Dreame Q100 vs LG OLED C6 (WOLED)

Direct comparison

Q100

C6 / C64 / C6E / C6H / C61

Info

Available screen sizes: 43”55”

Available screen sizes: 42”48”55”65”

Panel type: LCD VA

Resolution: 3840x2160

System: Google TV

Model year: 2026

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Panel type: WRGB OLED

Resolution: 3840x2160

System: WebOS

Model year: 2026

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Overall rating

5.6

8.3

  • Movies and series in UHD quality

    5.8

    8.4

  • Classic TV, YouTube

    5.4

    8.8

  • Sports broadcasts (TV and apps)

    4.6

    8.6

  • Gaming on console

    7.0

    9.4

  • TV as a computer monitor

    4.0

    8.6

  • Watching in bright light

    4.4

    6.6

  • Utility functions

    5.2

    8.4

  • Apps

    9.6

    9.1

  • Sound quality

    5.0

    7.0

Advantages

  • Google TV mit vielen Apps

  • Unterstützung für Dolby Vision

  • Breiter Farbraum, QLED PFS-Filter

  • Guter Kontrast des VA-Panels

  • Gute Tonwertabstufungen

  • Gaming-Funktionen: VRR und ALLM

  • 120 Hz in Full HD

  • Game Bar

  • Geringer Input-Lag

  • Perfektes Schwarz und OLED-Kontrast

  • Sehr hohe HDR-Helligkeit, bis zu ca. 1500 Nits

  • Hervorragende Bildqualität bei HDR-Filmen und Dolby Vision

  • Sehr gute Bildverarbeitung und Upscaling

  • 165-Hz-Panel und praktisch keine Bewegungsunschärfe

  • Großartiges Paket für Gamer: VRR, G-Sync, HGiG, Dolby Vision Gaming

  • Sehr niedrige Eingabeverzögerung, ca. 5 ms bei 120 Hz

  • Weite Blickwinkel

  • Intuitives und modernes WebOS

  • Bequeme Bedienung per Magic-Fernbedienung mit Gyroskop

Disadvantages

No like
  • Geringe Helligkeit, ca. 300 cd/m²

  • Schwacher HDR-Effekt

  • Durchschnittliche Bildverarbeitung

  • Kein AirPlay

  • Durchschnittlicher Klang

  • Unterschiedliche Ausführungen der Fernbedienung je nach C6‑Variante, deshalb ist vor dem Kauf schwer vorherzusagen, welche Magic Remote im Lieferumfang enthalten ist

  • Sichtbares Körnen (Dithering) in dunklen Bereichen, aus geringer Entfernung erkennbar

  • Nur durchschnittliche Reflexminderung, in einem sehr hellen Wohnzimmer können starke Spiegelungen auftreten

  • Keine Unterstützung für DTS:X, für dieses Format wird ein externer AV‑Receiver oder Player benötigt

Our verdict

Der Dreame Q100 ist das Basismodell im Angebot des Herstellers, und schon sein Preis lässt erahnen, was man von ihm erwarten kann. Er versucht nicht, mit Bildqualität zu punkten. Seine Stärken liegen woanders: Er bietet Google TV, überraschend viele Funktionen für Spieler und kostet vergleichsweise wenig. Bildtechnisch schlägt sich der Q100 ähnlich wie viele andere Fernseher in dieser Preisklasse. Ein VA-Panel sorgt für ordentlichen Kontrast, die Farben sind dank des QLED-Filters (PFS) recht ordentlich, aber rund 300 Nits Helligkeit reichen schnell nicht aus. Vor allem bei HDR, wo ihm einfach die Leuchtkraft fehlt. Gut, dass Dreame nicht auf Dolby Vision verzichtet hat, denn gerade bei so einem Fernseher ist dieses Format wirklich nützlich. Filme und Serien von Streaming-Plattformen sind besser an die Möglichkeiten des Bildschirms angepasst und können so ziemlich gut aussehen. Der Q100 macht also vor allem dann Sinn, wenn man einen preiswerten Fernseher für normales Fernsehen, Netflix, YouTube oder den gelegentlichen Anschluss einer Konsole sucht. Bei der Bildqualität gibt es keine großen Überraschungen, aber das darf man bei einem der günstigsten Modelle im Sortiment auch kaum erwarten. Für Dreames ersten Vorstoß in dieses Marktsegment ist der Q100 ein ziemlich interessanter Anfang. Zumal der Markenname noch vor kurzer Zeit eher mit Staubsaugern als mit Fernsehern in Verbindung gebracht wurde.

Der LG C6 ist eine sehr gelungene Weiterentwicklung eines der beliebtesten OLEDs auf dem Markt. Der Fernseher selbst hat sich im Vergleich zum letztjährigen C5 nicht grundlegend verändert – das Design ist sehr ähnlich, webOS bietet vergleichbare Möglichkeiten, und Spieler erhalten erneut im Grunde alles, was man von einem modernen Fernseher erwartet. Man kann ihm das kaum vorwerfen, schließlich war der C5 in dieser Hinsicht bereits ein sehr komplettes Gerät. Die wichtigste Änderung betrifft daher genau den Bereich, in dem noch Verbesserungsbedarf bestand, nämlich das Panel. Das neue WOLED-Panel ist deutlich heller, rund 1500 Nits im HDR sorgen dafür, dass sich der C6 immer weniger als bloßer „Durchschnitts-OLED“ behandeln lässt. HDR-Filme wirken sehr eindrucksvoll, Schwarz bleibt perfekt, die Farben sind sehr gut, und der neue Prozessor, derselbe wie im Flaggschiff G6, meistert Skalierung und Material geringerer Qualität hervorragend. Hinzu kommt ein wirklich starkes Paket für Spieler. 165 Hz am PC, VRR, G-Sync und eine sehr geringe Eingabeverzögerung sorgen dafür, dass man hier genauso gut eine Konsole wie einen leistungsstarken PC anschließen kann. Auch tagsüber schlägt sich der C6 besser als frühere Generationen, wobei es bei einem sehr hellen Wohnzimmer natürlich weiterhin noch hellere Fernseher auf dem Markt gibt. Und gerade wegen dieser Vielseitigkeit mögen wir die C‑Serie am meisten. Der C6 versucht nicht, in jeder Kategorie der Beste zu sein, macht aber in praktisch keiner eine schlechte Figur. Er eignet sich fürs Heimkino, für Sport, zum Spielen, für normales Fernsehen und für tägliches Streaming. Wenn sein Preis nach der Markteinführung wie bei den Vorgängergenerationen zu fallen beginnt, könnte er einer der interessantesten OLEDs sein, die man 2026 kaufen kann.

TV appearance

HDMI inputs
3 x HDMI 2.0, 0 x HDMI 2.1
0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps)
Other inputs
RCA (Chinch)
IR (remote)
Outputs
SPDIF (Coaxial audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Network Interfaces
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality
Good
Premium
Stand type
Legs
Central
Bezel color
Graphite
Silver
Stand
Fixed
Fixed
Accessories
Stand
Stand

Contrast and black detail

5.3/10

10/10

Local dimming function: No

Contrast:

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

4,350:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

3,850:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

4,100:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

4,450:1

Review Dreame Q100 Contrast and black detail

Result

3,400:1

Review LG OLED C6 (WOLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review LG OLED C6 (WOLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review LG OLED C6 (WOLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review LG OLED C6 (WOLED) Contrast and black detail

Result

:1

Review LG OLED C6 (WOLED) Contrast and black detail

Result

:1

Halo effect and black detail visibility:

Check the visibility of bright lights on a dark background. Mini-LEDs often struggle with this. The photo does not compare black levels – that’s what the video below is for.

The video accurately shows differences in contrast and black levels between TVs, as well as potential issues: halo around bright objects or Mini-LED zone operation visible as brightness jumps.

Der Dreame Q100 ist ein einfacher LCD-Fernseher, daher hängen seine Möglichkeiten in Sachen Schwarz und Kontrast vor allem vom Panel ab. Verwendet wird hier ein VA-Panel, das einen nativen Kontrast von etwa 4500:1 erreicht. Für diese Gerätekategorie ist das ein ziemlich gutes Ergebnis. In der Praxis bedeutet das vor allem deutlich satteres Schwarz als bei preislich vergleichbaren Fernsehern mit IPS- oder ADS-Panels. Den Unterschied sieht man besonders abends, wenn dunkle Szenen mehr Tiefe haben und nicht so grau wirken.

Man muss jedoch bedenken, dass der Q100 keine lokale Dimmung hat. Die Hintergrundbeleuchtung arbeitet also durchgehend, ohne die Möglichkeit, bestimmte Bildbereiche abzudunkeln. In einem stark abgedunkelten Raum tendiert das Schwarz deshalb ins Dunkelblaue und kann bei weitem nicht mit dem mithalten, was bessere Mini-LEDs und erst recht OLEDs diesbezüglich leisten. Das ist jedoch wenig überraschend, denn ähnliche Einschränkungen gelten für die meisten einfachen LCD-Fernseher in dieser Preisklasse.

Wenn es um Schwarz geht, gibt es hier eigentlich nicht viel zu diskutieren. Das LG C6 verwendet ein OLED-Panel, sodass jeder Pixel vollständig abgeschaltet werden kann. Das Ergebnis ist wie erwartet: perfektes Schwarz, sehr hoher Kontrast und keinerlei Aufhellung um helle Bereiche. Das sieht man besonders gut in Nachtszenen, in denen neben einem sehr dunklen Hintergrund einzelne Lampen, Schriftzüge oder andere helle Punkte erscheinen. Das C6 kommt damit problemlos zurecht und vermeidet Einschränkungen, die typisch für Mini-LED-Fernseher mit lokalem Dimming sind. Interessanterweise spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um diese C6-Version oder die teurere Variante mit Tandem-OLED-Panel handelt. Beim reinen Schwarz schneiden beide Fernseher praktisch identisch ab. Unterschiede findet man vor allem bei Helligkeit und Farben.

ACHTUNG: In der Helikopterszene aus dem Film Sicario 2 haben wir Körnigkeit und Flackern in den dunkelsten Bildbereichen festgestellt. Das sieht nach einem Softwarefehler aus, den LG per Update beheben sollte. In der Tandem-OLED-Version ist das Phänomen noch stärker sichtbar, ein ähnliches Verhalten beobachteten wir auch beim Flaggschiff LG G6.

HDR effect quality

4.2/10

7.8/10

Supported formats
HDR10, HDR10+, Dolby Vision
HDR10, Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HLG
Color gamut coverage
DCI P3: 91.2%, Bt.2020: 66.6%
DCI P3: 99.5%, Bt.2020: 75.7%

Luminance measurements in HDR:

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

230 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

252 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

285 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

298 nit

Review Dreame Q100 Brightness measurement

Result

298 nit

Review LG OLED C6 (WOLED) Brightness measurement

Result

1489 nit

Review LG OLED C6 (WOLED) Brightness measurement

Result

1288 nit

Review LG OLED C6 (WOLED) Brightness measurement

Result

1527 nit

Review LG OLED C6 (WOLED) Brightness measurement

Result

1345 nit

Review LG OLED C6 (WOLED) Brightness measurement

Result

649 nit

Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)

Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)

The photos show two HDR10 movies. 'Pan' is one of the brightest productions ever made, while 'Billy Lynn' (soldier) has brightness typical of streaming (Netflix, Prime, HBO MAX). Notice the intensity of effects and detail in whites.

Static HDR10

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

Dynamic: Dolby Vision

Dynamic: Dolby Vision

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

HDR luminance chart:

LG OLED C6 (WOLED)

Dreame Q100

Luminance of RGB colors

Der Dreame Q100 ist leider ein zu einfacher und vor allem zu dunkler Fernseher, um hier von einem echten HDR-Effekt zu sprechen. Unsere Messungen ergaben eine maximale Helligkeit von etwa 300 Nits, also eindeutig zu wenig, damit helle Bildbereiche wirklich stärker durch Licht hervorstechen. Tatsächlich ist das ein Niveau, das wir eher mit SDR-Material als mit HDR in Verbindung bringen. Es fehlt also jene Helligkeitsreserve, die teurere Fernseher bieten und die dafür sorgt, dass Lichtquellen, Reflexionen oder die Sonne deutlich eindrucksvoller wirken.

HDR-Farben

Zum Glück macht der Q100 das an anderer Stelle wieder wett. Der Hersteller bezeichnet ihn als QLED-Fernseher, obwohl in der Praxis die Erweiterung des Farbraums hier durch einen PFS-Filter erfolgt. Die von uns gemessene DCI-P3-Abdeckung liegt bei etwa 92 Prozent, BT.2020 bei rund 67 Prozent. Das sind keine Spitzenwerte, aber immer noch deutlich besser als bei einfachen LCD-Fernsehern ohne zusätzliche Schicht zur Erweiterung des Farbraums. Dadurch können HDR-Inhalte zumindest gesättigtere und differenziertere Farben bieten, selbst wenn die Helligkeit an sich noch nicht von einem vollwertigen HDR-Effekt sprechen lässt.

Der HDR-Eindruck des LG C6 fällt wirklich sehr gut aus. Das neue WOLED-Panel von LG Display brachte vor allem einen deutlichen Anstieg der Helligkeit. Bei unserem Exemplar maßen wir rund 1500 Nits und, wichtig, ähnliche Werte kann der Fernseher auch in vielen normalen Filmszenen erreichen. Dadurch hat HDR hier die nötige Durchschlagskraft. Helle Reflexe, Lampen oder Sonnenlicht können sehr kräftig sein, und die meisten HDR-Filme wirken schlicht sehr eindrucksvoll. Natürlich bleibt es ein OLED, sodass die Helligkeit bei Szenen mit viel Weiß abfällt. Das zeigt gut die fünfte Szene aus dem Film The Meg, in der der C6 etwa 600 bis 700 Nits erreichte. Das ist immer noch ein sehr gutes Ergebnis, zeigt aber auch, dass das neue Panel nicht alle typischen Einschränkungen von OLEDs beseitigt hat.

Farben

Was die Farben angeht, gibt es auch hier kaum etwas zu bemängeln. Der C6 deckt etwa 99 % des DCI-P3-Farbraums und rund 75 % von BT.2020 ab. In der Praxis sind die Farben sehr gesättigt und, was wichtig ist, unabhängig von der Szene stabil. Das ist besonders hervorzuheben, denn nicht jeder Fernseher verhält sich in dieser Hinsicht gleich. Bei einigen RGB-Mini-LED-Modellen kann die Farbsättigung stärker von der Bildhelligkeit abhängen. Eine größere Farbpalette bieten heute vor allem QD-OLED-Fernseher sowie neue SQD-Modelle mit einer neuen Generation von Quantum Dots. Der C6 schneidet hier dennoch sehr gut ab und ist in den meisten Filmszenen in der Lage, entsprechend gesättigte Farben zu erzeugen.

Factory color reproduction

6.5/10

7.8/10

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

Für die Tests wählten wir den Bildmodus „Film“ und unserer Ansicht nach ist das eindeutig die beste der verfügbaren Voreinstellungen. Es gibt hier keine stark aufgedrehten und unnatürlichen Farben, wie man sie etwa im Modus „Lebhaft/Dynamisch“ sehen kann. Das Bild wirkt also von Anfang an ziemlich ausgewogen, auch wenn ihm bis zur Perfektion noch etwas fehlt. Bei SDR-Material fiel vor allem eine leichte Aufwärmung des Bildes auf. Im Weißabgleich war zu viel Rot vorhanden, weshalb Weiß in einen wärmeren Ton tendierte; eine ähnliche Tönung zeigte sich auch in den Graustufen. In HDR sah die Situation etwas anders aus. Hier war Blau leicht dominant, wodurch das Bild ein wenig kühler wirkte. Das sind jedoch keine gravierenden Fehler. Für einen so günstigen Fernseher sind die Werkseinstellungen unseres Exemplars ganz ordentlich, und bereits der Modus „Film“ liefert ein relativ natürliches Bild, ohne dass man viel an den Einstellungen herumprobieren muss.

Schon nach dem Auspacken ist der LG C6 ziemlich gut eingestellt, besonders wenn man den Filmmaker-Modus wählt. Bei SDR-Inhalten ist der Weißabgleich ordentlich, obwohl bei steigender Helligkeit leicht Rot fehlt. Das Bild wirkt dadurch etwas kühler, aber der Unterschied ist nicht so groß, dass er beim normalen Fernsehen stark auffällt. Mehr passiert in der reinen Helligkeitscharakteristik. Die Gamma-Kurve ist etwas zu niedrig und statt beim Wert 2,4 zu liegen, befindet sie sich über einen großen Teil des Bereichs näher bei 2,1 und 2,2. In der Praxis hellt der C6 die Mitteltöne leicht auf. Schatten werden dadurch besser lesbar, aber das Bild verliert etwas an Tiefe verglichen damit, wie es in einem abgedunkelten Raum aussehen sollte.

Bei HDR ist die Situation etwas interessanter. Der Beginn der Graustufenskala fällt sehr gut aus, doch ab etwa 20 bis 30 % Helligkeit beginnt der Weißabgleich zunehmend auseinanderzulaufen. Mit steigender Helligkeit nimmt der Rotanteil zu, während Blau spürbar fehlt. In den hellsten Bereichen ist der Unterschied bereits deutlich und wirkt sich auch auf die Wiedergabe mancher Farben aus. Die EOTF-Kennlinie wird dagegen über den Großteil des Bereichs recht gut eingehalten. Der C6 neigt lediglich dazu, das Bild leicht aufzuhellen, wie wir bereits in unseren Filmvergleichen gesehen haben. Die größte Abweichung tritt in den sehr hellen Partien auf, wo der Fernseher das Signal an die Möglichkeiten des Panels anpasst.

Der werkseitige Filmmaker-Modus im HDR ist also nicht perfekt, aber insgesamt gut. Am meisten Verbesserungsbedarf besteht beim Weißabgleich, insbesondere bei hoher Helligkeit.

Color reproduction after calibration

7/10

9.1/10

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

Entgegen dem Anschein ist der Dreame Q100 recht gut auf die Kalibrierung des Bildes vorbereitet. Im Menü findet man viele umfangreiche Bildeinstellungen, die es erlauben, seine Charakteristik recht präzise zu korrigieren. In unserem Fall erforderte der Weißabgleich die meiste Arbeit, sowohl in SDR als auch in HDR. Nach der Korrektur wirkten SDR-Inhalte sehr gut. Es gelang, praktisch einen neutralen Weißabgleich und natürliche Farben zu erreichen; die Hauptbegrenzung blieb jedoch das Schwarz an sich, bedingt durch den Aufbau des Panels und das Fehlen einer lokalen Dimmung.

Auch in HDR ließ sich der Weißabgleich und die Farbwiedergabe verbessern, doch hier treten die Grenzen der TV-Elektronik schneller zutage. Selbst nach sehr genauer Einstellung der EOTF-Kurve hält sich der Q100 nicht immer korrekt daran, wenn reale Szenen wiedergegeben werden. Bei einigen Inhalten hellt er das Bild zusätzlich auf, sodass bestimmte Stellen heller erscheinen, als sie sollten, und in hellen Bereichen dabei teilweise Details verloren gehen können.

LG-Fernseher lassen sich seit Jahren sehr gut kalibrieren, und das C6 bildet da keine Ausnahme. Nach der Korrektur ließ sich der Weißabgleich praktisch mustergültig einstellen, und die meisten Farbfehler sanken auf Werte unter 3, oft sogar gegen 2. In der Praxis bedeutet das eine sehr genaue Farbwiedergabe, sowohl in SDR als auch in HDR. Eine Auffälligkeit trat erst bei der Helligkeitscharakteristik in HDR zutage. Im klassischen EOTF-Diagramm sieht alles nahezu perfekt aus, und auf den ersten Blick wäre kaum etwas auszusetzen. Erst als wir das Verhalten des Fernsehers mit Filtern gemessen haben, die auf realen Filmszenen basieren, zeigte sich, dass das C6 dazu neigt, die Bildhelligkeit leicht künstlich anzuheben.

Das ist kein großer Unterschied und wird von vielen sogar als positiv empfunden, weil HDR dadurch etwas spektakulärer wirkt. Aus Sicht der Übereinstimmung mit dem Quellmaterial ist dieses Verhalten jedoch nicht ideal. Einige Szenen sind einfach ein wenig heller, als es der Filmemacher vorgesehen hat. Interessanterweise ist das für LG ziemlich ungewöhnlich. In früheren Generationen hielten sich die Fernseher dieser Marke nach der Kalibrierung in der Regel sehr genau an die Referenzcharakteristik des Bildes. Beim C6 liegen wir weiterhin sehr nah am Referenzwert, doch dieser leichte „Boost“ der Helligkeit ist in Filmen und Serien tatsächlich bemerkbar.

Smoothness of tonal transitions

9/10

7/10

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

Dreame Q100 kommt mit der Geschmeidigkeit der Tonwertübergänge sehr gut zurecht. In den meisten Szenen sind Verläufe glatt, und die Übergänge zwischen helleren und dunkleren Nuancen wirken natürlich, ohne deutliche Streifenbildung oder Posterisierung. Kleine Unzulänglichkeiten treten erst in sehr anspruchsvollen Szenen auf, doch das sind Situationen, mit denen auch deutlich teurere Fernseher Schwierigkeiten haben können. Insgesamt schneidet der Q100 diesbezüglich wirklich gut ab.

Der LG C6 meistert Tonwertübergänge sehr gut. In den meisten Filmszenen waren deutliche Banding-Probleme kaum zu erkennen. Sowohl in dunklen Bildpartien als auch in hellen Verläufen bleiben die Farben relativ glatt und zerfallen nicht in sichtbare Bänder. Das ist eine sehr gute Nachricht, denn WOLED-Panels schnitten in dieser Hinsicht nicht immer ideal ab. Beim C6 ist es jedoch deutlich besser, und beim normalen Betrachten sollte dieses Bildmerkmal nicht weiter auffallen.

Hinweis: Ein Nachteil ist hingegen das in Schwarzbereichen sichtbare Dithering. Aus nächster Nähe lässt sich ein leichtes Flimmern und eine Körnigkeit der dunkelsten Bildbereiche feststellen. Es ist nicht so ausgeprägt wie bei der Version mit Tandem-OLED-Panel, tritt aber weiterhin auf, weshalb wir dem C6 in dieser Kategorie einige Punkte abgezogen haben.

Image scaling and smoothness of tonal transitions

3/10

8.5/10

Image without overscan on the SD signal
No
OK
Smooth transition function
No
OK

Smooth transition function

The match photo shows how the TV smooths weak tonal transitions in low-quality video.

Image scaling SD (576i)

The model photo shows how it handles upscaling of SD material.

Der schwächste Punkt des Dreame Q100 ist seine digitale Bildverarbeitung. Der eingesetzte Prozessor kommt bei der Aufwertung minderwertiger Inhalte recht durchschnittlich zurecht, und im Menü findet sich keine Funktion, die unschöne tonale Übergänge effektiv glättet oder sichtbare Posterisierung verringert. Auch das Upscaling überzeugt nicht besonders. Bei niedrig aufgelösten Quellen wirkt das Bild recht weich und es mangelt ihm an detailreicher Wiedergabe. Zudem neigt der Q100 zu Overscan, also zu einer leichten Abschneidung der Bildränder bei sehr schwachen Quellen, etwa bei 480p-Material. Beim alltäglichen Betrachten von HD- oder 4K-Inhalten ist das kein großes Problem, bei älteren Aufnahmen werden die Grenzen des Prozessors jedoch deutlich sichtbar.

Hier hat der LG C6 einen großen Schritt nach vorn gemacht. Der Fernseher nutzt denselben Prozessor wie das Flaggschiff G6, und in puncto Bildverarbeitung sind beide Modelle einander sehr ähnlich. Das ist ein großer Pluspunkt, denn gerade in diesem Bereich schlägt sich der diesjährige LG-Prozessor hervorragend. Besonders gut arbeitet die Funktion „Flüssige Gradation”. Bei stark komprimierten Inhalten kann sie unschöne Tonwertübergänge und Artefakte effektiv verbergen, die etwa bei Streaming in niedrigerer Qualität häufig auftreten. Am besten lässt man sie auf der Einstellung „Niedrig”. Dann ist die Verbesserung deutlich, und der Fernseher beginnt noch nicht, feine Details zu verwischen. Höhere Stufen glätten das Bild stärker, können aber bereits einen Teil der natürlichen Textur von Objekten auf dem Bildschirm nehmen. Auch das Upscaling selbst fällt sehr gut aus. Inhalte mit niedrigerer Auflösung werden korrekt geschärft, Kanten wirken sauber, und der Prozessor rekonstruiert recht effektiv feine Details. In dieser Hinsicht kommt der C6 den besten LG-Fernsehern bereits sehr nahe, und die Unterschiede zum G6 sind gering.

Blur and motion smoothness

4.6/10

8.5/10

Maximum refresh rate of the panel
60Hz
165Hz
Film motion smoothing option
OK
OK
Blur reduction option
No
OK
BFI function 60Hz
No
Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz
No
-
Brightness drop with BFI
-%
49%

Blur (native resolution, maximum refresh rate):

Blur (BFI function enabled):

Image flickers in this mode

Blur (1080p@120Hz):

Blur (4K@165Hz):

Das im Dreame Q100 eingesetzte VA-Panel hat eine native Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, weshalb es von vornherein nicht als Fernseher für besonders anspruchsvolle Sport- oder Gaming-Fans konzipiert ist. Der Hersteller weist zwar auf eine 120-Hz-Betriebsoption hin, die tatsächlich verfügbar ist, jedoch betrifft sie vor allem den für Spieler vorgesehenen Modus. Im Alltag sollte der Q100 daher als klassischer 60-Hz-Fernseher betrachtet werden. Bei dynamischen Sportübertragungen oder schnellen Spielen bedeutet das eine weniger flüssige Darstellung als bei Modellen mit einem 120-Hz-Panel oder höher. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Reaktionszeit des Panels. Das verwendete VA-Panel zeigt keine ausgeprägten Nachzieheffekte, sodass Bewegungen recht gut erkennbar bleiben und hinter Objekten keine starken, verwischten Spuren entstehen. Bei Filmen kann man zusätzlich ein einfaches Bewegungsinterpolationssystem nutzen. Der Hersteller hat mehrere Presets vorbereitet, die das für in 24 Bildern pro Sekunde aufgenommene Material typische Ruckeln reduzieren.

Der LG C6 verfügt über ein Panel mit einer maximalen Bildwiederholfrequenz von 165 Hz, was vor allem für Spieler mit einem leistungsstarken PC eine großartige Nachricht ist. Bei Filmen, Sportübertragungen oder auf Konsolen nutzen wir natürlich maximal 120 Hz, aber selbst dann ist die Bewegungsdarstellung kaum zu beanstanden. Wie bei einem OLED üblich ist die Reaktionszeit des Panels nahezu sofort. Hinter bewegten Objekten bilden sich daher nicht die typischen Nachzieheffekte, die man bei LCD-Fernsehern noch findet. Besonders deutlich wird das bei Sportübertragungen oder schnellen Spielen, wo das Bild selbst bei dynamischer Bewegung sehr sauber bleibt.

Für Filme und Fernsehen hat LG außerdem das Bewegungsinterpolationssystem TruMotion integriert. In den Benutzereinstellungen findet man zwei separate Schieberegler. De-Judder ist vor allem für Inhalte mit niedriger Bildrate zuständig, also hauptsächlich Filme und Serien mit 24 fps. Damit kann man das typische Ruckeln der Bewegung leicht verringern oder einen höheren Wert einstellen, wenn man ein sehr flüssiges Bild wünscht. De-Blur hingegen ist bei Inhalten mit höheren Bildraten nützlich, vor allem bei Sportübertragungen und Fernsehsendungen mit 50/60 fps.

Console compatibility and gaming features

6.3/10

10/10

  • ALLM
    Yes
    Yes
  • VRR
    Yes
    Yes
  • VRR range
    48 - 120Hz
    40 - 165Hz
  • Dolby Vision Game Mode
    Yes
    Yes
  • Correct implementation of HGIG
    No
    Yes
  • 1080p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 1440p@120Hz
    No
    Yes
  • 4K@120Hz
    No
    Yes
  • Game bar
    Yes
    Yes

Der Dreame Q100 ist kein strikt auf Gaming ausgerichtetes Gerät, bietet aber für die Konsole ein durchaus vernünftiges Paket. Er verfügt über VRR zur Eliminierung von Tearing sowie ALLM, das den Fernseher nach Erkennen eines Konsolensignals automatisch in den Niedriglatenzmodus schaltet. Eine interessante Kompromisslösung ist die Unterstützung des 120-Hz-Modus. Das Panel erreicht diese Bildwiederholrate nicht in 4K, aber bei Herunterskalierung auf 1080p kann man mit 120 Bildern pro Sekunde spielen. Wenn in einem Titel die Flüssigkeit wichtiger ist als hohe Auflösung (und das Spiel selbst einen solchen Modus bietet), lohnt sich diese Option. An Bord gibt es außerdem eine praktische Game Bar, mit der sich Bildschirmparameter schnell anpassen, der Bildwiederholmodus umschalten oder ein virtuelles Fadenkreuz einblenden lässt. Es hapert zwar bei der korrekten Implementierung von HGiG, aber Pluspunkte gibt es für die Unterstützung von Dolby Vision Gaming auf der Xbox Series X und S. Das ist kein Panel für technologische Puristen, aber fürs freizeitliche Konsolenspiel, insbesondere mit der Möglichkeit, 4K gegen flüssigeres Full HD zu tauschen, erfüllt es seinen Zweck einwandfrei.

LG setzt seit Jahren stark auf Gamer, und beim C6 fehlt eigentlich nichts Wesentliches. Der Fernseher unterstützt 4K mit 120 Hz von Konsolen, und bei Anschluss eines Computers kann er sogar mit 165 Hz arbeiten. Hinzu kommt VRR im Bereich von 40 bis 165 Hz, ALLM sowie ein korrekt funktionierendes HGiG. Ein großer Vorteil ist auch die Unterstützung von Dolby Vision beim Spielen, sodass die Xbox Series X dieses Format nutzen kann, ohne auf den Spielmodus verzichten zu müssen. Abgerundet wird das Ganze durch die Game Bar, mit der wir die wichtigsten Signalparameter schnell prüfen und Einstellungen ändern können, ohne das Spiel zu verlassen. Was die Ausstattung angeht, gehört der C6 also zu den Fernsehern, an denen man nur schwer größere Kritikpunkte finden kann. Unabhängig davon, ob man auf der PlayStation, der Xbox oder dem PC spielt, ist hier praktisch alles vorhanden, was man von einem modernen Gaming-Fernseher erwarten kann.

Input lag

10/10

9.9/10

SDR

1080p60
13 ms
14 ms
1080p120
9 ms
5 ms
2160p60
13 ms
14 ms
2160p120
5 ms

HDR

2160p60
13 ms
14 ms
2160p120
5 ms
4320p60

Dolby Vision

2160p60 DV
13 ms
22 ms
2160p120 DV
14 ms

Der gemessene Input-Lag ist so gering, dass er beim Spielen kein Problem darstellen sollte. Bei 60 Hz liegt die Verzögerung unter 15 ms, bei 120 Hz sinkt sie unter 10 ms. Diese sehr niedrigen Werte sorgen für ein sehr reaktionsschnelles Spielerlebnis.

Beim Input-Lag schneidet der C6 so ab, wie es ein guter Gaming-Fernseher tun sollte. Bei 120 Hz haben wir etwa 5 ms gemessen, daher ist die Reaktion auf den Controller praktisch sofort. Bei 60 Hz steigt der Wert auf etwa 14 ms, was immer noch gute Werte sind. Etwas höhere Verzögerungen treten bei Dolby Vision auf. Bei 120 Hz sind es etwa 14 ms, bei 60 Hz etwa 22 ms. In der Praxis, wenn man normal auf der Xbox spielt, dürfte das nicht wirklich stören.

Compatibility with PC

4/10

8.6/10

Chroma 444 (max. resolution and refresh rate)
No
Yes
Font clarity
Good
Good
Readability of dark text and shapes
Poor
Very Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate)
13ms
5ms
Matrix subpixel arrangement
BGR
RWBG
Max refresh rate
60Hz
165Hz
G-Sync
Yes
Yes

The photo shows the legibility of small fonts. Ideally, lines should be the same thickness on both light and dark text, with minimal pixel gaps.

Dreame Q100 kann hin und wieder als großer Bildschirm an einen Computer angeschlossen werden, doch als Monitor eignet er sich deutlich weniger. Vor allem gibt der Fernseher chroma 4:4:4 nicht korrekt wieder, sodass farbiger Text und feine Interface-Elemente nicht so scharf und gut lesbar sind, wie sie sein sollten. Bei schwarzer Schrift auf hellem Hintergrund ist es deutlich besser, doch bei normaler Arbeit am Rechner wird diese Einschränkung schnell sichtbar. Hinzu kommt die Bildwiederholfrequenz. Der Q100 kann mit 120 Hz arbeiten, allerdings nur nach Reduzierung der Auflösung auf Full HD. Im nativen 4K bleiben wir bei 60 Hz. Für das gelegentliche Anschließen eines Laptops oder Computers reicht das, als dauerhaften Monitor würden wir ihn jedoch eher nicht empfehlen.

Der C6 funktioniert auch am Computer sehr gut. Der Fernseher unterstützt Chroma 4:4:4 korrekt, sodass Texte, Symbole und andere kleine Systemelemente klar dargestellt werden. Damit lässt er sich nicht nur ohne Probleme zum Spielen nutzen, sondern auch für die normale Arbeit unter Windows. Als Einschränkung bleibt die Vier-Subpixel-Anordnung der Matrix. Wenn man sehr nah am Bildschirm sitzt, kann man an den Kanten mancher Schriftarten feine farbige Ränder erkennen. Das ist jedoch nicht besonders störend und aus normaler Sitzentfernung praktisch nicht mehr sichtbar.

Der C6 hat auch PC-Spielern einiges zu bieten. Am PC lässt sich die volle Bildwiederholfrequenz von 165 Hz nutzen, dazu kommen G-Sync, VRR und ein sehr geringer Input-Lag, der bei maximaler Bildwiederholrate etwa 5 ms beträgt. In Verbindung mit der blitzschnellen Reaktionszeit des OLED-Panels ergibt das ein sehr flüssiges und klares Bild ohne sichtbares Nachziehen. Wenn also jemand vorhat, einen leistungsstarken Rechner an den C6 anzuschließen, kann der Fernseher problemlos als großer Gaming-Monitor dienen und eignet sich gleichzeitig auch recht gut für die normale Arbeit.

Viewing angles

2.9/10

7.4/10

Brightness drop at an angle of 45 degrees
70%
33%

Eine der typischen Einschränkungen von VA-Panels sind die Blickwinkel, und der Dreame Q100 ist hier keine Ausnahme. Man muss nur deutlich seitlich sitzen, damit das Bild an Sättigung verliert und die Farben blasser werden. In dieser Hinsicht kommen IPS- oder ADS-Panels deutlich besser zurecht. Es ist allerdings ein Kompromiss: Im Gegenzug bietet ein VA-Panel einen deutlich besseren Kontrast und tiefere Schwarztöne, wenn man direkt vor dem Fernseher sitzt.

Die Blickwinkel des LG C6 sind sehr gut und gehören eigentlich zu den besten, die man derzeit bei Fernsehern antrifft. Das ist natürlich zum großen Teil dem OLED-Panel selbst zu verdanken. Selbst wenn man deutlich seitlich sitzt, behält das Bild weiterhin einen guten Kontrast, und die Farben verlieren nicht stark an Sättigung. Dadurch eignet sich der C6 sehr gut für ein größeres Wohnzimmer, in dem nicht jeder perfekt frontal vor dem Bildschirm sitzt. Erst bei wirklich großem Betrachtungswinkel lassen sich leichte Farbveränderungen erkennen, doch beim normalen Betrachten ist das kaum als Problem zu werten. In dieser Hinsicht schneiden eigentlich nur die QD-OLED-Panels von Samsung Display noch besser ab.

Daytime performance

4.4/10

6.6/10

Panel finish
Satin
Glare
Reflection suppression
Decent
Decent
Black levels during daytime
Good
Very Good

Panel brightness

LG OLED C6 (WOLED): 469 cd/m2

Dreame Q100: 282 cd/m2

Der Dreame Q100 ist nicht für sehr helle Räume konzipiert. Etwa 300 Nits Helligkeit reichen nicht aus, damit das Bild in einem stark sonnenbeschienenen Wohnzimmer, besonders tagsüber, gut lesbar bleibt. Auch die satinierte Bildschirmoberfläche verbessert die Lage nicht; sie geht mit direkten Reflexionen nur mäßig um. Bei einer Lampe oder einem Fenster gegenüber dem Fernseher können Reflexionen deutlich sichtbar sein. In einem typischen, mäßig beleuchteten Raum kommt der Q100 gut zurecht, doch für ein wirklich helles Wohnzimmer sollte man ein Gerät mit höherer Helligkeit und besserer Antireflexbeschichtung in Betracht ziehen.

Das LG C6 hat ein glänzendes Panel, das mit direkten Reflexionen ziemlich gut zurechtkommt, sie aber nicht vollständig beseitigt. Wenn sich gegenüber dem Fernseher ein großes Fenster oder eine starke Lampe befindet, bleibt deren Spiegelung weiterhin sichtbar. Auf der anderen Seite hält das Display Schwarz in einem beleuchteten Raum gut und selbst tagsüber wirkt das Bild nicht grau oder ausgewaschen. Außerdem ist das C6 auch im SDR-Betrieb recht hell. Bei typischen Inhalten haben wir etwa 470 Nits gemessen, sodass es sich in den meisten Wohnzimmern tagsüber ohne größere Probleme bewähren sollte. Die Helligkeit fällt stärker erst dann ab, wenn ein großer Teil des Bildschirms von Weiß eingenommen wird. Das ist weiterhin eine der typischen Eigenschaften von OLEDs, und bei sehr hellen Inhalten, etwa Wintersportübertragungen, wird das bereits sichtbar. Insgesamt eignet sich das C6 gut für ein normal beleuchtetes Wohnzimmer. Wenn der Fernseher jedoch direkt gegenüber riesigen Fenstern stehen und den Großteil des Tages gegen starke Sonneneinstrahlung ankämpfen soll, ist ein helles Mini-LED weiterhin die bessere Wahl.

Panel details

Backlight Type
PFS LED
WRGB OLED
Software version during testing
UKN5.251016.064
43.11.77
Image processor
mt5896 2GB

Subpixel Structure:

Panel uniformity and thermal imaging:

Review Dreame Q100 TV Panel details
Review LG OLED C6 (WOLED) TV Panel details

Dreame Q100

LG OLED C6 (WOLED)

TV features

5.2/10

8.4/10

  • System
    Google TV
    WebOS
  • System performance
    Average
    Very good
  • HDMI inputs
    3 x HDMI 2.0, 0 x HDMI 2.1
    0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 48Gbps
  • Other inputs
    RCA (Chinch)
    IR (remote)
  • Outputs
    SPDIF (Coaxial audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Network Interfaces
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
  • TV reception
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C

Classic features:

  • Recording to USB (terrestrial TV)
    No
    Yes
  • Recording programming
    No
    Yes
  • Picture in Picture (PiP)
    No
    No
  • RF remote control (no need to aim)
    Yes
    Yes
  • Backlit remote control
    No
    No
  • Teletext
    Yes
    Yes
  • Audio only mode
    Yes
    Yes
  • Bluetooth headphones support
    Yes
    Yes
  • Simultaneous Bluetooth headphones & TV audio
    No
    Yes

Smart features:

  • AirPlay
    No
    Yes
  • Screen mirroring (Windows Miracast)
    Yes
    Yes
  • Voice search
    Yes
    Yes
  • Voice search in native language
    Yes
    Yes
  • Ability to connect a keyboard and mouse
    Yes
    Yes
Review Dreame Q100 TV features
Review Dreame Q100 TV features
Review Dreame Q100 TV features
Review Dreame Q100 TV features
Review LG OLED C6 (WOLED) TV features
Review LG OLED C6 (WOLED) TV features
Review LG OLED C6 (WOLED) TV features
Review LG OLED C6 (WOLED) TV features

Sound connection options

  • HDMI audio
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Other audio outputs
    AuxiliaryOutput-SPDIF (Coaxial audio), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio)
  • Wireless audio
    Bluetooth
    Bluetooth

Supported audio formats (external HDMI eARC audio):

  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    No
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    No
    Yes
  • DTS:X in DTS-HD MA
    No
    No
  • DTS-HD Master Audio
    No
    No

Senior accessibility

  • Numeric keyboard on TV
    Yes
    No
  • Font size adjustment
    Yes
    No
  • Audio description
    Yes
    Yes

Google TV

Der Dreame Q100 verwendet das Google TV-System, sodass man ihm in Sachen App-Zugriff kaum etwas vorwerfen kann. Hier sind alle gängigen Streamingdienste verfügbar, es besteht die Möglichkeit, weitere Apps aus dem Google Play Store zu installieren, und Google-Konten werden unterstützt. Das System bietet damit ähnliche Möglichkeiten wie viele deutlich teurere Fernseher. Während unserer Tests gelang es uns jedoch nicht, eine Verbindung vom iPhone zum Fernseher herzustellen, daher betrachten wir AirPlay bei diesem Modell als nicht verfügbar.

Klassische Funktionen

Für das normale Fernsehen eignet sich der Q100 problemlos, bei zusätzlichen Funktionen ist er jedoch recht schlicht. Es gibt keine Möglichkeit, Sendungen auf USB aufzuzeichnen oder solche Aufnahmen zu planen. Es fehlen auch erweiterte Funktionen, wie sie bei teureren Modellen üblich sind, etwa die gleichzeitige Darstellung von Bildsignalen zweier Tuner oder ein PiP-Modus. Die Fernbedienung ist eher durchschnittlich verarbeitet, doch zum Glück hat der Hersteller eine vollständige Zifferntastatur integriert, was beim klassischen Fernsehen nach wie vor sehr praktisch ist. Positiv hervorzuheben ist hingegen das Vorhandensein analoger Anschlüsse. Der Q100 verfügt zum Beispiel über einen klassischen 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss, den man bei neuen Fernsehern heute immer seltener findet.

Smart-TV – webOS

Egal, auf welche C6-Version man trifft, der Funktionsumfang bleibt derselbe. Das Herz des Fernsehers ist natürlich webOS, das LG seit Jahren weiterentwickelt. Es läuft schnell, ist gut optimiert und bietet vor allem Zugriff auf praktisch alle bekannten Apps. Netflix, Disney+, Prime Video, YouTube, Max oder andere Streamingdienste – in dieser Hinsicht findet man kaum Lücken. Das System selbst bietet zudem viele Zusatzfunktionen. Es gibt AirPlay, einfache Bildübertragung vom Smartphone, Steuerung von Smart-Home-Geräten und die Möglichkeit, den Startbildschirm zu personalisieren. LG hat webOS über mehrere Generationen stark ausgebaut, und mitunter kann die Anzahl verfügbarer Reiter und Empfehlungen ein wenig überwältigen (insbesondere mit Werbung im Hintergrund). Nach einer Eingewöhnung ist das System jedoch komfortabel und vor allem zuverlässig in der Bedienung.

Klassische TV-Funktionen

Der C6 macht auch eine sehr gute Figur, wenn man ihn wie einen normalen Fernseher und nicht nur als Netflix-Bildschirm nutzen will. Empfang von terrestrischem Fernsehen, Programmführer oder das Umschalten der Sender funktionieren reibungslos und lassen kaum Wünsche offen. LG bietet weiterhin die Möglichkeit, Sendungen auf einen USB-Stick aufzunehmen, sodass die klassischen Funktionen insgesamt sehr umfangreich sind. Eigentlich fehlen uns hier nur zwei Dinge. Erstens die PiP-Funktion, also die gleichzeitige Anzeige von zwei Bildquellen. Zweitens eine Hintergrundbeleuchtung der Fernbedienung, die besonders beim abendlichen Fernsehen nützlich wäre. Abgesehen davon hat der C6 eigentlich alles, was man von einem modernen Fernseher erwarten kann.

Magic Remote – VERSCHIEDENE VERSIONEN

Beim Kauf des C6 sollte man jedoch auf die Fernbedienung achten, denn hier hat LG für etwas Verwirrung gesorgt. In unseren Tests hatten wir unter anderem die Variante C64, die in großen Handelsketten zu finden ist. Im Lieferumfang war die neue, deutlich kleinere Magic Remote Slim. Sie hat weniger Tasten und wirkt deutlich moderner, behält aber zwei der markantesten Merkmale der LG-Fernbedienungen bei – das Scrollrad und die Cursorsteuerung per Bewegung der Fernbedienung. Unser getesteter C6E war dagegen mit der älteren, größeren Version der Magic Remote ausgestattet. Sie funktioniert im Grunde gleich, hat aber eine klassische numerische Tastatur und deutlich mehr physische Tasten. Sie wirkt weniger modern, für manche Nutzer, vor allem jene, die an klassische Fernbedienungen gewöhnt sind, kann sie jedoch bequemer sein. Es gibt also keine einfache Antwort darauf, welche Fernbedienung besser ist. Die neue ist kleiner, einfacher und deutlich zeitgemäßer, die ältere bietet dafür schnelleren Zugriff auf mehr Funktionen, ohne sich durchs Menü klicken zu müssen. Es ist gut zu wissen, dass je nach C6-Kennzeichnung in der Verpackung die eine oder die andere Variante liegen kann.

Apps

9.6/10

9.1/10

OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
OK
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
OK
Kodi
No
Apple_music
OK
Eleven_sports
No
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
No
Amazon Luna
OK
Boosteroid
OK
Steam Link
OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
OK
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
OK
Apple_music
No
Eleven_sports
OK
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
OK
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link

Playing files from USB

8.9/10

9.1/10

Supported photo formats:

JPEG
Yes
Yes
HEIC
No
Yes
PNG
Yes
Yes
GIF
Yes
No
WebP
No
No
TIFF
No
No
BMP
Yes
Yes
SVG
No
No

Maximum photo resolution:

4 Mpix
Yes
Yes
6 Mpix
Yes
Yes
8 Mpix
Yes
Yes
10 Mpix
Yes
Yes
12 Mpix
Yes
Yes
16 Mpix
Yes
Yes
20 Mpix
Yes
Yes
24 Mpix
Yes
Yes
28 Mpix
Yes
Yes
32 Mpix
Yes
Yes

Dreame Q100 kommt sehr gut mit der Wiedergabe von Dateien von USB-Speicher zurecht. Während der Tests spielte er ohne größere Probleme die meisten gängigen Video- und Audioformate ab. Einschränkungen betreffen nur Untertitel. Der Fernseher wollte einige Formate wie .SUB oder .TXT nicht wiedergeben.

Während unserer Tests kam der Fernseher problemlos mit praktisch allen gängigen Videoformaten zurecht, die wir auf einen USB‑Stick kopiert hatten. Es gab keine Probleme mit hoher Bitrate, Untertiteln oder anspruchsvolleren Dateien, daher gibt es diesbezüglich kaum etwas zu beanstanden. Die einzige Ausnahme waren Inhalte mit DTS‑Tonspur. Das ist jedoch keine Überraschung, denn der Fernseher unterstützt diesen Codec einfach nicht. Außerdem ist der Player so gut, dass die meisten Nutzer problemlos ohne die Installation externer Apps oder das Anschließen eines zusätzlichen Players auskommen.

Sound

5/10

7/10

  • Maximum volume
    87dB
    88dB
  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    Yes
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    No
    No
  • DTS-HD Master Audio
    No
    No

Der Klang des Dreame Q100 ist einfach durchschnittlich. Besonders der Bass fehlt, sodass das Gesamtbild ziemlich flach wirkt und kein ausgeprägtes Raumgefühl vermittelt. Zum Glück treten selbst bei höheren Lautstärken keine unangenehmen Knack- oder Pfeifgeräusche auf, und Kunststoffteile des Gehäuses resonieren nicht. Positiv ist die Unterstützung von Dolby Atmos, auch wenn die Lautsprecher des Fernsehers die Möglichkeiten dieses Formats nicht wirklich entfalten können. Wer Wert auf besseren Raumklang legt, kommt wohl kaum ohne Soundbar oder Heimkinosystem aus.

Was den Klang angeht, hat sich das C6 im Vergleich zum letztjährigen C5 praktisch nicht verändert. Es gibt weiterhin ein 2.2-System mit einer Gesamtleistung von 40 W, also eine etwas solidere Basis als bei vielen Fernsehern mit einfachen 2.0-Systemen mit 20 W. In der Praxis klingt das sehr ordentlich. Dialoge sind gut verständlich, der Klang ist nicht übermäßig flach, und die zusätzlichen Lautsprecher sorgen für etwas mehr Bass als bei vielen Einstiegsgeräten. Natürlich ersetzt das keinen guten Soundbar und schon gar nicht ein Heimkino, aber fürs tägliche Fernsehen ist es völlig ausreichend.

Ein kleiner Rückschritt zeigt sich jedoch bei den Einstellungen selbst. LG hat dieses Jahr einige voreingestellte Klangmodi entfernt, wodurch es etwas schwieriger ist, den Klang an die eigenen Vorlieben anzupassen als bei der Vorgängergeneration. Aus diesem Grund fällt unsere Bewertung minimal niedriger aus, obwohl die Leistungsfähigkeit der Lautsprecher praktisch unverändert geblieben ist. Positiv zu vermerken ist die Unterstützung von Dolby Atmos, dem derzeit beliebtesten Format für räumlichen Ton bei Filmen und Streaming. Weiterhin fehlt jedoch die Unterstützung für DTS, was vor allem für Nutzer relevant sein kann, die eine eigene Filmsammlung auf Discs oder als Dateien nutzen.

Sound Quality Test

Acoustic Measurements

87dBC (Max)

75dBC

88dBC (Max)

75dBC

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