Philips PUS8209 ist ein Modell, das sich vor allem durch das einzigartige Ambilight-System auszeichnet. Die dreiseitige Wandbeleuchtung hinter dem Fernseher passt sich dynamisch an das Bild an und verleiht beim Ansehen von Filmen oder beim Spielen eine besondere Atmosphäre. Diese Lösung, für die Philips bekannt ist, macht einen Unterschied und kann eine hervorragende Wahl für diejenigen sein, die im täglichen Gebrauch nach etwas Außergewöhnlichem suchen. In Bezug auf die Bildqualität schlägt sich der Fernseher ganz ordentlich, insbesondere in dieser Preisklasse. Das VA-Panel bietet einen soliden Kontrast und ein annehmbares Schwarz, was sich besonders abends in dunklen Räumen bewährt. Das Ansehen von Filmen unter solchen Bedingungen ist wirklich angenehm, obwohl die Helligkeit des Bildschirms (280 Nits) einiges zu wünschen übrig lässt – in hellen Räumen kann das Bild blass wirken, und HDR-Inhalte hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Wenn es ums Spielen geht, hat der PUS8209 ebenfalls einige Vorteile. Die Unterstützung von VRR, ALLM und die niedrige Eingangsverzögerung von 13 ms sorgen dafür, dass das Gameplay flüssig und reaktionsschnell ist. Natürlich ist dies keine Hardware für fortgeschrittene Spieler, aber für diejenigen, die gelegentlich zum Controller greifen, sollte es ausreichen. Der größte Nachteil ist das Betriebssystem Titan OS. Es fehlen viele beliebte Apps, und die Benutzeroberfläche funktioniert nicht immer so reibungslos, wie man es sich wünschen würde. Die Fernbedienung, die gezielt auf den Fernseher gerichtet werden muss, kann ärgerlich sein, insbesondere in Situationen, in denen man eine schnelle Reaktion erwartet. Zusammenfassend lässt sich sagen: Philips PUS8209 ist ein Fernseher, der sich für grundlegende Anwendungen eignet. Ambilight verleiht ihm Einzigartigkeit und steigert die Atmosphäre beim Ansehen. Im täglichen Gebrauch oder gelegentlichen Spielen schlägt er sich gut, aber seine Einschränkungen – besonders bei der Bildschirmhelligkeit und dem Betriebssystem – können problematisch für anspruchsvollere Benutzer sein. Wenn wir nach einfacher Hardware mit einem untypischen visuellen Zusatz suchen, ist dieses Modell eine Überlegung wert.
Der LG OLED B6 ist eine sehr gelungene Fortsetzung der B-Serie und zugleich ein Fernseher, der als erster Schritt in Richtung OLED durchaus Sinn macht. Er versucht nicht, in jeder Hinsicht mit den teuersten Modellen zu konkurrieren, zeigt aber in den wichtigsten Punkten genau das, weshalb viele Menschen diese Technologie wählen: perfektes Schwarz, sehr hoher Kontrast und ein Bild, das bei Filmen einfach beeindruckend aussehen kann. Ein großer Anteil daran liegt an der neuen budgetfreundlichen WOLED-Matrix, dem OLED SE. Dank ihr ist der günstigste OLED von LG heute deutlich heller als noch vor einigen Jahren, und rund 800 Nits im HDR sind ein Wert, der beim Schauen wirklich auffällt. Helle Bildinhalte wirken energiegeladener, das Bild kommt in anspruchsvolleren Szenen besser zurecht, und in Kombination mit dem OLED-Schwarz kann das Gesamtbild sehr eindrucksvoll wirken. Besonders gut kommen Filme und Serien von Streaming‑Plattformen zur Geltung, vor allem solche in Dolby Vision. Genau dann nutzt der B6 seine Möglichkeiten am besten und zeigt ein Bild, das für jemanden, der von einem typischen LCD-Fernseher wechselt, einen großen Schritt nach vorne bedeutet.
Es ist allerdings kein Modell ohne Kompromisse. Die größten Vorbehalte haben wir gegenüber dem Umgang des Bildschirms mit Spiegelungen. Das Fehlen eines klassischen Polarisators sorgt dafür, dass der Fernseher deutlich schlechter damit zurechtkommt, wenn er gegenüber einem großen Fenster oder einer starken Lichtquelle steht. Reflexionen sind stärker sichtbar als bei anderen WOLED-Panels, und das Schwarz verliert in einem hellen Raum etwas von seinem Charakter. Unter kontrollierten Bedingungen ist das kein Problem, aber für ein sehr helles Wohnzimmer sollte man den Kauf etwas vorsichtiger angehen. Ein wenig Unzufriedenheit bleibt auch beim Betrieb von webOS. Das System an sich ist nach wie vor sehr gut, bietet eine umfangreiche App‑Bibliothek, die bequeme Fernbedienung Magic Remote und im Grunde alles, was man von einem modernen Smart‑TV erwartet. Das Problem ist, dass es auf dem B6 nicht immer so flüssig läuft, wie es sollte. Man merkt zwischendurch, dass die neue Version des Systems anspruchsvoller und etwas „schwerer“ ist als zuvor.
Trotz dieser Anmerkungen schneidet der LG B6 weiterhin sehr gut ab. Es ist ein Fernseher, der alle wichtigsten Vorteile von OLED bietet und dabei nicht so viel kostet wie die höherpreisigen Serien. Am meisten Sinn macht er, wenn er in einer guten Aktion auftaucht, denn dann kann er einer der interessantesten Kandidaten für alle sein, die in die Welt der OLEDs einsteigen möchten, ohne zu viel zu bezahlen.