Der Panasonic Z95B ist ein Gerät, bei dem es schwerfällt, die Augenbrauen nicht vor Begeisterung zu heben. Schon in den ersten Momenten wird klar, dass wir es mit einem absolut außergewöhnlichen Bildschirm zu tun haben, der alles aus Filmen und Spielen herausholt, was das Beste daran ist. Das Schwarz ist perfekt, die Helligkeit im HDR begeistert, und die Farben – ob im Film-Modus oder im Spielen – zeigen, dass die Werkskalibrierung bei Panasonic ein Niveau erreicht hat, von dem andere Hersteller noch lernen können. Fügen wir den fantastischen Klang des integrierten Soundbars sowie die hervorragenden Blickwinkel hinzu, und wir erhalten das Bild eines Fernsehers, der in Bezug auf Bildqualität und audiovisuelle Immersion als rundum gelungen erscheint. Doch je länger wir ihn nutzten, desto mehr wuchs der Eindruck, dass wir es mit einem gespaltenen Gerät zu tun haben. Einerseits ist er wie ein Referenzmonitor, ideal zur Bewertung von Videomaterial und zum reinen Vergnügen beim Anschauen von Filmen oder Serien und sogar beim Spielen, andererseits ist er ein Fernseher, der in seiner alltäglichen Funktionalität vollständig enttäuschen kann. FireTV in seiner aktuellen Version kann frustrierend sein, die Anzahl der Anwendungen ist deutlich geringer als bei der Konkurrenz, einige installieren sich überhaupt nicht, und das System hat oft mit unerwarteten Leistungsproblemen zu kämpfen. Hinzu kommen seltsame systemtechnische Probleme wie zum Beispiel der fehlende Support für grundlegende Untertitel in Filmen von USB – das alles sind scheinbar Kleinigkeiten, aber sie tragen zu dem Bild eines Geräts bei, das im täglichen Gebrauch weit entfernt von der Perfektion ist. Und hier zeigt sich das größte Paradoxon des Z95B. Es ist ein Fernseher, der wahrscheinlich eines der besten Bilder bietet, die man derzeit im Wohnzimmer sehen kann, und gleichzeitig ein Gerät, das man als typischen „Fernseher“ nur mit Einschränkungen empfehlen kann. Die Konkurrenz, obwohl oft visueller etwas schwächer, ist einfach benutzerfreundlicher und kostet dabei deutlich weniger. Daher ist der Z95B ein Vorschlag für Bildpuristen, für diejenigen, die einen Referenzbildschirm suchen und bereit sind, alle Kompromisse in Bezug auf die nicht funktionierenden Funktionen zu akzeptieren. Für sie wird es ein Traumgerät sein. Für den Rest – eine Demonstration der Stärke von Panasonic und eher eine Form von Kuriosität.
Sony Bravia 7 II ist ein Fernseher, der zeigt, dass RGB-Mini-LED nicht ausschließlich den wohlhabendsten Kunden vorbehalten sein muss. Und obwohl an einigen Stellen sichtbar ist, dass er unterhalb der Bravia 9 II angesiedelt ist, wirkt er im Alltag keineswegs wie ein stark beschnittenes Modell. Am meisten macht hier die Kombination aus sehr gutem Schwarz, hoher Helligkeit und Sonys exzellenten Algorithmen aus. Dadurch ist das Bild eindrucksvoll, bleibt aber gleichzeitig sehr nah daran, wie ein Film aussehen sollte. Besonders im HDR-Bereich überzeugt die Bravia: Sie kann viel Licht darstellen, ohne dabei Details zu verlieren. Auch die True-RGB-Hintergrundbeleuchtung hat ihre Vorzüge. Sie verleiht dem Fernseher eine breite Farbpalette und verbessert die Blickwinkel, die für ein VA-Panel wirklich gut sind. Das heißt jedoch nicht, dass RGB-Mini-LED plötzlich alle Einschränkungen von LCD-Fernsehern beseitigt. Man sieht weiterhin ein Halo um kleine helle Elemente, und die Farbmöglichkeiten der Hintergrundbeleuchtung werden nicht in jeder Szene voll ausgenutzt. Trotzdem hat Sony das sehr gut im Griff, und gerade die Art der Bildsteuerung ist einer der größten Vorzüge der Bravia 7 II.
Ein großer Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten bleibt auch die Bildverarbeitung. Upscaling, das Glätten schwächerer Tonübergänge und das HDR-Tone-Mapping gehören zu den Stärken dieses Modells. Hinzu kommen Google TV, eine gute Ausstattung, sehr niedriger Input-Lag und praktisch ein vollständiges Paket an Funktionen für Spieler. Es gibt jedoch Dinge, die bei einem Fernseher dieser Klasse schwer zu verstehen sind. Am meisten ärgerlich ist die Anwesenheit von nur zwei HDMI-2.1-Ports, von denen einer zugleich eARC ist. Sony setzt außerdem weiter auf 120 Hz, während die Konkurrenz immer öfter 144, 165 oder 180 Hz bietet. Letztlich behauptet sich die Bravia 7 II vor allem als sehr kompletter Fernseher. Sie versucht nicht, mit einer Parameterliste zu gewinnen, und in einigen Punkten bietet die Konkurrenz mehr. Sony gleicht das aber dort aus, wo die Spezifikation nicht alles sagt – mit Bildverarbeitung, sehr guter HDR-Abstimmung, Kontrolle der Hintergrundbeleuchtung und der allgemeinen Bildqualität bei Filmen. Genau das macht die Bravia 7 II zu einem der interessantesten Mini-LEDs des Jahres 2026, besonders für Menschen, die einen hellen und universellen Fernseher für Filme, Fernsehen, Sport und Gaming suchen, aber nicht unbedingt zu OLED wechseln möchten.