MicroLED gilt seit Jahren als eine der vielversprechendsten Display-Technologien. Derzeit kann es sich allerdings kaum jemand leisten, hunderttausende Zloty für einen Fernseher zu bezahlen. Intel soll angeblich zu Hilfe eilen, seine Zusammenarbeit mit AUO könnte viel verändern.
Intel soll mit einem Display-Hersteller zusammenarbeiten
Laut taiwanesischen Berichten führt Intel Gespräche mit AUO, einem der großen Panel-Hersteller. Die Firmen sollen über eine neue Methode zur Herstellung und zum Verbinden elektronischer Bauteile mit einem Micro-LED-Substrat diskutieren. Intel besitzt bereits ein Patent für eine Technologie mit der Bezeichnung „IC Package with Micro LEDs”. Diese sieht vor, einen Teil des integrierten Schaltkreises direkt in ein Glassubstrat zu platzieren. Eine solche Lösung kann unter anderem darauf abzielen, den Aufbau des Panels zu vereinfachen und die Produktionskosten zu senken. Interessant ist dabei, dass sich die Technologie nicht nur in Fernsehern oder Monitoren anwenden lässt, sondern möglicherweise sogar in der Elektronik.
MicroLED hat viele Vorteile
Die Technologie erinnert in gewisser Weise an OLED. Jeder Pixel kann Licht eigenständig abgeben. Das bedeutet sehr hohen Kontrast und eine hervorragende Kontrolle der Hintergrundbeleuchtung. MicroLED hat jedoch in einigen wichtigen Punkten die Nase vorn. Die Panels können sehr hohe Helligkeiten erreichen. Sie sind außerdem weniger anfällig für Einbrennen als OLEDs. Zudem bieten sie schnelle Reaktionszeiten. Problematisch war bisher der Preis. Aktuell können große MicroLED-Fernseher sogar hunderttausende Zloty kosten.
Werden die Preise fallen?
Die Zusammenarbeit von Intel und AUO könnte dabei helfen, eines der größten Probleme dieser Technologie zu lösen. Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung eines Partnerschaftsabschlusses durch beide Unternehmen. Es ist außerdem unklar, wann mögliche Lösungen in die Massenproduktion gehen würden. Vorläufig bleibt günstiges Micro-LED also Zukunftsmusik. Aber wer weiß, vielleicht erleben wir in dieser Angelegenheit einen Durchbruch.
Quellen: PC Gamer, Economic Daily
Redakcja Choose TV












