Samsung QN85D ist das Basismodell der Neo QLED-Serie für 2024, hinterlässt aber keineswegs den Eindruck eines "Budgetmodells". Es handelt sich um einen Fernseher, der moderne Technologien mit praktischen Smart-Funktionen verbindet. Während der Tests funktionierte das Tizen-System reibungslos, und die Integration in das SmartThings-Ökosystem erleichterte das Anschließen anderer Geräte im Haus. Wenn wir Apple-Geräte verwenden, funktioniert AirPlay einwandfrei, was praktisch ist, sei es beim Anschauen von Fotos oder Videos vom Telefon. Was die Leistung im Alltag angeht, funktioniert er einfach sehr gut. Der Fernseher eignet sich auch für das Sehen in hellen Räumen – seine Helligkeit ist ausreichend, um keine Fenster abdecken zu müssen. Außerdem sieht der stabile zentrale Fuß nicht nur gut aus, er gibt auch genügend Sicherheit, dass das Gerät stabil steht und sicherlich auf vielen kleineren Möbeln Platz findet. Zwar fehlt die Aufnahmefunktion, aber die solarbetriebene Fernbedienung, die Decoder (z. B. Canal+) steuert, und die PiP-Funktion sind praktische Ergänzungen, die jeder zu schätzen weiß, der gerne Zeit mit normalem Fernsehen verbringt. Was das Bild betrifft – schließlich ist das das Wichtigste an einem Fernseher – macht der QN85D einen hervorragenden Eindruck. Das VA-Panel bietet ein sehr gutes Schwarz – besonders wenn man den Fernseher frontal betrachtet. Dank der miniLED-Hintergrundbeleuchtung kann der Fernseher die Beleuchtung besser steuern, was bedeutet, dass viel mehr Details in dunklen Szenen sichtbar sind. Was die Bewegungsflüssigkeit betrifft, so kommt der Fernseher dank der 120 Hz Bildwiederholrate hervorragend zurecht – sowohl Spiele als auch Sportübertragungen genießen größtes Vergnügen. Wenn wir Spiele spielen, wird die niedrige Eingangsverzögerung in Kombination mit dem großartigen Bewegungsinterpolator und dem Gamebar ein großer Vorteil sein – das Spielen wird ein Vergnügen sein. Samsung QN85D ist ein vielseitiger Fernseher, der sowohl beim täglichen Fernsehen als auch bei anspruchsvolleren Filmvorführungen oder beim Spielen auf der Konsole eine gute Figur macht. Obwohl einige Funktionen wie das Aufnehmen fehlen, machen seine Bildqualität, Bewegungsflüssigkeit und Smart-Funktionen diese Mängel mehr als wett. Wenn wir ein modernes, aber preislich erschwingliches Mini-LED-Modell suchen, ist der QN85D eine sehr gute Wahl.
Der LG OLED B6 ist eine sehr gelungene Fortsetzung der B-Serie und zugleich ein Fernseher, der als erster Schritt in Richtung OLED durchaus Sinn macht. Er versucht nicht, in jeder Hinsicht mit den teuersten Modellen zu konkurrieren, zeigt aber in den wichtigsten Punkten genau das, weshalb viele Menschen diese Technologie wählen: perfektes Schwarz, sehr hoher Kontrast und ein Bild, das bei Filmen einfach beeindruckend aussehen kann. Ein großer Anteil daran liegt an der neuen budgetfreundlichen WOLED-Matrix, dem OLED SE. Dank ihr ist der günstigste OLED von LG heute deutlich heller als noch vor einigen Jahren, und rund 800 Nits im HDR sind ein Wert, der beim Schauen wirklich auffällt. Helle Bildinhalte wirken energiegeladener, das Bild kommt in anspruchsvolleren Szenen besser zurecht, und in Kombination mit dem OLED-Schwarz kann das Gesamtbild sehr eindrucksvoll wirken. Besonders gut kommen Filme und Serien von Streaming‑Plattformen zur Geltung, vor allem solche in Dolby Vision. Genau dann nutzt der B6 seine Möglichkeiten am besten und zeigt ein Bild, das für jemanden, der von einem typischen LCD-Fernseher wechselt, einen großen Schritt nach vorne bedeutet.
Es ist allerdings kein Modell ohne Kompromisse. Die größten Vorbehalte haben wir gegenüber dem Umgang des Bildschirms mit Spiegelungen. Das Fehlen eines klassischen Polarisators sorgt dafür, dass der Fernseher deutlich schlechter damit zurechtkommt, wenn er gegenüber einem großen Fenster oder einer starken Lichtquelle steht. Reflexionen sind stärker sichtbar als bei anderen WOLED-Panels, und das Schwarz verliert in einem hellen Raum etwas von seinem Charakter. Unter kontrollierten Bedingungen ist das kein Problem, aber für ein sehr helles Wohnzimmer sollte man den Kauf etwas vorsichtiger angehen. Ein wenig Unzufriedenheit bleibt auch beim Betrieb von webOS. Das System an sich ist nach wie vor sehr gut, bietet eine umfangreiche App‑Bibliothek, die bequeme Fernbedienung Magic Remote und im Grunde alles, was man von einem modernen Smart‑TV erwartet. Das Problem ist, dass es auf dem B6 nicht immer so flüssig läuft, wie es sollte. Man merkt zwischendurch, dass die neue Version des Systems anspruchsvoller und etwas „schwerer“ ist als zuvor.
Trotz dieser Anmerkungen schneidet der LG B6 weiterhin sehr gut ab. Es ist ein Fernseher, der alle wichtigsten Vorteile von OLED bietet und dabei nicht so viel kostet wie die höherpreisigen Serien. Am meisten Sinn macht er, wenn er in einer guten Aktion auftaucht, denn dann kann er einer der interessantesten Kandidaten für alle sein, die in die Welt der OLEDs einsteigen möchten, ohne zu viel zu bezahlen.