Philips PUS8959, auch bekannt unter anderen Bezeichnungen mit dem Kürzel PUS89 (je nach Verkaufsnetz), ist ein Modell aus der beliebten Serie The One. Sein größtes Merkmal ist das Ambilight-System, das weiterhin einen hervorragenden Eindruck hinterlässt. Die dreiseitige Beleuchtung passt sich dem Bild auf dem Bildschirm an und sorgt dafür, dass Filme, Serien oder Spiele buchstäblich über den Fernseher hinausgehen. The One ist auch eine gute Option für Gamer. Das 120-Hz-Display und die niedrige Eingabeverzögerung sorgen dafür, dass Spiele flüssig laufen und die Bewegungen auf dem Bildschirm klar sind. Auf der Konsole haben wir mehrere dynamische Titel getestet, und der Fernseher bewältigte dies problemlos – keine Ruckler oder Verzögerungen. Darüber hinaus ermöglicht die Unterstützung für HGiG eine bessere Wiedergabe der HDR-Effekte in Spielen. Das ist eine großartige Lösung, wenn uns die Übereinstimmung des Bildes mit dem, was die Entwickler geplant haben, wichtig ist. Die Bildqualität ist auf einem guten Niveau, insbesondere tagsüber. Dank einer Helligkeit von 550 Nits meistert The One auch gut beleuchtete Räume, und Dolby Vision in HDR-Filmen liefert lebendige Farben und klare Details. Allerdings hat das ADS-Panel seine Einschränkungen – das Schwarz in dunklen Szenen ähnelt eher einem Grauton, was beim Anschauen in einem abgedunkelten Raum auffällig sein kann. Als wir Filme bei ausgeschaltetem Licht ansehen, fiel das Fehlen von Tiefe im Schwarz etwas ins Auge. Das Betriebssystem Titan OS ist etwas, das noch verbessert werden muss. Es ist schnell, aber die begrenzte Anzahl von Anwendungen, wie das Fehlen von Spotify oder TVN Player, kann frustrierend für diejenigen sein, die an ausgefeiltere Plattformen wie GoogleTV gewöhnt sind. Bei der täglichen Nutzung von Netflix oder YouTube funktioniert es einwandfrei, aber wenn wir auf fortgeschrittene Funktionen hoffen, könnte das System die Erwartungen nicht erfüllen. Insgesamt ist der Philips The One eine gute Wahl in seiner Preisklasse. Das Ambilight-System macht Eindruck und verbessert das Seherlebnis erheblich, insbesondere am Abend. Es ist auch eine solide Option für Gamer, dank der Bildflüssigkeit und der niedrigen Eingabeverzögerung. Obwohl das Schwarz nicht perfekt ist und das Betriebssystem Verbesserungen benötigt, eignet sich der Fernseher gut für den täglichen Gebrauch. Für Fans einzigartiger Lösungen wie Ambilight ist dies ein Vorschlag, der definitiv Aufmerksamkeit verdient.
Der Philips OLED811 ist ein OLED-Fernseher der Mittelklasse für das Jahr 2026, der sich von seinen größten Konkurrenten vor allem durch eines abhebt: Ambilight. Das Licht, das sich dem Bild anpasst und auf die Wand hinter dem Fernseher abstrahlt, kann die Atmosphäre eines ganzen Filmabends verändern. Besonders am Abend scheint das Bild über die Grenzen des Bildschirms hinauszureichen, wodurch das Fernseherlebnis einen ganz besonderen Reiz erhält. Für manche ist Ambilight lediglich eine angenehme Ergänzung, für andere hingegen Grund genug, sich erneut für einen Fernseher von Philips zu entscheiden.
Die Bildqualität ist weitgehend mit der von Modellen wie dem LG C6 oder dem Samsung S90H vergleichbar – zumindest bei den Varianten, die denselben Paneltyp verwenden. Geboten wird also ein tiefes, perfektes Schwarz, vor dem helle Bildelemente besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen. Der OLED811 kann eine kraftvolle HDR-Darstellung liefern und erreicht nach der Kalibrierung eine Bildqualität, die dem Referenzniveau sehr nahekommt. Einen großen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz gibt es zwar nicht, gleichzeitig entsteht aber auch nicht der Eindruck, dass man sich mit der Wahl eines Philips-Fernsehers zugunsten von Ambilight bei der Bildqualität einschränken müsste.
Auch für Gamer gibt es gegenüber dem Vorjahresmodell einige erfreuliche Verbesserungen. Dank des MediaTek-Pentonic-800-Chipsatzes stehen nun endlich vier HDMI-2.1-Anschlüsse zur Verfügung. Wer mehrere Geräte – beispielsweise Konsolen, einen PC und eine Soundbar – anschließen möchte, muss somit nicht mehr entscheiden, welches davon die volle Leistungsfähigkeit des Anschlusses nutzen darf. Auch das eigentliche Spielerlebnis überzeugt: Der Fernseher reagiert schnell, unterstützt variable Bildwiederholraten und ermöglicht am PC Spiele in 4K mit bis zu 165 Hz. Schade ist lediglich, dass die Möglichkeiten des neuen Prozessors bei der Aufbereitung von Bildmaterial mit geringerer Qualität nicht ebenso gut ausgeschöpft wurden.
Die größten Zweifel weckt jedoch das Betriebssystem. Titan OS hat das beliebte Google TV ersetzt. Obwohl sich die Plattform im vergangenen Jahr deutlich weiterentwickelt hat, fällt es nach wie vor schwer, diesen Wechsel als Verbesserung zu betrachten. Das System läuft inzwischen zwar flüssiger, bietet mehr nützliche Funktionen und umfasst in seiner Bibliothek mittlerweile die meisten bekannten Streamingdienste. Die Auswahl an Apps bleibt jedoch deutlich kleiner als bei Google TV und den Plattformen der Konkurrenz. Unserer Ansicht nach ist dies weiterhin die größte Schwäche des OLED811. Besonders Nutzer weniger verbreiteter Dienste dürften diesen Unterschied deutlich spüren.
Lohnt sich der Kauf? Ja – vorausgesetzt, Titan OS erfüllt die eigenen Anforderungen. In puncto Bildqualität und Gaming-Funktionen bietet der OLED811 ebenso viel wie seine Konkurrenten. Ambilight verleiht ihm jedoch etwas, das bei anderen Herstellern nicht zu finden ist. Philips gibt hier also mit der einen Hand und nimmt mit der anderen: Einerseits sorgt Ambilight für eine einzigartige Atmosphäre beim Fernsehen, andererseits schränkt Titan OS die freie Auswahl an Apps ein. Sind alle regelmäßig genutzten Dienste verfügbar, kann dieser Kompromiss durchaus akzeptabel sein.