Philips PUS8359 (IPS) vs Samsung S85H

Direct comparison

PUS8359 / PUS8349

Info

S85H

Available screen sizes: 43”55”65”

Available screen sizes: 48”55”65”77”83”

Panel type: LCD IPS

Resolution: 3840x2160

System: Titan OS

Model year: 2024

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Panel type: WRGB OLED

Resolution: 3840x2160

System: Tizen

Model year: 2026

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Overall rating

5.1

7.9

  • Movies and series in UHD quality

    4.4

    8.0

  • Classic TV, YouTube

    4.5

    8.6

  • Sports broadcasts (TV and apps)

    4.6

    8.5

  • Gaming on console

    6.2

    9.6

  • TV as a computer monitor

    6.0

    7.6

  • Watching in bright light

    4.3

    5.1

  • Utility functions

    5.3

    7.3

  • Apps

    6.7

    9.3

  • Sound quality

    6.1

    7.2

Advantages

  • Ambilight 3

  • Beleuchtete Fernbedienung

  • Grundlegende Funktionen für Gamer

  • Niedrige Eingangsverzögerung

  • Unterstützung aller Audioformate (Dolby und DTS)

  • Perfektes Schwarz und unendlicher Kontrast, OLED

  • Solide HDR-Helligkeit bis ca. 800 Nits

  • Hohe Bildtreue nach Kalibrierung

  • Sehr flüssige Bildwiedergabe, OLED-Panel 120 Hz

  • Umfangreiche Funktionen für Gamer: VRR, Game Bar, geringe Eingabeverzögerung

  • 4 HDMI 2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite (48 Gbps)

  • Ausgereiftes und flüssig laufendes Tizen-System

  • Solarfernbedienung mit vielen Funktionen

  • Dolby Atmos-Unterstützung

Disadvantages

No like
  • Schwache Schwarz und Kontrast

  • Durchschnittliche Helligkeit

  • Begrenztes TitanOS-System

  • Schlechtere Reflexionsdämpfung als beim Vorgänger, ein Merkmal des neuen OLED-SE-Panels

  • Durchschnittliche Helligkeit in SDR, am besten geeignet für Räume mit kontrollierter Beleuchtung

  • Keine Unterstützung für DTS:X, Nachteil vor allem für Besitzer von Blu-ray-Sammlungen

  • Kein Dolby Vision, nicht zwingend notwendig, aber wünschenswert 🙂

Our verdict

Philips PUS8359 ist ein Fernseher, der vor allem durch das dreiseitige Ambilight-System ins Auge fällt. Die an das Bild angepasste Beleuchtung hinter dem Bildschirm sorgt für eine beeindruckende Atmosphäre, insbesondere abends – das Licht verleiht dem Filmerlebnis eine besondere Stimmung und macht den Raum interessanter. Es ist wirklich ein nettes Extra, besonders wenn man unkonventionelle Lösungen mag. Für Gamer könnte dieses Modell eine gute Wahl für den Anfang sein. Die niedrige Eingabeverzögerung von weniger als 10 ms sorgt für schnelle Reaktionen, und der Automatische Spielmodus passt die Einstellungen an, damit das Gameplay flüssig ist. Wenn wir gelegentlich spielen, ist der Fernseher in der Lage, die Anforderungen zu erfüllen, aber es ist eher keine Ausrüstung für diejenigen, die erstklassige Erlebnisse suchen. Was die tägliche Nutzung betrifft, so ist es nicht perfekt. Das Titan OS-System sieht einfach aus, aber es fehlen viele beliebte Anwendungen, was frustrierend sein kann. Darüber hinaus kann die Benutzeroberfläche manchmal langsamer reagieren, als wir es uns wünschen – das Wechseln zwischen Anwendungen oder das Springen zwischen Einstellungen kann gelegentlich Geduld erfordern. Wenn wir zuvor mit ausgefeilteren Systemen wie Android TV in Kontakt waren, könnte Titan OS uns stark enttäuschen. Und wie sieht es mit der Bildqualität aus? Hier tritt ein Problem auf. Das Panel bietet durchschnittliche Helligkeit und niedrigen Kontrast, sodass in hellen Räumen das Bild blass aussehen kann. In dunkleren Szenen wird Schwarz grauer, was Details verschluckt. HDR? Man kann eher nicht mit großartigen Effekten rechnen – das Fehlen von Dolby Vision und die begrenzten technischen Möglichkeiten sorgen dafür, dass HDR-Inhalte keinen großen Eindruck hinterlassen. Philips PUS8359 ist ein Fernseher, der sich hervorragend für Ambilight-Fans und für diejenigen eignet, die grundlegende Funktionen suchen. Er schlägt sich gut bei Spielen, und abendliche Vorstellungen mit effektiver Beleuchtung gewinnen zusätzlich an Atmosphäre. Wenn uns jedoch eine hohe Bildqualität oder ein ausgefeiltes Smart-TV-System wichtig ist, lohnt es sich, nach anderen Modellen zu suchen. Dieser Fernseher ist ein Vorschlag für diejenigen, die nicht zu viel erwarten und etwas Einfaches mit einem interessanten visuellen Effekt wollen.

Der Samsung S85H ist eine sehr gelungene Fortsetzung der S85-Serie und ein Fernseher, der seine Hauptaufgabe weiterhin gut erfüllt – ein möglichst erschwinglicher Einstieg in die Welt der OLEDs zu sein. Die größte Änderung gegenüber dem Vorgänger betrifft das neue OLED-SE-Panel von LG Display, aber der grundsätzliche Charakter dieses Modells ist praktisch unverändert. Nach wie vor sind seine Stärken perfektes Schwarz, sehr hoher Kontrast und ein Bild, das besonders abends wirklich großartig aussehen kann. Hinzu kommen gute Farben und die Möglichkeit, eine sehr hohe Übereinstimmung mit der Regievision zu erzielen. Der S85H funktioniert auch sehr gut als Allround-Fernseher. Spieler bekommen vier HDMI-2.1-Anschlüsse, 120 Hz, VRR, sehr geringen Input-Lag und Game Motion Plus, sodass es hier kaum etwas zu beanstanden gibt. Tizen läuft schnell und komfortabel, und das gesamte System richtet sich deutlich an Nutzer, die heute vorwiegend Netflix, YouTube oder andere Streamingdienste nutzen und klassisches Fernsehen eher als Ergänzung betrachten.

Das neue OLED-SE-Panel ist jedoch nicht frei von Nachteilen. Am deutlichsten wird das bei Tageslicht, denn bei der Entspiegelung schneidet es schlechter ab als frühere OLED-Displays. Auch die Helligkeit ist nicht so hoch, dass sich der S85H in einem sehr stark sonnendurchfluteten Wohnzimmer besonders wohlfühlen würde. Es ist weiterhin ein Fernseher, der seine Fähigkeiten am besten abends oder in einem Raum mit zumindest teilweiser Lichtkontrolle zeigt. Und so sollte man den S85H wohl am besten betrachten. Er ist kein OLED, der Helligkeitsrekorde brechen oder mit den teuersten Panels konkurrieren will. Er soll einfach das bieten, was die Leute an dieser Technologie am meisten schätzen, aber zu einem geringeren Preis. Perfektes Schwarz, sehr gutes Film-Bild, hervorragende Möglichkeiten für Spieler und ein komfortables Smart-TV-System machen den S85H weiterhin zu einem der einfachsten Wege, ins OLED-Universum einzusteigen, ohne ein Vermögen auszugeben.

TV appearance

HDMI inputs
3 x HDMI 2.0, 0 x HDMI 2.1
0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps)
Other inputs
Outputs
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Network Interfaces
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality
Average
Good
Stand type
Legs
Legs
Bezel color
Graphite
Graphite
Stand
Fixed
Base adjustment
Accessories
Stand
Stand

Contrast and black detail

1.9/10

10/10

Local dimming function: No

Contrast:

Review Philips PUS8359 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,000:1

Review Philips PUS8359 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,050:1

Review Philips PUS8359 (IPS) Contrast and black detail

Result

900:1

Review Philips PUS8359 (IPS) Contrast and black detail

Result

1,050:1

Review Philips PUS8359 (IPS) Contrast and black detail

Result

850:1

Review Samsung S85H Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S85H Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S85H Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S85H Contrast and black detail

Result

:1

Review Samsung S85H Contrast and black detail

Result

:1

Halo effect and black detail visibility:

Check the visibility of bright lights on a dark background. Mini-LEDs often struggle with this. The photo does not compare black levels – that’s what the video below is for.

The video accurately shows differences in contrast and black levels between TVs, as well as potential issues: halo around bright objects or Mini-LED zone operation visible as brightness jumps.

Philips PUS8359/12 in der Version 55" und 43" basiert auf einem IPS-Panel, das einen erheblichen Einfluss auf die Kontrastqualität hat. Leider zeigen die Testergebnisse deutlich ein sehr niedriges Niveau. Schwarz, das statt einer tiefen Pechfarbe eher wie silberner Asche aussieht, ist besonders bei der Betrachtung dunkler Szenen offensichtlich. Ein solches Kontrastniveau schränkt die Möglichkeit ein, das Bild voll und ganz zu genießen, insbesondere für Personen, die Vorführungen in abgedunkelten Räumen bevorzugen.

Der Wechsel auf das neue WOLED-SE-Panel von LG Display hat in Sachen Schwarz und Kontrast praktisch nichts verändert. Und eine größere Verbesserung war auch kaum zu erwarten, denn es handelt sich weiterhin um OLED, also eine Technologie, die jeden einzelnen Pixel komplett abschalten kann. In der Praxis bedeutet das perfektes Schwarz und enorme Bildtiefe, besonders in dunkleren Szenen. Schwarze Balken sind wirklich schwarz, es gibt keinen Leuchthof um helle Bildbereiche, und der Kontrast bleibt praktisch unendlich. Selbst sehr teure Mini-LEDs mit tausenden Local-Dimming-Zonen können eine solche Präzision wie der S85H nicht bieten. Und genau das ist sein größter Vorteil. Der S85H mag Samsungs günstigster OLED sein, doch beim Schwarz zeigt er genau dasselbe wie deutlich teurere Modelle mit organischen Panels.

HDR effect quality

3.7/10

6.3/10

Supported formats
HDR10, HDR10+, HLG
HDR10, HDR10+, HLG
Color gamut coverage
DCI P3: 76.0%, Bt.2020: 55.0%
DCI P3: 95.2%, Bt.2020: 70.9%

Luminance measurements in HDR:

Review Philips PUS8359 (IPS) Brightness measurement

Result

240 nit

Review Philips PUS8359 (IPS) Brightness measurement

Result

225 nit

Review Philips PUS8359 (IPS) Brightness measurement

Result

285 nit

Review Philips PUS8359 (IPS) Brightness measurement

Result

236 nit

Review Philips PUS8359 (IPS) Brightness measurement

Result

280 nit

Review Samsung S85H Brightness measurement

Result

733 nit

Review Samsung S85H Brightness measurement

Result

744 nit

Review Samsung S85H Brightness measurement

Result

837 nit

Review Samsung S85H Brightness measurement

Result

755 nit

Review Samsung S85H Brightness measurement

Result

404 nit

Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)

Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)

The photos show two HDR10 movies. 'Pan' is one of the brightest productions ever made, while 'Billy Lynn' (soldier) has brightness typical of streaming (Netflix, Prime, HBO MAX). Notice the intensity of effects and detail in whites.

Static HDR10

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

Dynamic: HDR10+

Dynamic: HDR10+

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

HDR luminance chart:

Samsung S85H

Philips PUS8359 (IPS)

Luminance of RGB colors

Die Qualität des HDR-Effekts im Fernseher Philips PUS8359/12 beeindruckt ebenfalls nicht. Eine Helligkeit von 280 Nits ist zu niedrig und ähnelt eher dem standardmäßigen SDR als echtem HDR, was deutlich auf den fünf getesteten Testbildern zu sehen ist. Darüber hinaus beeindruckt der Fernseher nicht in Bezug auf die Farbwiedergabe – lediglich 76 % DCI-P3 ist ein Wert, der als schwach angesehen werden kann, insbesondere im Vergleich zu anderen Modellen in derselben Preisklasse.

Interessanterweise brachte die neue WOLED SE-Matrix der S85-Serie auch eine leichte Verbesserung der Helligkeit. In denselben Filmszenen hielt sich das Modell des Vorjahres eher bei rund 700 Nits, während der S85H bereits in Bereiche um 800 Nits kommt. Das ist natürlich keine Veränderung, die die Wahrnehmung von HDR völlig neu gestaltet, aber diese zusätzliche Helligkeitsreserve merkt man besonders bei punktuellen Lichtern, Reflexionen oder stärkeren Spezialeffekten. Rund 800 Nits sind für einen einfachen OLED bereits ein sehr guter Wert und reichen in den meisten Filmen aus, damit HDR ausreichend Wirkung entfaltet. Helle Elemente heben sich deutlich vom perfekten Schwarz ab, und gerade dieser Kontrast macht hier nach wie vor den größten Unterschied. Man muss aber die typische Einschränkung der organischen Technologie beachten. Wenn eine sehr helle Szene einen großen Bildbereich einnimmt, kann die Helligkeit fast um die Hälfte sinken. Das ist eine Schutzfunktion des Panels, die dessen Leistung bei großflächigen hellen Flächen begrenzt.

Farben

Der S85H kann sehr angenehme, satte Farben zeigen und wirkt bei den meisten HDR-Filmen diesbezüglich wirklich gut. Wir haben rund 95% DCI-P3 gemessen, die in Filmen am häufigsten verwendete Palette ist also sehr gut abgebildet. Hauttöne, Grün und kräftigere Rottöne besitzen weiterhin die richtige Intensität und sind beim normalen Sehen kaum zu beanstanden. Erst beim Blick auf BT.2020 werden die Grenzen des neuen OLED-SE-Panels sichtbar. Die Abdeckung lag bei etwa 70%, also etwas weniger als bei WOLEDs der vorherigen Generation und deutlich weniger als bei QD-OLED-Panels. Im Filmkontext ist das jedoch kein großer Verlust, denn die meisten Produktionen nutzen selten so stark gesättigte Farben. Häufiger fällt das bei Spielen auf, in denen Entwickler deutlich eher zu intensiveren Farben greifen.

Factory color reproduction

4/10

7/10

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

Der treueste Modus in Bezug auf die Übereinstimmung mit dem Quellmaterial erwies sich als "Film", der in unseren Tests verwendet wurde. Dennoch hatte er, wie auch andere Herstellermodi, seine Mängel. Sowohl bei SDR- als auch bei HDR-Materialien haben wir Probleme mit dem Weißabgleich festgestellt, wobei eine Dominanz von Grün und Rot zu einem gelblichen Schimmer führte. Dieser Effekt war besonders sichtbar in Form von vergilbtem Weiß und unnatürlichen Hauttönen. Der Test der "ColourChecker"-Palette zeigte, dass jede Farbe in wärmere Töne verschoben wurde, was die Farbgenauigkeit beeinträchtigte. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Bildes ist der Kontrast und die Helligkeit, die man beurteilen kann, indem man die Gamma-Diagramme und die EOTF-Kurve analysiert. Im Gamma-Diagramm haben wir große Abweichungen festgestellt – sowohl zu hohe Werte, die zu einem Verlust von Details in den Schatten führten, als auch zu niedrige, was zu einem drastischen Rückgang des Kontrasts führte. Im Vergleich zur Gamma-Kurve schnitt die EOTF-Kurve besser ab, indem sie das Bild nur leicht aufhellte, was weniger negative Auswirkungen auf die Gesamtqualität hatte.

Für die Farbbewertung haben wir selbstverständlich den Filmmaker-Modus gewählt, und im SDR war unser S85H ab Werk wirklich gut eingestellt. Die größten Abweichungen zeigen sich beim Weißabgleich: bei zunehmender Helligkeit fehlt etwas Blau. In der Praxis bedeutet das, dass Weiß- und Grautöne einen leicht wärmeren Ton haben als sie sollten. Das ist jedoch kein großer Fehler und fällt beim normalen Betrachten kaum ins Auge. Auch die Gamma-Kurve liegt nahe am Referenzwert, sodass das Bild weder übermäßig aufgehellt noch unnötig abgedunkelt ist. Das SDR-Bild des S85H wirkt also bereits ab Werk wirklich gut. In HDR zeigen sich etwas mehr Schwächen. Hier weicht der Weißabgleich bei steigender Helligkeit stärker ab, es dominiert das Blau und der Rotanteil ist deutlich zu gering. Das führt auch zu größeren Fehlern bei einzelnen Farben. Das sind noch keine Verfälschungen, die den Charakter des Bildes komplett ändern, aber im direkten Vergleich mit der Referenz ist der Unterschied bereits leichter zu erkennen. Insgesamt ist der Filmmaker-Modus also ein sehr guter Ausgangspunkt vor einer professionellen Kalibrierung.

Color reproduction after calibration

5/10

9.1/10

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

Philips bietet sowohl in seinen günstigeren als auch in den teureren Modellen eine breite Palette an Werkzeugen zur Bildkalibrierung an. Wir haben sie genutzt, um die Qualität des angezeigten Bildes zu verbessern, obwohl das nicht so einfach war, wie es scheinen mag. Es gelang uns, den Weißabgleich zu justieren, die Gamma-Einstellung zu verbessern und die EOTF-Kurve abzustimmen, jedoch waren trotz dieser Maßnahmen die DeltaE-Fehler weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Hauptursachen dafür sind die eingeschränkte Abdeckung des DCI-P3-Farbraums und die niedrige maximale Helligkeit, die sich erheblich auf das Endergebnis ausgewirkt haben. Auch wenn das Gesamterscheinungsbild deutlich besser ist, haben uns die konstruktiven Eigenschaften des Fernsehers daran gehindert, spektakuläre Ergebnisse zu erzielen.

Die Kalibrierung liefert beim S85H wirklich sehr gute Ergebnisse. Vor allem gelang es, den Weißabgleich praktisch ideal einzustellen, wodurch der zuvor in SDR leicht zu warme Bildcharakter verschwindet. Auch die Farbwiedergabe verbessert sich deutlich, die meisten Fehler sinken auf ein sehr niedriges Niveau und im normalen Seheindruck lässt sich kaum noch von sichtbaren Verfälschungen sprechen. Auch bei HDR lässt sich noch einiges verbessern, wenngleich hier einige Aspekte durch die Charakteristik des Fernsehers vorgegeben bleiben. Der S85H hält die Helligkeitskurve nicht immer perfekt, die dunkelsten Bereiche sind leicht aufgehellt und wenn die Darstellung an die Grenzen des Panels kommt, zeigen sich geringe Abweichungen in den hellsten Bildpartien. Hinzu kommt eine eingeschränkte Abdeckung des erweiterten Farbraums BT.2020, die sich natürlich durch keine Kalibrierung umgehen lässt. Trotzdem ist das Endergebnis sehr gut, und nach der Kalibrierung kann der S85H ein wirklich gut abgestimmtes, natürliches Bild wiedergeben.

Smoothness of tonal transitions

8.4/10

7/10

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

Die Gradation der tonal Übergänge im Fernseher Philips PUS8359/12 ist auf einem guten Niveau, ohne offensichtliche Probleme, die die Qualität des Inhalte-Ansehens negativ beeinflussen könnten. Bei genauerer Beobachtung sind geringe Unvollkommenheiten in hellen, farbigen Übergängen zu erkennen, jedoch sind sie so subtil, dass die meisten Benutzer sie nicht bemerken oder als Problem ansehen sollten.

Die Sanftheit der Tonübergänge gehört beim S85H gegenüber anderen OLEDs eindeutig nicht zu den Stärken. Am deutlichsten fällt das bei hellen Farbverläufen auf, wo zwischen den einzelnen Abstufungen recht deutliche Stufen sichtbar werden. Anstatt eines ideal glatt verlaufenden Übergangs erkennt man einzelne Farbstreifen, und leider muss man sie nicht lange suchen. Noch schlechter schneiden bewegte Verläufe ab. Bei sich bewegenden Tonübergängen werden die Unzulänglichkeiten stärker sichtbar, und das Bild wirkt diesbezüglich schlicht mittelmäßig. Bei dunklen Verläufen ist es ebenfalls nicht perfekt. Auch hier sind Unregelmäßigkeiten erkennbar, der Fehler beschränkt sich also nicht nur auf die hellsten Bildbereiche. Natürlich sieht man das in einem normalen Film nicht ständig, aber Szenen mit großen einfarbigen Flächen, wie Himmel, Nebel, Sonnenuntergang oder ein dunkler Hintergrund, können die Grenzen dieses Panels gut sichtbar machen. Im Vergleich zu älteren WOLEDs lässt sich noch von einer gewissen Verbesserung sprechen, aber im Vergleich zu den in diesem Jahr getesteten Fernsehern schneidet das S85H in dieser Hinsicht mittelmäßig ab, ebenso wie sein Konkurrent LG B6, der dasselbe Panel verwendet. Und es ist auch eine jener Eigenschaften, bei denen der Unterschied zum QD-OLED-Panel vom vergangenen Jahr sehr deutlich wird. Gerade die QD-OLEDs kommen mit dem sanften Übergang zwischen aufeinanderfolgenden Abstufungen deutlich besser zurecht und schlagen das hier eingesetzte WOLED SE-Panel in puncto Gradation klar.

Image scaling and smoothness of tonal transitions

6/10

7.5/10

Image without overscan on the SD signal
No
No
Smooth transition function
OK
OK

Smooth transition function

The match photo shows how the TV smooths weak tonal transitions in low-quality video.

Image scaling SD (576i)

The model photo shows how it handles upscaling of SD material.

In diesem Abschnitt werden wir zwei Funktionen betrachten. Noch einmal werfen wir einen Blick auf die Funktion, die für die tonal Übergänge verantwortlich ist, aber wir werden auch überprüfen, wie der Fernseher mit der Bildskalierung umgeht. Die Option, die für die sanfte Gradation verantwortlich ist, heißt "Verzerrungsreduktion". Wie bereits festgestellt, glättet sie Unregelmäßigkeiten recht effektiv. Wir müssen jedoch zwei Dinge hervorheben: Wir sind nicht in der Lage, sie bei HDR-Material zu aktivieren, und sie verwischt die Details in Filmen.

Der getestete Fernseher kann sich nicht mit der besten Bildskalierung rühmen. Es ist deutlich ein allgemeines Verschwommen des Bildes zu erkennen, aber noch schlimmer ist, dass es die Details verwischt. Das ist besonders an den Ästen und den Haaren des Models sichtbar. Auch der charakteristische weiße Schimmer um die Figur ist deutlich zu erkennen.

Samsung hat im S85H denselben proprietären AI-Prozessor NQ4 Gen2 verbaut wie im letztjährigen S85F, und gerade bei der digitalen Bildverarbeitung schneidet er ziemlich gut ab. Upscaling ist eine der Stärken dieses Modells. Inhalte mit niedrigerer Auflösung werden gut nachgeschärft, Kanten wirken natürlich, und das Bild wirkt nicht übermäßig künstlich. Man muss nur an die typische Eigenheit von Samsung-Fernsehern denken: Bei sehr niedriger Auflösung lässt sich der Overscan nicht vollständig abschalten, sodass der Fernseher die linken Bildränder leicht abschneiden kann. Sehr gut funktioniert auch die Funktion "Rauschreduzierung", also das Glätten schwächerer Tonübergänge. Der Prozessor kann Posterisierung und andere in schlechteren Quellen sichtbare Mängel effektiv entfernen. Man muss jedoch bei der Stärke dieser Funktion vorsichtig sein, denn Samsung kann hier ziemlich aggressiv vorgehen. Bei Aktivierung verschwinden zusammen mit unerwünschten Artefakten auch feine Bilddetails wie die Struktur von Haut oder Kleidung.

Blur and motion smoothness

4/10

8.5/10

Maximum refresh rate of the panel
60Hz
120Hz
Film motion smoothing option
No
OK
Blur reduction option
No
OK
BFI function 60Hz
-
Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz
-
No
Brightness drop with BFI
-%
49%

Blur (native resolution, maximum refresh rate):

Blur (BFI function enabled):

Image flickers in this mode

Blur ():

Blur (4K@60Hz):

Philips PUS8359 ist nicht die beste Wahl für den Sportkonsum. Das Fehlen sogar der grundlegenden Funktion zur Verbesserung der Bewegungsflüssigkeit führt dazu, dass das Bild in dynamischen Szenen nicht klar genug ist. Trotz der Verwendung eines IPS-Panels (43 und 55'), das theoretisch eine bessere Schärfe bieten sollte als VA-Panel-Varianten, ist keine deutliche Verbesserung in Bezug auf das Nachziehen zu erkennen. Auf Fotos mit schneller Bewegung ist deutlich zu sehen, dass die Figur des Ufoludka unscharf ist, was zeigt, dass der Fernseher mit der Schärfe in dynamischen Aufnahmen nicht gut zurechtkommt.

Das S85H verwendet ein OLED-Panel, wodurch es in puncto Bewegungsunschärfe hervorragend abschneidet. Die Pixel reagieren praktisch sofort, sodass hinter bewegten Objekten nicht der typische Nachzieheffekt auftritt, wie er bei manchen LCD-Fernsehern bekannt ist. Das sieht man besonders bei Sportübertragungen oder schnellen Spielen, wo das Bild selbst bei starken Bewegungen sehr klar bleibt. Das Panel arbeitet mit 120 Hz. Für Filme, Serien, Sport oder Konsolenspiele ist das völlig ausreichend. Ein bisschen schade ist nur, dass Samsung keine höhere Bildwiederholrate für PC-Spieler spendiert hat, denn immer mehr Fernseher bieten heute 144 oder sogar 165 Hz in 4K. Das wirkt sich jedoch nicht auf die Wiedergabe von Bewegungen in Filmen oder Sport aus.

Außerdem steht eine klassische Bewegtbildglättung mit zwei Einstellungen zur Verfügung: Reduzierung von Unschärfe und Reduzierung von Rucklern. Man kann also selbst entscheiden, ob Filme ihre kinotypischen 24 Bilder pro Sekunde behalten sollen oder ob man sie etwas glätten möchte. Das S85H bietet hier große Freiheit, und die Interpolation arbeitet gut und erzeugt bei vernünftigen Einstellungen kaum Artefakte.

Console compatibility and gaming features

4.7/10

9.6/10

  • ALLM
    Yes
    Yes
  • VRR
    Yes
    Yes
  • VRR range
    48 - 60Hz
    48 - 120Hz
  • Dolby Vision Game Mode
    No
    No
  • Correct implementation of HGIG
    No
    Yes
  • 1080p@120Hz
    No
    Yes
  • 1440p@120Hz
    No
    Yes
  • 4K@120Hz
    No
    Yes
  • Game bar
    Yes
    Yes

In Bezug auf die Kompatibilität mit Konsolen eignet sich der Philips PUS8359 hauptsächlich für Gelegenheits Spieler. Obwohl der Fernseher über einen HDMI 2.0-Anschluss verfügt, bietet er Funktionen wie den Automatischen Spielmodus (ALLM), Variable Bildwiederholfrequenz (VRR) und Game Bar. ALLM schaltet den Fernseher automatisch in den Low-Latency-Modus, was schnellere Reaktionen beim Spielen erleichtert, während VRR die Bildwiederholfrequenz fließend anpasst und das Problem des Bildzerreißens beseitigt. Die Game Bar ermöglicht schnellen Zugriff auf Spieleinstellungen und die Überwachung von Parametern in Echtzeit, jedoch ist sie unserer Meinung nach im Vergleich zu den Lösungen der Konkurrenz schlechter.

Allerdings könnten anspruchsvollere Spieler unzufrieden sein. Philips PUS8359 unterstützt keine fortgeschrittenen HDR-Formate in Spielen oder höhere Bildwiederholfrequenzen, was auf die Verwendung eines 60 Hz-Panels zurückzuführen ist. Diese Mängel schränken die Möglichkeiten des Fernsehers ein, flüssige und detaillierte Erlebnisse während schneller, dynamischer Spiele zu liefern.

Der Samsung S85H ist sehr gut fürs Spielen vorbereitet, und zwar praktisch unabhängig davon, ob man eine Konsole oder einen PC anschließt. Der Hersteller hat hier nicht am Anschlussbereich gespart: alle vier HDMI‑Ports unterstützen echtes HDMI 2.1. Das bedeutet, dass wir 4K bei 120 Hz, VRR und ALLM nutzen können, ohne überlegen zu müssen, an welchen Eingang die Konsole angeschlossen wird. Bei mehreren Geräten ist das wichtig, weil man nicht zwischen Konsole, PC oder einer per eARC angeschlossenen Soundbar wählen muss. Der Funktionsumfang ist insgesamt sehr komplett. Der S85H unterstützt VRR, FreeSync und das automatische Umschalten in den Spielmodus, dazu bietet Samsung seine umfangreiche Game Bar, mit der man schnell die wichtigsten Signalparameter einsehen und Einstellungen ändern kann, ohne das Spiel zu verlassen. Es fehlt eigentlich nur Dolby Vision, was vor allem für Xbox-Besitzer relevant sein wird. Das ist übrigens ein typisches Merkmal von Samsung‑Fernsehern. Sehr gut schneidet dafür Game Motion Plus ab, eine der Funktionen, die Samsung‑Fernseher seit Jahren auszeichnen. Sie glättet Bewegungen in Spielen mit 30 oder 60 Bildern/s, tut dies aber ohne so großen Anstieg des Input‑Lags wie klassische Bewegungsverbesserer. In der Praxis kann das bei ruhigeren Spielen, Rennspielen oder Actiontiteln die Wahrnehmung der Bewegungen deutlich verbessern, besonders wenn jemand empfindlich auf niedrige Bildraten reagiert.

Input lag

10/10

10/10

SDR

1080p60
10 ms
10 ms
1080p120
5 ms
2160p60
10 ms
10 ms
2160p120
5 ms

HDR

2160p60
10 ms
10 ms
2160p120
5 ms
4320p60

Dolby Vision

2160p60 DV
2160p120 DV

Philips PUS8359 bietet eine außergewöhnlich niedrige Eingangsverzögerung von unter 10 ms, was ein großartiges Ergebnis ist. Dadurch eignet sich der Fernseher perfekt für dynamische Spiele, da er schnelle Reaktionen und flüssiges Gameplay ermöglicht, was sowohl Gelegenheits- als auch anspruchsvolle Spieler zu schätzen wissen werden.

Samsung S85H schneidet auch beim Input-Lag sehr gut ab. Bei 120 Hz haben wir einen Input-Lag von unter 5 ms gemessen, also auf einem Niveau, bei dem die Reaktion des Fernsehers auf Eingaben praktisch sofort erfolgt. Bei 60 Hz ist die Verzögerung natürlich höher, bleibt aber weiterhin auf sehr niedrigem Niveau... etwa 10 ms, sodass der S85H diesbezüglich kaum Anlass zur Beanstandung gibt.

Compatibility with PC

6/10

7.6/10

Chroma 444 (max. resolution and refresh rate)
Yes
Yes
Font clarity
Good
Good
Readability of dark text and shapes
Good
Very Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate)
10ms
5ms
Matrix subpixel arrangement
BGR
RGWB
Max refresh rate
60Hz
120Hz
G-Sync
No
Yes

The photo shows the legibility of small fonts. Ideally, lines should be the same thickness on both light and dark text, with minimal pixel gaps.

Der Philips Fernseher PUS8359/12 mit IPS-Panel bietet eine ziemlich gute Lesbarkeit der Schriftarten dank Unterstützung für Chroma 4:4:4, was ihn geeignet für Büroarbeiten und den täglichen Computergebrauch macht. Obwohl die niedrige Eingangsverzögerung ihn spielerfreundlich in Bezug auf die Reaktionszeit macht, könnten das Fehlen von G-Sync-Unterstützung und das 60-Hz-Panel die Erwartungen anspruchsvollerer Benutzer nicht erfüllen. Für Personen, die einen Fernseher zum Spielen suchen, könnte dies ein Kompromiss sein – die schnelle Reaktion ist vorhanden, aber das Fehlen einer höheren Bildwiederholfrequenz und adaptiver Bildsynchronisation wirkt sich negativ auf die Bewertung in der Gaming-Kategorie aus.

Samsung S85H eignet sich auch sehr gut als großer Monitor für den PC. Die Lesbarkeit der Schrift ist gut und aus der typischen Entfernung, aus der man einen so großen Bildschirm nutzt, wirkt der Text wirklich gut. Man sollte nur den Vier-Subpixel-Aufbau der WOLED-Matrix beachten, durch den aus sehr kurzer Nähe die Kanten der Buchstaben nicht ganz so ideal scharf sind wie bei einem klassischen RGB-Monitor. Das ist jedoch eine Eigenschaft der OLED-Technologie und sollte bei normaler Nutzung des Fernsehers kaum stören. Der S85H hat auch viel für PC-Spieler zu bieten. Wir bekommen 120 Hz, G-Sync-Unterstützung, sehr niedrigen Input-Lag und natürlich die blitzschnelle Reaktionszeit der OLED-Matrix. Zum vollkommenen Glück fehlt im Grunde nur die Möglichkeit, das Panel mit höherer Bildwiederholrate zu betreiben. Immer mehr Fernseher unterstützen bereits 144 oder 165 Hz in 4K, daher wäre ein zusätzlicher Modus dieser Art hier wünschenswert.

Viewing angles

6.3/10

7.5/10

Brightness drop at an angle of 45 degrees
60%
34%

Die Blickwinkel im Fernseher Philips PUS8359 sind ziemlich gut, was der verwendeten IPS-Matrix (43' und 55') zu verdanken ist. Das Bild bleibt auch aus einem größeren Winkel lesbar und klar, was von Vorteil ist, wenn man Inhalte in einer größeren Gruppe oder in Räumen mit unkonventionellem Layout ansieht.

Blickwinkel gehören zu den großen Stärken des S85H und generell von OLED-Displays. Selbst bei starker seitlicher Betrachtung bleiben Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung des Bildes erhalten. In dieser Hinsicht schneidet der S85H deutlich besser ab als praktisch jeder heute auf dem Markt erhältliche LCD- oder Mini-LED-Fernseher. Noch besser schlagen sich eigentlich nur QD-OLED-Panels, die bei großen Blickwinkeln die Farben noch stabiler halten können. Diese findet man jedoch erst in höher positionierten Modellen.

Daytime performance

4.3/10

5.1/10

Panel finish
Satin
Satin
Reflection suppression
Average
Average
Black levels during daytime
Good
Good

Panel brightness

Samsung S85H: 350 cd/m2

Philips PUS8359 (IPS): 305 cd/m2

In Bezug auf die Tageslichtleistung schlägt sich der Philips PUS8359 durchschnittlich. Die satinierte Beschichtung des Panels dämpft Reflexionen nur mäßig, was in hellen Räumen auffällig sein kann. Eine Helligkeit von 300 cd/m² ist in dieser Preisklasse akzeptabel, aber man sollte keine außergewöhnlichen Ergebnisse unter schwierigen Lichtbedingungen erwarten.

Der Samsung S85H ist ein mäßig heller Fernseher. Bei unseren Messungen lag die durchschnittliche Helligkeit im SDR bei etwa 350 Nits, sodass das für normales Tagessehen ausreichen sollte, sofern der Fernseher nicht in einem sehr sonnigen Wohnzimmer steht. In mäßig beleuchteten Räumen bleibt das Bild gut lesbar, doch bei großen Fenstern und direktem Lichteinfall auf das Display stoßen die Möglichkeiten des S85H an ihre Grenzen. Etwas mehr Kritik gibt es am WOLED SE-Panel selbst. Die geänderte Panelkonstruktion gegenüber der Vorgängergeneration beeinflusst, wie der Bildschirm mit Spiegelungen umgeht, und leider ist das keine Verbesserung. Spiegelungen sind stärker sichtbar als bei früheren WOLED-Panels. LG Display versuchte, diesen Effekt teilweise durch eine satinierte Bildschirmoberfläche zu kaschieren, die das Licht streut, doch das löst das Problem nicht vollständig. Bei starker Lichtquelle wird die Spiegelung ziemlich groß und ringsum tritt zusätzlich ein charakteristischer grauer Schimmer auf. Auf Fotos ist gut zu erkennen, dass eine solche Reflexion einen großen Teil des Bildes einnehmen und die Wahrnehmung deutlich beeinträchtigen kann. Der S85H ändert also kaum etwas am Verhalten günstigerer OLEDs beim Tagessehen. Am wohlsten ist er abends oder in einem Raum, in dem die Lichtverhältnisse zumindest teilweise kontrollierbar sind. Tagsüber lässt er sich weiterhin komfortabel nutzen, aber er ist definitiv nicht für ein sehr helles Wohnzimmer konzipiert.

Panel details

Backlight Type
White LED
WRGB OLED
Software version during testing
V246.004.012.161
1204
Image processor

Subpixel Structure:

Panel uniformity and thermal imaging:

Philips PUS8359 (IPS)

Samsung S85H

TV features

5.3/10

7.3/10

  • System
    Titan OS
    Tizen
  • System performance
    Poor
    Very good
  • HDMI inputs
    3 x HDMI 2.0, 0 x HDMI 2.1
    0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 48Gbps
  • Outputs
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Network Interfaces
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
  • TV reception
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C

Classic features:

  • Recording to USB (terrestrial TV)
    No
    No
  • Recording programming
    No
    No
  • Picture in Picture (PiP)
    No
    No
  • RF remote control (no need to aim)
    Yes
    Yes
  • Backlit remote control
    Yes
    No
  • Teletext
    Yes
    Yes
  • Audio only mode
    Yes
    Yes
  • Bluetooth headphones support
    No
    Yes
  • Simultaneous Bluetooth headphones & TV audio
    No
    Yes

Smart features:

  • AirPlay
    No
    Yes
  • Screen mirroring (Windows Miracast)
    Yes
    Yes
  • Voice search
    Yes
    Yes
  • Voice search in native language
    No
    Yes
  • Ability to connect a keyboard and mouse
    Yes
    Yes
Review Philips PUS8359 (IPS) TV features
Review Philips PUS8359 (IPS) TV features
Review Samsung S85H TV features
Review Samsung S85H TV features
Review Samsung S85H TV features
Review Samsung S85H TV features

Sound connection options

  • HDMI audio
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Other audio outputs
    Toslink (Optical audio), Mini-Jack (Headphones)
    Toslink (Optical audio)
  • Wireless audio

Supported audio formats (external HDMI eARC audio):

  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    Yes
  • DTS:X in DTS-HD MA
    Yes
    No
  • DTS-HD Master Audio
    Yes
    No

Senior accessibility

  • Numeric keyboard on TV
    Yes
    No
  • Font size adjustment
    No
    Yes
  • Audio description
    No
    Yes

Philips hat sich in diesem Jahr dazu entschieden, die Herangehensweise an das Betriebssystem zu ändern, indem er das frühere offene GoogleTV-System durch das hauseigene TitanOS ersetzt. Wie es oft bei neuen Lösungen der Fall ist, hat TitanOS mit typischen Kinderkrankheiten zu kämpfen. Derzeit bietet es nur grundlegende Apps an, und der App-Store lässt zu wünschen übrig, was die Nutzer enttäuschen könnte, die ein umfangreiches Programmangebot erwarten. Darüber hinaus sind das Fehlen von Unterstützung für AirPlay und die fehlende Möglichkeit, auf USB aufzunehmen, weitere Einschränkungen, die das allgemeine Nutzungserlebnis beeinträchtigen könnten.

Eine interessante Neuerung bei den Modellen mit TitanOS ist die neue Fernbedienung, die dank der Beleuchtung sehr benutzerfreundlich ist. Leider ist ihre drahtlose Funktionalität nicht ganz konsistent. Die hybride Konstruktion führt dazu, dass man manchmal auf den Fernseher zielen muss und manchmal nicht – das hängt von den verwendeten Tasten ab. Das ist einfach ärgerlich.

Das wichtigste Merkmal des Fernsehers Philips PUS8359 ist das dreiseitige Ambilight-System, das das Seherlebnis erheblich beeinflusst. Die an den Seiten und oben am Fernseher angebrachte LED-Beleuchtung erzeugt einen immersiven Effekt, indem sie das Bild über den Bildschirm hinaus erweitert und die Farben an die angezeigten Inhalte anpasst. Für viele Nutzer ist das ein entscheidendes Element, das das Zuschauen fesselnder macht und den Fernseher von der Konkurrenz abhebt.

Tizen

Samsung S85H läuft mit dem System Tizen und lässt in Sachen Internetfunktionen kaum Wünsche offen. Das System arbeitet schnell, ist reaktionsschnell, und die Auswahl an Apps gehört zu den größten auf dem Markt. Neben den wichtigsten Streamingplattformen findet man hier auch viele weniger bekannte Dienste, sodass es eher selten vorkommt, dass etwas wirklich Wichtiges fehlt. Samsung baut zudem die SmartThings-Funktionen, die Integration mit anderen Geräten und immer mehr KI-basierte Lösungen aus. Die Möglichkeiten sind hier wirklich zahlreich, und ein Teil der Nutzer wird vermutlich nie einmal die Hälfte davon nutzen. Ein großer Pluspunkt ist auch die angekündigte siebenjährige Unterstützung des Systems. Bei einem Fernseher, den man in der Regel deutlich länger behält als ein Telefon oder einen Computer, hat das große Bedeutung. Tizen sollte also lange neue Funktionen und Verbesserungen erhalten, statt nach zwei oder drei Jahren aufgegeben zu werden. Der S85H wirkt außerdem nicht wie ein günstigeres Modell – man bekommt hier praktisch dasselbe umfangreiche Ökosystem, das Samsung auch in teureren Fernsehern anbietet.

Klassische Funktionen

Der Ansatz Samsungs zu den klassischen Fernseherfunktionen sieht völlig anders aus. Man merkt, dass der Hersteller seit einigen Jahren immer stärker auf „moderne“ Dienste setzt, zulasten der traditionellen. Der S85H ist daher kein Fernseher, der besonders denjenigen gefallen wird, die an eine umfangreiche Bedienung des normalen Fernsehens gewöhnt sind. Das zeigt auch die mitgelieferte Fernbedienung sehr gut. Sie ist klein, minimalistisch und hat nur die nötigsten Tasten, aber keine klassische Nummerntastatur. Beim Streaming ist eine solche Lösung praktisch, doch beim häufigen Fernsehen ohne Receiver wird sie nicht jedem zusagen. Das ist einfach die Konsequenz der Richtung, in die Samsung seine Fernseher weiterentwickelt...

Apps

6.7/10

9.3/10

OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
No
Apple_TV_Plus
No
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
No
Spotify
No
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
No
Apple_music
No
Eleven_sports
No
Xbox Game Pass
No
GeForce NOW
No
Amazon Luna
No
Boosteroid
No
Steam Link
OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
No
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
OK
Apple_music
OK
Eleven_sports
OK
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
OK
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link

Playing files from USB

8/10

9.1/10

Supported photo formats:

JPEG
Yes
Yes
HEIC
No
No
PNG
Yes
Yes
GIF
Yes
No
WebP
No
No
TIFF
No
No
BMP
Yes
Yes
SVG
No
No

Maximum photo resolution:

4 Mpix
Yes
Yes
6 Mpix
Yes
Yes
8 Mpix
Yes
Yes
10 Mpix
No
Yes
12 Mpix
No
Yes
16 Mpix
Yes
Yes
20 Mpix
No
Yes
24 Mpix
No
Yes
28 Mpix
No
Yes
32 Mpix
Yes
Yes

Der standardmäßige Media-Player, der in Philips PUS8359 integriert ist, bietet recht umfangreiche Möglichkeiten, hat aber auch seine Einschränkungen. Er unterstützt praktisch alle Videoformate, mit offensichtlicher Ausnahme von Dolby Vision und weniger offensichtlichem .asf, das eher selten vorkommt. Ein Problem sind jedoch die fehlenden Unterstützung für den H.265 HEVC Codec bei hoher Bitrate. Was Fotos betrifft, bewältigt der Player dies ordentlich, aber es fehlt die Unterstützung für einige gängige Auflösungen und Formate wie HEIC, das auf Apple-Geräten verwendet wird. Am besten meistert der Player das Audio, wo es ihm an nichts fehlt. Leider gibt es aufgrund systembedingter Einschränkungen keine Möglichkeit, die Funktionen zu erweitern, was bedeutet, dass wir mit dem leben müssen, was der Hersteller vorbereitet hat.

Der USB-Mediaplayer im Samsung S85H arbeitet schnell und ohne größere Probleme. Der Fernseher kommt sowohl mit Filmen als auch mit Fotos gut zurecht, und bei letzteren hatten wir keine Schwierigkeiten mit ungewöhnlichen Auflösungen oder einer hohen Megapixelzahl. Positiv ist auch die Unterstützung von Untertiteln, polnische Zeichen werden korrekt angezeigt und es sind keine zusätzlichen Einstellungen erforderlich. Was uns wirklich fehlt, ist die Unterstützung des HEIC-Formats, also des bei Apple-Geräten häufig verwendeten Fotoformats. Abgesehen davon macht der integrierte Player einen sehr guten Eindruck und reicht für die meisten Anwender problemlos für die tägliche Nutzung eines USB-Sticks oder einer externen USB-Festplatte.

Sound

6.1/10

7.2/10

  • Maximum volume
    -
    86dB
  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    Yes
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    Yes
    No
  • DTS-HD Master Audio
    Yes
    No

Das Audiosystem im Philips PUS8359 ist eine standardmäßige Lautsprecherkonfiguration von 2x10 W, die Liebhaber von hochwertigem Klang vermutlich nicht überraschen wird. Bei moderater Lautstärke (bis 50% des maximalen Pegels) bleibt der Klang erträglich und verursacht keine größeren Verzerrungen. Für ein besseres Klangerlebnis empfehlen wir auf jeden Fall den Anschluss selbst eines einfacheren Soundbars. Dank der Unterstützung für Dolby Atmos und DTS arbeitet der Fernseher gut mit externen Audiosystemen zusammen.

Klanglich hat sich der S85H gegenüber dem Vorgänger eigentlich kaum verändert. Es steckt weiterhin ein recht einfaches 2.0-System mit einer Gesamtleistung von 20 W drin, das ordentlich klingt und für einen so schlanken Fernseher sogar etwas Bass bietet. Für das tägliche Fernsehen reicht das völlig aus, doch es erreicht nicht das Niveau teurerer Modelle, die voller und räumlicher klingen. Bei dieser Klangkulisse liegt der Einsatz mindestens eines Soundbars daher nahe. Zumal der S85H Dolby Atmos sowie die firmeneigene Lösung Q-Symphony unterstützt, mit der ein kompatibler Samsung-Soundbar mit den Lautsprechern des Fernsehers zusammenarbeiten kann, statt sie vollständig zu ersetzen. Wer bei Filmen mehr aus dem Set herausholen will, findet in einem externen Soundsystem die sinnvollste Ergänzung.

Sound Quality Test

No sound test video

Acoustic Measurements

No acoustic data

86dBC (Max)

75dBC

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