Der Panasonic Z85A ist das Basismodell von OLED vom japanischen Hersteller, das das Potenzial seines Displays voll ausschöpft. Dank der OLED-Technologie können wir auf eine phänomenale Bildqualität in höchster Auflösung zählen – perfektes Schwarz, hervorragender Kontrast und großartiger HDR-Effekt, insbesondere nach professioneller Kalibrierung. Hinzu kommt eine vollständige Palette unterstützter HDR-Formate, sodass wir problemlos den Film in bester möglicher Qualität auswählen können. Obwohl Panasonic normalerweise mit Heimkinosystemen assoziiert wird, schlägt sich der Z85A auch im Sport und bei Spielen hervorragend. Das 120-Hz-Display, die Unterstützung von VRR, ALLM und sogar in Spielen funktionierendes Dolby Vision garantieren ein flüssiges Gameplay ohne Nachzieheffekte. Auch der Klang verdient Lob – obwohl wir hier keinen beeindruckenden Soundbar wie beim Modell Z95A finden, ist er dennoch ganz angenehm und mit spürbarem Bass. Minus? Vor allem das Amazon Fire TV – das Betriebssystem hat nach wie vor Kinderkrankheiten. Viele beliebte Apps fehlen, und einige Funktionen sind nicht verfügbar oder schlecht übersetzt (z. B. keine Unterstützung externer Untertitel). Ein weiteres Problem ist die nicht allzu hohe Helligkeit, die für ältere WOLED-Panels typisch ist – in einem stark sonnigen Raum kann das ein Problem sein. Trotz dieser Mängel ist der Panasonic Z85A ein großartiger Vorschlag für Filmfans und Gamer, die einen universellen Fernseher mit hervorragender Bildqualität und solide Klangqualität suchen. Wenn wir bereit sind, über einige Einschränkungen des Systems und die nicht höchste Helligkeit hinwegzusehen, hat der Z85A immer noch wirklich viel zu bieten. Sollte jedoch der volle Bedienkomfort und ein umfangreicheres App-Angebot für uns entscheidend sein, dann lohnt es sich, auch andere OLED-Fernseher von der Konkurrenz in Betracht zu ziehen.
Der Philips OLED811 ist ein OLED-Fernseher der Mittelklasse für das Jahr 2026, der sich von seinen größten Konkurrenten vor allem durch eines abhebt: Ambilight. Das Licht, das sich dem Bild anpasst und auf die Wand hinter dem Fernseher abstrahlt, kann die Atmosphäre eines ganzen Filmabends verändern. Besonders am Abend scheint das Bild über die Grenzen des Bildschirms hinauszureichen, wodurch das Fernseherlebnis einen ganz besonderen Reiz erhält. Für manche ist Ambilight lediglich eine angenehme Ergänzung, für andere hingegen Grund genug, sich erneut für einen Fernseher von Philips zu entscheiden.
Die Bildqualität ist weitgehend mit der von Modellen wie dem LG C6 oder dem Samsung S90H vergleichbar – zumindest bei den Varianten, die denselben Paneltyp verwenden. Geboten wird also ein tiefes, perfektes Schwarz, vor dem helle Bildelemente besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen. Der OLED811 kann eine kraftvolle HDR-Darstellung liefern und erreicht nach der Kalibrierung eine Bildqualität, die dem Referenzniveau sehr nahekommt. Einen großen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz gibt es zwar nicht, gleichzeitig entsteht aber auch nicht der Eindruck, dass man sich mit der Wahl eines Philips-Fernsehers zugunsten von Ambilight bei der Bildqualität einschränken müsste.
Auch für Gamer gibt es gegenüber dem Vorjahresmodell einige erfreuliche Verbesserungen. Dank des MediaTek-Pentonic-800-Chipsatzes stehen nun endlich vier HDMI-2.1-Anschlüsse zur Verfügung. Wer mehrere Geräte – beispielsweise Konsolen, einen PC und eine Soundbar – anschließen möchte, muss somit nicht mehr entscheiden, welches davon die volle Leistungsfähigkeit des Anschlusses nutzen darf. Auch das eigentliche Spielerlebnis überzeugt: Der Fernseher reagiert schnell, unterstützt variable Bildwiederholraten und ermöglicht am PC Spiele in 4K mit bis zu 165 Hz. Schade ist lediglich, dass die Möglichkeiten des neuen Prozessors bei der Aufbereitung von Bildmaterial mit geringerer Qualität nicht ebenso gut ausgeschöpft wurden.
Die größten Zweifel weckt jedoch das Betriebssystem. Titan OS hat das beliebte Google TV ersetzt. Obwohl sich die Plattform im vergangenen Jahr deutlich weiterentwickelt hat, fällt es nach wie vor schwer, diesen Wechsel als Verbesserung zu betrachten. Das System läuft inzwischen zwar flüssiger, bietet mehr nützliche Funktionen und umfasst in seiner Bibliothek mittlerweile die meisten bekannten Streamingdienste. Die Auswahl an Apps bleibt jedoch deutlich kleiner als bei Google TV und den Plattformen der Konkurrenz. Unserer Ansicht nach ist dies weiterhin die größte Schwäche des OLED811. Besonders Nutzer weniger verbreiteter Dienste dürften diesen Unterschied deutlich spüren.
Lohnt sich der Kauf? Ja – vorausgesetzt, Titan OS erfüllt die eigenen Anforderungen. In puncto Bildqualität und Gaming-Funktionen bietet der OLED811 ebenso viel wie seine Konkurrenten. Ambilight verleiht ihm jedoch etwas, das bei anderen Herstellern nicht zu finden ist. Philips gibt hier also mit der einen Hand und nimmt mit der anderen: Einerseits sorgt Ambilight für eine einzigartige Atmosphäre beim Fernsehen, andererseits schränkt Titan OS die freie Auswahl an Apps ein. Sind alle regelmäßig genutzten Dienste verfügbar, kann dieser Kompromiss durchaus akzeptabel sein.