Philips PUS8359 ist ein Fernseher, der vor allem durch das dreiseitige Ambilight-System ins Auge fällt. Die an das Bild angepasste Beleuchtung hinter dem Bildschirm sorgt für eine beeindruckende Atmosphäre, insbesondere abends – das Licht verleiht dem Filmerlebnis eine besondere Stimmung und macht den Raum interessanter. Es ist wirklich ein nettes Extra, besonders wenn man unkonventionelle Lösungen mag. Für Gamer könnte dieses Modell eine gute Wahl für den Anfang sein. Die niedrige Eingabeverzögerung von weniger als 10 ms sorgt für schnelle Reaktionen, und der Automatische Spielmodus passt die Einstellungen an, damit das Gameplay flüssig ist. Wenn wir gelegentlich spielen, ist der Fernseher in der Lage, die Anforderungen zu erfüllen, aber es ist eher keine Ausrüstung für diejenigen, die erstklassige Erlebnisse suchen. Was die tägliche Nutzung betrifft, so ist es nicht perfekt. Das Titan OS-System sieht einfach aus, aber es fehlen viele beliebte Anwendungen, was frustrierend sein kann. Darüber hinaus kann die Benutzeroberfläche manchmal langsamer reagieren, als wir es uns wünschen – das Wechseln zwischen Anwendungen oder das Springen zwischen Einstellungen kann gelegentlich Geduld erfordern. Wenn wir zuvor mit ausgefeilteren Systemen wie Android TV in Kontakt waren, könnte Titan OS uns stark enttäuschen. Und wie sieht es mit der Bildqualität aus? Hier tritt ein Problem auf. Das Panel bietet durchschnittliche Helligkeit und niedrigen Kontrast, sodass in hellen Räumen das Bild blass aussehen kann. In dunkleren Szenen wird Schwarz grauer, was Details verschluckt. HDR? Man kann eher nicht mit großartigen Effekten rechnen – das Fehlen von Dolby Vision und die begrenzten technischen Möglichkeiten sorgen dafür, dass HDR-Inhalte keinen großen Eindruck hinterlassen. Philips PUS8359 ist ein Fernseher, der sich hervorragend für Ambilight-Fans und für diejenigen eignet, die grundlegende Funktionen suchen. Er schlägt sich gut bei Spielen, und abendliche Vorstellungen mit effektiver Beleuchtung gewinnen zusätzlich an Atmosphäre. Wenn uns jedoch eine hohe Bildqualität oder ein ausgefeiltes Smart-TV-System wichtig ist, lohnt es sich, nach anderen Modellen zu suchen. Dieser Fernseher ist ein Vorschlag für diejenigen, die nicht zu viel erwarten und etwas Einfaches mit einem interessanten visuellen Effekt wollen.
Der Philips OLED811 ist ein OLED-Fernseher der Mittelklasse für das Jahr 2026, der sich von seinen größten Konkurrenten vor allem durch eines abhebt: Ambilight. Das Licht, das sich dem Bild anpasst und auf die Wand hinter dem Fernseher abstrahlt, kann die Atmosphäre eines ganzen Filmabends verändern. Besonders am Abend scheint das Bild über die Grenzen des Bildschirms hinauszureichen, wodurch das Fernseherlebnis einen ganz besonderen Reiz erhält. Für manche ist Ambilight lediglich eine angenehme Ergänzung, für andere hingegen Grund genug, sich erneut für einen Fernseher von Philips zu entscheiden.
Die Bildqualität ist weitgehend mit der von Modellen wie dem LG C6 oder dem Samsung S90H vergleichbar – zumindest bei den Varianten, die denselben Paneltyp verwenden. Geboten wird also ein tiefes, perfektes Schwarz, vor dem helle Bildelemente besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen. Der OLED811 kann eine kraftvolle HDR-Darstellung liefern und erreicht nach der Kalibrierung eine Bildqualität, die dem Referenzniveau sehr nahekommt. Einen großen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz gibt es zwar nicht, gleichzeitig entsteht aber auch nicht der Eindruck, dass man sich mit der Wahl eines Philips-Fernsehers zugunsten von Ambilight bei der Bildqualität einschränken müsste.
Auch für Gamer gibt es gegenüber dem Vorjahresmodell einige erfreuliche Verbesserungen. Dank des MediaTek-Pentonic-800-Chipsatzes stehen nun endlich vier HDMI-2.1-Anschlüsse zur Verfügung. Wer mehrere Geräte – beispielsweise Konsolen, einen PC und eine Soundbar – anschließen möchte, muss somit nicht mehr entscheiden, welches davon die volle Leistungsfähigkeit des Anschlusses nutzen darf. Auch das eigentliche Spielerlebnis überzeugt: Der Fernseher reagiert schnell, unterstützt variable Bildwiederholraten und ermöglicht am PC Spiele in 4K mit bis zu 165 Hz. Schade ist lediglich, dass die Möglichkeiten des neuen Prozessors bei der Aufbereitung von Bildmaterial mit geringerer Qualität nicht ebenso gut ausgeschöpft wurden.
Die größten Zweifel weckt jedoch das Betriebssystem. Titan OS hat das beliebte Google TV ersetzt. Obwohl sich die Plattform im vergangenen Jahr deutlich weiterentwickelt hat, fällt es nach wie vor schwer, diesen Wechsel als Verbesserung zu betrachten. Das System läuft inzwischen zwar flüssiger, bietet mehr nützliche Funktionen und umfasst in seiner Bibliothek mittlerweile die meisten bekannten Streamingdienste. Die Auswahl an Apps bleibt jedoch deutlich kleiner als bei Google TV und den Plattformen der Konkurrenz. Unserer Ansicht nach ist dies weiterhin die größte Schwäche des OLED811. Besonders Nutzer weniger verbreiteter Dienste dürften diesen Unterschied deutlich spüren.
Lohnt sich der Kauf? Ja – vorausgesetzt, Titan OS erfüllt die eigenen Anforderungen. In puncto Bildqualität und Gaming-Funktionen bietet der OLED811 ebenso viel wie seine Konkurrenten. Ambilight verleiht ihm jedoch etwas, das bei anderen Herstellern nicht zu finden ist. Philips gibt hier also mit der einen Hand und nimmt mit der anderen: Einerseits sorgt Ambilight für eine einzigartige Atmosphäre beim Fernsehen, andererseits schränkt Titan OS die freie Auswahl an Apps ein. Sind alle regelmäßig genutzten Dienste verfügbar, kann dieser Kompromiss durchaus akzeptabel sein.