Der Samsung QN95D hat sofort einen ausgezeichneten Eindruck auf uns gemacht. Schon beim Start spürten wir, dass das Tizen-System intuitiv und schnell ist. Der schnelle Zugang zu Streaming-Apps wie PrimeVideo, Netflix oder MAX und die Möglichkeit, sich mit dem SmartThings-Ökosystem zu integrieren, machen die Nutzung des Fernsehers einfach komfortabel. Die Solarfernbedienung ist eine clevere Lösung - umweltfreundlich und praktisch, da sie auch andere Geräte wie einen Decoder (z. B. Canal+) oder eine Soundbar steuern kann. Beim Anschauen von Filmen und Serien bemerkten wir schnell, wie viel die MiniLED-Technologie ausmacht. Dank der präzise arbeitenden Lichtzonen hat das Bild eine unglaubliche Tiefe gewonnen - was durch unsere Kontrasttests bestätigt wurde. Das Schwarz ist wirklich tief, und helle Szenen mit HDR zeichnen sich durch außergewöhnliche Detailgenauigkeit aus, trotz der Abwesenheit von Dolby Vision. Darüber hinaus ermöglicht die hohe Helligkeit in Kombination mit der Anti-Reflex-Beschichtung das bequeme Ansehen, selbst in sonnendurchfluteten Räumen. Als wir auf diesem Fernseher spielten, schätzten wir sofort die geringe Eingangsverzögerung und die Bildflüssigkeit. Das 144 Hz-Panel und die Unterstützung von HDMI 2.1 garantierten dynamisches und responsives Gameplay, unabhängig vom Spiel. All diese Funktionen sorgten dafür, dass jede Spielsitzung pure Freude war, insbesondere bei dynamischen Titeln, bei denen Präzision und das Fehlen von Verzögerungen entscheidend sind. Was das Design angeht - und das ist bei diesem Fernseher erwähnenswert - sieht der QN95D einfach großartig aus. Das schlanke Gehäuse, der robuste zentrale Standfuß und der Ambient Mode, der es ermöglicht, den Bildschirm in die Raumgestaltung zu integrieren, verleihen ihm Eleganz. Die mitgelieferte Kamera ist ein interessantes Zubehör, das bei Videoanrufen oder der Nutzung interaktiver Apps nützlich sein kann - wie zum Beispiel Personal Training über den Daily+-Reiter. Doch bei so, sagen wir mal, teurem Gerät gab es auch ein paar Nachteile. Das Fehlen von Aufnahmefunktionen und die Unterstützung von DTS:X-Audio könnten für Nutzer, die nach dieser Funktion suchen, ein Problem sein. Trotzdem ist der Samsung QN95D ein Fernseher, der außergewöhnliche Bildqualität, Funktionalität und elegantes Design vereint. Die MiniLED-Hintergrundbeleuchtung macht hier einen echten Unterschied, insbesondere wenn uns tiefes Schwarz, hoher Kontrast und hervorragende Helligkeit wichtig sind. Es ist ein Gerät, das sich sowohl für Filmvorführungen, dynamisches Spielen als auch für das tägliche Fernsehen eignet.
Der Philips OLED811 ist ein OLED-Fernseher der Mittelklasse für das Jahr 2026, der sich von seinen größten Konkurrenten vor allem durch eines abhebt: Ambilight. Das Licht, das sich dem Bild anpasst und auf die Wand hinter dem Fernseher abstrahlt, kann die Atmosphäre eines ganzen Filmabends verändern. Besonders am Abend scheint das Bild über die Grenzen des Bildschirms hinauszureichen, wodurch das Fernseherlebnis einen ganz besonderen Reiz erhält. Für manche ist Ambilight lediglich eine angenehme Ergänzung, für andere hingegen Grund genug, sich erneut für einen Fernseher von Philips zu entscheiden.
Die Bildqualität ist weitgehend mit der von Modellen wie dem LG C6 oder dem Samsung S90H vergleichbar – zumindest bei den Varianten, die denselben Paneltyp verwenden. Geboten wird also ein tiefes, perfektes Schwarz, vor dem helle Bildelemente besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen. Der OLED811 kann eine kraftvolle HDR-Darstellung liefern und erreicht nach der Kalibrierung eine Bildqualität, die dem Referenzniveau sehr nahekommt. Einen großen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz gibt es zwar nicht, gleichzeitig entsteht aber auch nicht der Eindruck, dass man sich mit der Wahl eines Philips-Fernsehers zugunsten von Ambilight bei der Bildqualität einschränken müsste.
Auch für Gamer gibt es gegenüber dem Vorjahresmodell einige erfreuliche Verbesserungen. Dank des MediaTek-Pentonic-800-Chipsatzes stehen nun endlich vier HDMI-2.1-Anschlüsse zur Verfügung. Wer mehrere Geräte – beispielsweise Konsolen, einen PC und eine Soundbar – anschließen möchte, muss somit nicht mehr entscheiden, welches davon die volle Leistungsfähigkeit des Anschlusses nutzen darf. Auch das eigentliche Spielerlebnis überzeugt: Der Fernseher reagiert schnell, unterstützt variable Bildwiederholraten und ermöglicht am PC Spiele in 4K mit bis zu 165 Hz. Schade ist lediglich, dass die Möglichkeiten des neuen Prozessors bei der Aufbereitung von Bildmaterial mit geringerer Qualität nicht ebenso gut ausgeschöpft wurden.
Die größten Zweifel weckt jedoch das Betriebssystem. Titan OS hat das beliebte Google TV ersetzt. Obwohl sich die Plattform im vergangenen Jahr deutlich weiterentwickelt hat, fällt es nach wie vor schwer, diesen Wechsel als Verbesserung zu betrachten. Das System läuft inzwischen zwar flüssiger, bietet mehr nützliche Funktionen und umfasst in seiner Bibliothek mittlerweile die meisten bekannten Streamingdienste. Die Auswahl an Apps bleibt jedoch deutlich kleiner als bei Google TV und den Plattformen der Konkurrenz. Unserer Ansicht nach ist dies weiterhin die größte Schwäche des OLED811. Besonders Nutzer weniger verbreiteter Dienste dürften diesen Unterschied deutlich spüren.
Lohnt sich der Kauf? Ja – vorausgesetzt, Titan OS erfüllt die eigenen Anforderungen. In puncto Bildqualität und Gaming-Funktionen bietet der OLED811 ebenso viel wie seine Konkurrenten. Ambilight verleiht ihm jedoch etwas, das bei anderen Herstellern nicht zu finden ist. Philips gibt hier also mit der einen Hand und nimmt mit der anderen: Einerseits sorgt Ambilight für eine einzigartige Atmosphäre beim Fernsehen, andererseits schränkt Titan OS die freie Auswahl an Apps ein. Sind alle regelmäßig genutzten Dienste verfügbar, kann dieser Kompromiss durchaus akzeptabel sein.