfunktionen

Wenn der R85H auch für klassisches Fernsehen genutzt werden soll, bietet Samsung hier im Grunde alles, was man von einem zeitgemäßen Modell erwarten kann. Die Senderverwaltung ist komfortabel, der Programmführer übersichtlich, und das Umschalten zwischen Sendern dauert nicht übermäßig lange. Zur Verfügung steht außerdem ein Standardpaket an Tunern sowie die Unterstützung von CI+-Modulen. Schade nur, dass Samsung seit einiger Zeit einige der traditionelleren Funktionen einschränkt, mit denen umfangreiche Fernseher früher punkteten. Man sieht, dass Streaming und das gesamte Smart-TV-Ökosystem für den Hersteller heute deutlich wichtiger geworden sind. So fehlen etwa die Möglichkeit, Fernsehsender auf einen USB-Speicher aufzunehmen, oder die Bild‑in‑Bild-Funktion (PiP).

Smart-TV-Funktionen

Für diesen Bereich ist das bekannte Tizen zuständig. Das System läuft flüssig und bietet Zugriff auf praktisch alle populären VOD-Apps, sodass Netflix, Disney+, Max, Prime Video, YouTube und andere lokale Dienste ohne Probleme verfügbar sind. Die Oberfläche ist recht umfangreich und erfordert anfangs etwas Eingewöhnung, danach ist die Navigation aber sehr komfortabel. Samsung entwickelt auch Funktionen, die über das reine Ansehen von Filmen und Serien hinausgehen. SmartThings ermöglicht, den R85H mit Smart-Home-Geräten zu verbinden und diese direkt vom Bildschirm aus zu steuern. Es gibt AirPlay, die Bildübertragung vom Smartphone, sowie Multi View, wenn man zwei verschiedene Quellen nebeneinander anzeigen möchte. In puncto Möglichkeiten lässt sich dem System also kaum etwas vorwerfen.

Apps

9.6/10

9.3/10

OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
OK
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
OK
Kodi
No
Apple_music
OK
Eleven_sports
No
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
No
Amazon Luna
OK
Boosteroid
OK
Steam Link
OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
No
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
OK
Apple_music
OK
Eleven_sports
OK
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
OK
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link

Playing files from USB

8.9/10

9.1/10

Supported photo formats:

JPEG
Yes
Yes
HEIC
No
No
PNG
Yes
Yes
GIF
Yes
No
WebP
No
No
TIFF
No
No
BMP
Yes
Yes
SVG
No
No

Maximum photo resolution:

4 Mpix
Yes
Yes
6 Mpix
Yes
Yes
8 Mpix
Yes
Yes
10 Mpix
Yes
Yes
12 Mpix
Yes
Yes
16 Mpix
Yes
Yes
20 Mpix
Yes
Yes
24 Mpix
Yes
Yes
28 Mpix
Yes
Yes
32 Mpix
Yes
Yes

Dreame Q100 kommt sehr gut mit der Wiedergabe von Dateien von USB-Speicher zurecht. Während der Tests spielte er ohne größere Probleme die meisten gängigen Video- und Audioformate ab. Einschränkungen betreffen nur Untertitel. Der Fernseher wollte einige Formate wie .SUB oder .TXT nicht wiedergeben.

Der integrierte Mediaplayer kommt mit den meisten gängigen Video-, Audio- und Fotoformaten zurecht. Das Menü läuft flüssig, und die Miniaturansichten werden ohne Verzögerung geladen, selbst in Verzeichnissen mit Hunderten von Dateien. Bei Fotos lassen sich JPEG-, PNG- oder BMP-Dateien problemlos in hoher Auflösung öffnen, obwohl die Liste der unterstützten Formate Lücken aufweist. Am meisten stört das Fehlen der Unterstützung für HEIC (iPhone-Fotos) sowie für eher Nischenformate wie WebP, GIF oder TIFF. Für eine klassische Diashow mit Urlaubsfotos ist der Player jedoch vollkommen ausreichend.

Sound

5/10

7.1/10

  • Maximum volume
    87dB
    89dB
  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    Yes
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    No
    No
  • DTS-HD Master Audio
    No
    No

Der Klang des Dreame Q100 ist einfach durchschnittlich. Besonders der Bass fehlt, sodass das Gesamtbild ziemlich flach wirkt und kein ausgeprägtes Raumgefühl vermittelt. Zum Glück treten selbst bei höheren Lautstärken keine unangenehmen Knack- oder Pfeifgeräusche auf, und Kunststoffteile des Gehäuses resonieren nicht. Positiv ist die Unterstützung von Dolby Atmos, auch wenn die Lautsprecher des Fernsehers die Möglichkeiten dieses Formats nicht wirklich entfalten können. Wer Wert auf besseren Raumklang legt, kommt wohl kaum ohne Soundbar oder Heimkinosystem aus.

Die Audio-Sektion des R85H ist eine Kopie der Lösungen des Modells QN80H. Hier haben wir dasselbe 2.0-Stereo-Set mit 30 W Leistung, das problemlos für die Verständlichkeit von Dialogen in Nachrichtensendungen oder Serien sorgt, obwohl es sich für Kinofilme definitiv lohnt, eine Soundbar nachzukaufen. Mit an Bord sind Dolby Atmos-Unterstützung, die Q-Symphony-Technologie (zum Koppeln mit Samsung-Soundbars) sowie der Modus „Fußball AI“. Letzterer erlaubt es per Reglern, die Stimme des Kommentators gegenüber dem Stadionjubel anzuheben oder nahezu vollständig auszublenden, und obwohl der Algorithmus gelegentlich schwächelt, kann er für Fans eine tolle Ergänzung sein.

Sound Quality Test

Acoustic Measurements

87dBC (Max)

75dBC

89dBC (Max)

75dBC

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