SmartTV-Funktionen: Tizen
Wenn es um Smart geht, hat der QN80F einiges zu bieten. Samsung setzt auf Tizen, und man sieht, dass dieses System über Jahre hinweg verfeinert wurde. Alle großen Streaming-Apps sind vorhanden, die Sprachsuche funktioniert, es gibt AirPlay und Miracast, sodass das Übertragen von Inhalten vom Telefon oder Laptop problemlos möglich ist. Am interessantesten ist jedoch, dass der Fernseher in der Lage ist, andere Geräte im Haus in sein Ökosystem einzubinden – über SmartThings und die Unterstützung des Standards Matter können Glühbirnen, Saugroboter oder sogar Geräte anderer Marken angeschlossen werden. In der Praxis wird der QN80F nicht nur zu einem Bildschirm für Filme, sondern auch zu einem praktischen Steuerzentrum für die gesamte Wohnung. Natürlich handelt es sich immer noch um ein geschlossenes System, sodass einige weniger beliebte Apps hier möglicherweise fehlen, aber lassen Sie uns ehrlich sein – für 99 % der Nutzer ist hier alles, was sie brauchen, und sogar mehr.
Klassische Funktionen
Die traditionellen Funktionen des QN80F schneiden ganz gut ab, obwohl einige Dinge fehlen. Positiv ist das PiP, also Bild-in-Bild – eine mittlerweile seltene Funktion, die immer noch sehr praktisch sein kann. Darüber hinaus haben wir EPG, auch Teletext funktioniert nach wie vor und die Bluetooth-Unterstützung, die es einfach macht, Kopfhörer oder Soundbars zu koppeln. Auf der anderen Seite vermisst man die Möglichkeit, auf USB von den integrierten Tunern aufzunehmen, sowie eine Fernbedienung mit klassischer Zifferntastatur. Stattdessen erhält man die für Samsung typische kleine Fernbedienung, die zunächst möglicherweise zu minimalistisch erscheinen kann. Man muss jedoch zugeben, dass dieses unscheinbare Gadget viele Funktionen bietet und andere Geräte wie Satellitenreceiver, Konsolen oder Blu-ray-Player steuern kann, sodass in der Praxis eine Fernbedienung ausreicht, um das gesamte Set im Wohnzimmer zu kontrollieren.
System webOS und Smart-Funktionen
Der Fernseher läuft auf der neuesten Version des webOS-Systems. Obwohl es sich um eine geschlossene Plattform handelt, unterstützt sie absolut alle wichtigen Streaming-Apps auf dem Markt. Sie können hier auch problemlos nützliche Funktionen der drahtlosen Verbindung nutzen, wie z. B. eingebautes Chromecast, AirPlay oder klassisches Screen Mirroring. Das größte Unterscheidungsmerkmal der LG-Plattform bleibt jedoch die geniale Magic-Fernbedienung. Obwohl sie recht kompakt und ohne physische Zifferntastatur ist, macht sie etwas, das die Konkurrenz immer noch nicht nachahmen kann – sie funktioniert wie eine drahtlose Maus. Sie ist mit einem Gyroskop ausgestattet, sodass wir einen intuitiven Cursor über den Bildschirm bewegen können, was das Eingeben von Passwörtern und die Navigation im Menü drastisch beschleunigt. Zusätzlich hat LG einen der besten Sprachassistenten zur Steuerung des Geräts, und die Kombination mit der Magic-Fernbedienung bietet hervorragende Möglichkeiten, sich effizient im System zu bewegen. Das Einzige, was hier stark nerven kann, sind aufdringliche Werbung und gesponserte Kacheln, mit denen LG den Hauptbildschirm des Systems immer mehr vermüllt. Trotzdem ist das Fehlen von Google TV für das G6 kein Nachteil – angesichts der Flüssigkeit des webOS-Betriebs kann man getrost sagen, dass dies sogar ein Vorteil ist.
Funktionen für Traditionalisten
Im Bereich des klassischen Fernsehens schneidet LG G6 ebenfalls hervorragend ab und vergisst die traditionellen Nutzer nicht. Trotz der minimalistischen Fernbedienung gibt es an Bord viele nützliche Lösungen. Der Hersteller hat nicht auf die PVR-Funktion verzichtet, also die Möglichkeit, Programme mit den eingebauten Tunern direkt auf externen USB-Speicher oder Festplatten aufzuzeichnen. Wir haben hier auch eine reibungslos funktionierende TimeShift-Funktion zum Anhalten von Live-TV sowie die Möglichkeit, Aufnahmen zu planen. Diese Funktionen könnten ein Volltreffer während der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft sein, wenn die Spiele spätabends stattfinden und wir sie nicht live anschauen können. Natürlich fehlen auch die Standardfunktionen nicht, wie etwa die Möglichkeit, kabellose Kopfhörer über Bluetooth anzuschließen.