PQS9011 / PQS9001 / the one 2026
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Panel type: LCD VA Refresh rate: 144Hz Brand: PHILIPS Resolution: 3840x2160 System: Titan OS Model year: 2026
This review is an English translation of the Polish original. Read the original on Wybierz.tv.
The One ist eine der beliebtesten Modellreihen von Philips. Seit Jahren zieht sie Käufer an, die einige Funktionen höherer Modelle zu einem vernünftigen Preis erhalten und zusätzlich Ambilight genießen möchten. Der diesjährige Philips PQS9011 / PQS9001 setzt dieses Konzept fort, doch die Konkurrenz bleibt nicht stehen. Reicht dieses Rezept auch 2026 noch aus, damit The One eine lohnende Wahl ist? Das haben wir geprüft!
6.8
Overall rating
Die Idee hinter der The One-Serie hat sich faktisch seit Jahren kaum verändert, und beim Philips PQS9001 ist das zugleich Vorteil und größtes Manko. Weiterhin bekommt man einen universellen Mittelklasse-Fernseher, dessen größtes Unterscheidungsmerkmal Ambilight ist. Das Licht, das dem Bild folgt, kann die Stimmung eines Abendfilms verändern und für viele Käufer das wichtigste Argument sein. Kein Wunder, denn wer diesen Effekt einmal mag, will oft nicht mehr ohne ihn sehen. Die Bildqualität an sich ist gut, aber ein sehr ähnliches Niveau haben wir in dieser Serie bereits in den Vorjahren gesehen. Das VA-Panel sorgt für ordentliche Schwarzwerte, die Farben sind gut gesättigt, und die Helligkeit reicht für komfortables Sehen im typischen Wohnzimmer aus. Schade nur, dass Philips keinen weiteren Schritt gemacht und nicht zumindest ein einfaches lokales Dimming eingebaut hat. Im dunklen Raum wirkt das Schwarz leicht bläulich, und HDR, obwohl erkennbar, hinterlässt dadurch keinen großen Eindruck. Nach so vielen Jahren auf dem Markt hätten wir uns mehr erwartet.
Deutliche Fortschritte sind dagegen bei Titan OS zu sehen. Im Vergleich zum Vorjahr, besonders zur Version von vor zwei Jahren, ist das System deutlich angenehmer in der Bedienung geworden. Es sind einige Apps hinzugekommen, viele Kleinigkeiten wurden verbessert und nervige Fehler, über die wir zuvor klagten, wurden beseitigt. Insgesamt läuft alles ordentlich, auch wenn die auf den Fernseher ausgerichtete Fernbedienung wieder stört. Philips setzt hartnäckig auf Infrarot für die normale Steuerung, obwohl die Sprachsteuerung Funkverbindung nutzt. Umso schwerer ist nachzuvollziehen, warum diese nicht auch für die Navigation im Menü verwendet wird. The One hat zudem viel für Spieler zu bieten. Vier HDMI-2.1-Anschlüsse und umfangreiche Funktionen sind das eine, doch am meisten beeindruckte uns die Reaktionszeit des Panels. Unser Testgerät zeigte praktisch keine Nachzieheffekte, selbst bei dunklen Hintergründen, was bei LCDs mit VA-Panel selten ist. Dafür gebührt Philips großes Lob. Die Möglichkeit, in 4K bei 144 Hz oder in Full HD bei 240 Hz zu spielen, macht den Anschluss eines PCs zusätzlich attraktiv. Leider gibt es auch hier einen unausgereiften Punkt: Dolby Vision in Xbox-Spielen geht mit einem so hohen Input-Lag einher.
Der PQS9000 hinterlässt also gemischte Eindrücke. Er kann mit sehr guter Bewegungsdarstellung überraschen und zeigt, dass Philips am System gearbeitet hat, doch bei der Bildqualität fehlt ein vergleichbarer Schritt nach vorn. Das ist ein Fernseher, den wir in erster Linie Ambilight-Fans empfehlen können. Wenn genau diese Beleuchtung Euch von Philips überzeugt, macht der Kauf von The One durchaus Sinn. Es lohnt sich aber zu prüfen, ob man in ähnlicher Preisklasse nicht ein Modell mit Mini-LED und gutem lokalem Dimming findet, das tiefere Schwarztöne und eindrucksvolleren HDR bietet. Dann bleibt die Entscheidung, was Euch wichtiger ist: das Ambiente, das Ambilight schafft, oder die bessere Bildqualität.
Ambilight, das abendlichen Sessions eine besondere Atmosphäre verleiht und den wahrgenommenen nativen Kontrast des VA‑Panels steigert
Hervorragende Reaktionszeit des Panels: minimale Bewegungsunschärfe
Viele Funktionen für Spieler: vier HDMI-2.1-Ports, VRR, ALLM, HGiG
144 Hz Bildwiederholung in 4K und 240 Hz in Full HD vom PC
Gute Abdeckung eines breiten Farbraums, PFS-LED
Dolby Vision, das dem Fernseher bei HDR-Signalen wirklich hilft
Anständige Helligkeit von etwa 500 Nits, nützlich beim Sehen am Tag
Drehbarer Standfuß
Kein lokales Dimming: durchschnittliches Schwarz am Abend und eingeschränkter HDR-Effekt
Kleinere App-Bibliothek als bei der Konkurrenz
Schwache Blickwinkel (lassen sich mit einem drehbaren Standfuß ausgleichen)
Sehr hoher Input-Lag bei Spielen mit Dolby Vision
Erhebliche Fehler in der HDR-Farbdarstellung (keine Möglichkeit zur Anpassung des CMS)
Infrarot-Fernbedienung, die genaues Zielen erfordert
Movies and series in UHD quality
6.4
Classic TV, YouTube
6.3
Sports broadcasts (TV and apps)
6.8
Gaming on console
7.4
TV as a computer monitor
8.6
Watching in bright light
6.1
Utility functions
7.6
Apps
7.2
Sound quality
6.9
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI), Mini-Jack (Headphones) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Good
Stand type: Central
Bezel color: Graphite
Stand: Fixed
Flat design: No
Accessories: Stand
Das Design der Serie The One hat sich über die Jahre kaum verändert. Der PQS9000 ist schlicht ein solide verarbeiteter LCD-Fernseher, der auf dem TV-Möbel gut aussieht, aber nicht vorgibt, ein Spitzenmodell zu sein. Vorn hat er relativ schlanke, graphitfarbene Rahmen und eine deutlich dickere untere Blende. Am meisten Charakter verleiht ihm natürlich Ambilight: Das an die Wand geworfene Licht folgt den Bildfarben und kann besonders abends das Erscheinungsbild des gesamten Raums verändern.
Eine interessante Ergänzung ist der zentrale, drehbare Standfuß. Er erlaubt, den Bildschirm bequem zur Couch oder zum Sessel zu drehen, eine Lösung, die bei Fernsehern immer seltener anzutreffen ist. Der Standfuß ist aus Kunststoff, wirkt also nicht besonders hochwertig, erfüllt aber seinen Zweck und benötigt kein breites TV-Möbel. Bei unserem Exemplar gibt es allerdings einen Kritikpunkt. Auf diesem Standfuß war das Display leicht zur Seite geneigt. Die Verarbeitung ist insgesamt in Ordnung, auch wenn die verwendeten Kunststoffe und die Ausführung des Standfußes zeigen, dass es sich um ein Mittelklassemodell handelt.
Select size:
5.8/10
Local dimming function: No
Result
5,500:1
Result
3,950:1
Result
5,600:1
Result
5,750:1
Result
4,500:1
Schwarz und Kontrast beim Philips PQS9000 fallen für einen LCD-Fernseher ohne lokales Dimming recht ordentlich aus. Das ist vor allem dem VA-Panel zu verdanken; in unseren Filmszenen überschritt der Kontrast oft 5000:1, in schwächeren Messungen sank er auf etwa 4000:1. Das ergibt ein Bild mit ganz guter Tiefenwirkung und einen deutlichen Vorteil gegenüber typischen IPS-Panels, bei denen Schwarz deutlich eher ins Grau tendiert. Leider endet es im Grunde bei den Möglichkeiten des Panels. Der Fernseher hat kein lokales Dimming, daher kann er dunkle Hintergründe nicht separat abdunkeln und gleichzeitig helle Bereiche an anderer Stelle des Bildschirms beibehalten. Es bleibt nur globales Dimming, also das gleichzeitige Auf- oder Abdimmen der gesamten Hintergrundbeleuchtung. In einem vollständig dunklen Raum sind diese Beschränkungen sichtbar: Schwarz bekommt einen dunkelblauen Stich, und dunkle Szenen haben nicht die Tiefe wie auf einem guten Bildschirm mit lokalem Dimming. Zum Glück hilft hier Ambilight. Das Licht an der Wand lässt das Schwarz auf dem Bildschirm tiefer wirken und überdeckt etwas das Leuchten des Panels. Das ändert nicht den tatsächlichen Kontrast des Fernsehers, beeinflusst aber, wie unser Auge ihn wahrnimmt. In diesem Fall ist Ambilight also nicht nur eine Zierde, sondern kann auch das abendliche Fernseherlebnis angenehmer machen.
Halo effect and black detail visibility:
5.5/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, Dolby Vision, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
449 nit
Result
467 nit
Result
487 nit
Result
486 nit
Result
507 nit
Der Philips PQS9000 ist ein mäßig heller Fernseher — in unseren HDR-Szenen erreichte er etwa 450 bis etwas über 500 Nits. Das reicht, um einen Unterschied gegenüber SDR wahrzunehmen. Sonnenreflexe, Lampen oder Aufblitze wirken etwas brillanter als bei Basisgeräten, deren Helligkeit oft bei rund 300 Nits endet. Es ist jedoch nicht das Niveau, bei dem helle Elemente besonders beeindruckend wirken. Die größte Einschränkung bleibt der Kontrast. Ohne lokales Dimming erhöht der Fernseher beim Aufhellen eines hellen Objekts auch den Schwarzwert in dessen Umgebung. Es fehlt also eine deutliche Trennung starker Lichter vom dunklen Hintergrund, und gerade eine solche Kombination zeigt, was HDR leisten kann. Der PQS9000 bietet mehr als die billigsten Modelle, aber trotz ordentlicher Helligkeit bleibt der Effekt eher grundlegend.
Philips verdient dagegen Lob für die Farben. Obwohl der Hersteller dieses Modell als QLED bezeichnet, wurde hier in Wirklichkeit ein PFS-Luminophor statt Quantenpunkten eingesetzt. Die Lösung verhindert jedoch nicht, gute Ergebnisse zu erzielen. Sowohl auf Testbildern als auch bei Messungen an Filmszenen verzeichneten wir etwa 94% Abdeckung des DCI-P3-Farbraums und 75% des BT.2020-Farbraums. Für diese Gerätklasse ist das wirklich gut. Praktisch bedeutet das, dass die überwiegende Mehrheit der in HDR-Filmen und -Serien verwendeten Farben angemessen gesättigt wiedergegeben wird. Sattes Grün oder intensives Rot sind hier kein größeres Problem und verleihen dem Bild Attraktivität. Einschränkungen fallen eher in manchen Spielen und selteneren Inhalten auf, die die gesättigtsten Töne der weiten BT.2020-Palette nutzen. In solchen Situationen können Displays mit größerer Farbraumabdeckung, wie SQD oder RGB-LED, mehr zeigen. In seiner Preisklasse muss sich der PQS9000 jedoch nicht verstecken.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 75.2% | 94.2% | 56% | 61% | 55% |
| Film measurements | 75.2% | 94.2% | 56% | 60% | 55% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Bei Filmszenen schlägt sich der PQS9000 ordentlich, sowohl bei Material mit einer Helligkeit von etwa 1100 cd/m² als auch bei anspruchsvolleren Aufnahmen bis etwa 2800 cd/m². Im Vergleich zum Referenzmonitor bleibt das Gesamtbild erhalten, wobei die Unterschiede in den hellsten Bereichen sichtbar werden. Die Sonne in „Panie“ oder Feuerwerke in „Billym Lynnie“ verschmelzen stellenweise zu hellen Flächen, wodurch wir Teile der Details und feine Übergänge in den Weißtönen verlieren. Das kann so wirken, als würden diese Bereiche angehoben, bedeutet jedoch nicht, dass Philips sie heller darstellt, als es sein sollte. Bei rund 500 cd/m² muss deutlich helleres Material auf die begrenzten Fähigkeiten des Bildschirms zusammengedrängt werden, und es gelingt ihm nicht immer, alle Details zu erhalten. Das angehobene Schwarz nimmt den Szenen zusätzlich Tiefe, ist aber nicht selbst verantwortlich für den Verlust von Details in den hellen Bereichen. Insgesamt wirkt das Bild daher gut, doch bei solchen Aufnahmen zeigt sich bereits der Unterschied zu besseren Fernsehern.
HDR luminance chart:
Die früheren Szenen aus „Pana” und „Billy’ego Lynna” haben wir in HDR10 geprüft, deshalb ist es eine gute Nachricht, dass der PQS9000 Dolby Vision unterstützt. Dieses Format hilft dem Fernseher, die Bildhelligkeit besser zu verteilen und Details zu bewahren, die bei HDR10 in weißen Partien verloren gehen können. Bei der Einstellung mit den Pferden ist der Unterschied deutlich: In Dolby Vision erkennt man mehr Struktur im Schnee, Grashalme, die daraus hervorragen, und Bäume in der Ferne. Bei HDR10 verschmilzt ein großer Teil dieses Hintergrunds zu einem hellen Fleck. Dolby Vision erhöht natürlich nicht die Helligkeit oder den Kontrast des Panels, erlaubt aber, dessen Möglichkeiten besser zu nutzen. Bei diesem Philips ist das eine nützliche Ergänzung, die das Aussehen anspruchsvoller Szenen tatsächlich verbessert.
Static HDR10
Dynamic: Dolby Vision
5.1/10
Die werkseitigen Bildeinstellungen des Filmmodus beim PQS9000 müssen leider nachgebessert werden. Im SDR stört vor allem ein Überschuss an Rot im Weißabgleich, durch den Weiß, Grautöne und Hauttöne zu warm, stellenweise sogar rosastichig wirken. Hinzu kommt die Gammakurve, die über weite Bereiche unter dem Referenzwert verläuft. Der Fernseher hellt dadurch mittlere und helle Bildpartien auf, wodurch das Gesamtbild flacher erscheint, als es sein sollte.
Im HDR fällt der Weißabgleich hingegen deutlich besser aus. Abgesehen von kleinen Abweichungen liegen die Farbkomponenten dicht beieinander, sodass kein so deutlicher Farbstich wie im SDR entsteht. Die EOTF-Kurve zeigt jedoch eine leichte Aufhellung einzelner Bildbereiche, und das größte Problem zeigt sich bei Messungen des großen Farbraums. Viele Farbtöne weichen stark vom Referenzmuster ab, die Fehler erreichen 8–9. Eine gute Farbraumabdeckung, die wir zuvor lobten, bedeutet also nicht, dass der Fernseher einzelne Farben ebenso präzise trifft. Er kann zwar ein breites Farbspektrum darstellen, nutzt es ab Werk aber nicht sehr genau.
7.7/10
Die Kalibrierung brachte eine große Verbesserung, besonders bei SDR-Inhalten. Es gelang, den Weißabgleich zu korrigieren und den vorherigen Farbstich zu entfernen, und die Color-Checker-Messungen sehen jetzt wirklich sehr gut aus. Die Farben entsprechen nun deutlich eher dem, was auf dem Bildschirm zu sehen sein sollte, sodass wir bei normalem Fernsehen oder SDR-Filmen mit dem Ergebnis zufrieden sein können. Leider trübt HDR dieses Ergebnis etwas. Einerseits sind die Möglichkeiten des Panels begrenzt, denn die Kalibrierung verbessert nicht den Kontrast und ersetzt auch kein Local Dimming. Andererseits bleiben Farbfehler, die wir nicht korrigieren konnten, weil die CMS-Einstellungen, also das Farbmanagement, ausgegraut und inaktiv waren. Dafür verliert Philips bei uns Punkte. Den Weißabgleich kann man verfeinern, aber ohne Zugriff auf Einstellungen für ein breites Farbspektrum lassen sich die Farben im HDR nicht genauso gut anpassen. Schade, denn die Ergebnisse in SDR zeigen, dass Potenzial vorhanden ist, nur wurde uns nicht überall erlaubt, es zu nutzen.
8.6/10
Der Philips PQS9000 kommt sehr gut mit Tonabstufungen zurecht. Besonders in dunklen Szenen sieht das sehr gut aus: dort gehen die Farbtöne fließend ineinander über, ohne sichtbare Streifen oder deutliche Grenzen zwischen den Farben. Dadurch wirkt das Bild selbst auf großen, einfarbigen Flächen glatt. Kleine Unregelmäßigkeiten treten erst in helleren Tönen auf; man muss genau hinschauen, um sie zu bemerken. Beim normalen Sehen lenken sie kaum vom Film ab. In dieser Kategorie schneidet Philips wirklich gut ab.
7/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Die digitale Bildverarbeitung beim Philips PQS9000 fällt gut aus, obwohl wir einige Anmerkungen haben. Die Funktion "Verzerrungsreduzierung" hilft, Tonabstufungen in Material schlechterer Qualität zu glätten, arbeitet aber recht uneinheitlich. Sie kann einen Bildausschnitt verbessern, um kurz darauf, noch in derselben Szene, sozusagen die Orientierung zu verlieren und wieder Streifen zwischen den Farbtönen zu zeigen. Positiv ist, dass sie dabei weder Filmkorn noch feines Rauschen entfernt, sodass das Bild seine Textur behält. Am besten funktionierte bei uns die Einstellung "Mittel" und genau diese empfehlen wir.
Das Upscaling auf 4K gelingt ordentlich, wobei das Bild sehr weich wirkt. Konturen sind stark geglättet, wodurch es manchen an Schärfe fehlen kann. Dann lohnt es sich, die Schärfe im TV-Menü leicht anzuheben. Das hebt Kanten deutlicher hervor. Mit dem Regler sollte man es jedoch nicht übertreiben, sonst können statt Verbesserungen künstliche Ränder entstehen.
8.1/10
Maximum refresh rate of the panel: 144Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: No
BFI function 120Hz: No
Brightness drop with BFI: 0%
In puncto Bewegungsdarstellung liefert der Philips PQS9000 für einen LCD-Fernseher geradezu hervorragende Ergebnisse. Es geht nicht nur um die 144-Hz-Bildwiederholrate, sondern vor allem darum, wie schnell das Panel selbst reagiert. Bei 120 Hz sind hinter bewegten Objekten praktisch keine typischen nachziehenden Schlieren zu sehen. Besonders erfreulich ist, dass dies auch für dunklere Hintergründe gilt, auf denen viele VA-Panels deutlich Probleme haben. Hier bleibt die Bewegung gut erkennbar, und in dieser Hinsicht hat uns Philips wirklich positiv überrascht.
Zur Anpassung der Bewegungsdarstellung dient die Funktion „Bewegungsstile”. Darin finden sich zwei Schieberegler: „Glättung” und „Unschärfereduktion”, mit denen sich der Effekt an das gezeigte Material und die eigenen Vorlieben anpassen lässt. Unsere empfohlenen Einstellungen zeigen wir auf dem Foto. Sie sollten als Ausgangspunkt dienen und man sollte ausprobieren, welche Glättungsstufe einem am besten zusagt.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (1080p@240Hz):
Eine zusätzliche Überraschung wartet beim Anschluss eines Computers: Wenn man die Auflösung auf Full HD reduziert, kann man den 240-Hz-Modus nutzen. Das Beste daran: Bei so hoher Bildwiederholrate steigt die Bewegungsunschärfe nicht drastisch, und bei ausreichender Bildrate wirken Bewegungen noch flüssiger. Man erkennt bereits einige Einschränkungen des LCD-Panels, doch für diese Preisklasse ist das Ergebnis hervorragend. Für schnelle Spiele ist das wirklich eine interessante Option, sofern man bereit ist, die 4K-Detailtreue gegen eine höhere Bildwiederholrate einzutauschen.
9.5/10
In puncto Gaming-Funktionen hat der Philips PQS9000 wirklich viel zu bieten. Vier HDMI 2.1-Anschlüsse ermöglichen den Anschluss mehrerer Geräte, ohne überlegen zu müssen, welchem Anschluss man die vollen Möglichkeiten zuweist. Konsolen können 120 Hz in Full HD, 1440p und 4K nutzen, und ein PC erlaubt zudem 144 Hz bei 4K oder 240 Hz, wenn auf Full HD gewechselt wird. Dazu kommt VRR, das die Bildwiederholrate an die Framerate anpasst und Tearing verhindert. Sein Bereich reicht von 48 bis 240 Hz, wobei die obere Grenze für den Full HD-Modus gilt.
ALLM fehlt nicht, sodass der Fernseher automatisch in den Spielmodus wechselt, und HGiG funktioniert korrekt, was beim Einstellen von HDR auf der Konsole nützlich ist. Es gibt auch eine Game Bar mit schnellem Zugriff auf Einstellungen und Signalinformationen. Auf der Liste findet sich sogar das Spielen in Dolby Vision, aber diese Option macht wegen der sehr hohen Eingabeverzögerung wenig Freude. Abgesehen von diesem Vorbehalt ist das Funktionspaket wirklich solide.
7.2/10
Das Input-Lag fällt weniger beeindruckend aus als die eigentliche Gaming-Ausstattung. Bei 60 Hz haben wir 32 ms gemessen, sowohl in SDR als auch in HDR. Für ruhigere Spiele reicht dieses Ergebnis aus, aber in schnellen Shootern kann man bereits eine leichte Verzögerung spüren. Bei 120 Hz sinkt die Verzögerung auf 16 ms und das Spielen macht deutlich mehr Spaß, obwohl die Konkurrenz noch schneller reagiert.
Das größte Problem tritt auf, wenn Dolby Vision eingeschaltet wird. Bei 60 Hz beträgt die Verzögerung sogar 213 ms, bei 120 Hz liegt sie bei 106 ms. Die Reaktion auf Bewegungen des Controllers ist dann deutlich verspätet, was das Spielen stark beeinträchtigt. Deshalb sollte man beim PQS9000 definitiv bei HDR10 bleiben. Die Unterstützung von Dolby Vision in Spielen ist zwar vorhanden, ihre praktische Nutzbarkeit bleibt jedoch gering.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 32 ms | 2160p60: 32 ms | 2160p60 DV: 213 ms |
| 1080p120: 16 ms | 2160p120: 16 ms | 2160p120 DV: 106 ms |
| 2160p60: 32 ms | ||
| 2160p120: 16 ms |
8.6/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Very Good
Readability of dark text and shapes: Average
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 16ms
Matrix subpixel arrangement: BGR
Max refresh rate: 144Hz
G-Sync: Yes
Die hohe Bewertung in der Zusammenarbeit mit dem Computer verdankt das PQS9000 vor allem seinen Gaming-Fähigkeiten. Die 144 Hz Bildwiederholrate in 4K sowie die Unterstützung von G-Sync Compatible und AMD FreeSync Premium Pro ermöglichen die Synchronisation der Bildwiederholrate sowohl mit kompatiblen NVIDIA- als auch AMD-Grafikkarten. Die Textdarstellung fällt ebenfalls gut aus. Normale Schriften sind scharf und gut lesbar, und dank korrekter Unterstützung des Chroma-Subsamplings 4:4:4 verlieren farbige Buchstaben, Symbole und kleine Desktop-Elemente nicht an Klarheit. Der größte Vorbehalt betrifft sehr feinen, dunklen Text, denn die horizontalen Striche der Buchstaben sind gegenüber den vertikalen deutlich abgedunkelt, wodurch manche Zeichen ungleichmäßig wirken. Vom Sofa aus wird man das kaum bemerken, doch wer vorhat, The One auf den Schreibtisch zu stellen und aus nächster Nähe damit zu arbeiten, dem könnte dieser Makel störend auffallen.
3.2/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 68%
Die Betrachtungswinkel sind einer der schwächsten Punkte des Philips PQS9001. Es genügt, sich zur Seite zu bewegen, damit die Farben deutlich an Sättigung verlieren und das Bild blass und weniger kontrastreich wirkt. Beim gemeinsamen Fernsehen sind daher die Plätze direkt vor dem Bildschirm eindeutig am besten.
Das ist leider eine typische Schwäche von VA-Panels. Ein guter Kontrast bei frontalem Blick wird durch ein schlechteres Bild unter seitlichen Blickwinkeln erkauft. Die meisten Fernseher mit einem solchen Panel haben ein ähnliches Problem, und The One ist hier keine Ausnahme. Die drehbare Basis hilft ein wenig, da man den Bildschirm auf die Zuschauer ausrichten kann, doch bei weit auseinander stehenden Sitzen löst das das Problem nicht.
6.1/10
Panel finish: Satin
Reflection suppression: Decent
Black levels during daytime: Good
Der Philips PQS9001 macht beim Betrachten am Tag eine ziemlich gute Figur. Der größte Vorteil ist die stabile Helligkeit von etwa 500 cd/m², unabhängig davon, wie viele helle Elemente auf dem Bildschirm erscheinen. Selbst bei Wintersportübertragungen oder einer bildschirmfüllenden Weißszene dunkelt das Bild nicht ab. In einem typischen Wohnzimmer reicht dieses Niveau problemlos aus, um bequem fernzusehen, ohne die Fenster zu verdunkeln.
Die satinierte Beschichtung dämpft Reflexionen ordentlich, entfernt sie aber nicht vollständig. Ein Fenster gegenüber dem Bildschirm bleibt sichtbar und kann stören, besonders in dunkleren Szenen. Die Schwarzdarstellung bei Tageslicht ist jedoch gut, sodass das Bild nicht übermäßig ausgewaschen wirkt. Für den täglichen Gebrauch ist das also ganz in Ordnung, solange die Sonne nicht direkt auf den Bildschirm scheint.
Panel brightness
Philips PQS9011 / PQS9001 (The One 2026): 502 cd/m2
7.6/10
System: Titan OS
System performance: Decent
Titan OS im diesjährigen The One zeigt, dass Philips an seinem System gearbeitet hat. Im Vergleich zur Version des Vorjahres wurden viele Kleinigkeiten und Funktionen verbessert, die zuvor nicht so funktionierten, wie sie sollten. Nun kann man problemlos AirPlay nutzen, das Bild vom Computer über Miracast übertragen oder etwas per Sprache auf Polnisch suchen. Das System selbst läuft ordentlich, gehört aber nicht zu den schnellsten. Auch die App-Bibliothek ist gewachsen; darunter finden sich Netflix, Prime Video, Disney+, CANAL+, Apple TV und YouTube. Die Auswahl ist weiterhin kleiner als bei Google TV, doch bei der Nutzung populärer Dienste gibt Titan immer seltener Anlass zur Klage.
Auch bei den klassischen Funktionen zeigt sich eine Verbesserung der Alltagstauglichkeit. Man kann Bluetooth-Kopfhörer anschließen und gleichzeitig mit den Lautsprechern des Fernsehers hören. Es gibt außerdem einen Modus, mit dem sich der Bildschirm ausschalten lässt, während nur der Ton weiterläuft. Aufnahmefunktion auf USB und Bild-in-Bild (PiP) fehlen. Am meisten schade ist allerdings die Fernbedienung: Trotz beleuchteter Tasten steuert sie den Fernseher weiterhin per Infrarot, sodass man auf den Bildschirm zielen muss. Das System hat viele nützliche Verbesserungen erhalten, aber dieser Aspekt der Bedienung blieb unverändert und kann im Alltag nerven.
7.2/10
8.6/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Der eingebaute USB-Player arbeitet schnell und zuverlässig und kommt mit den meisten getesteten Dateien problemlos zurecht. Die Musikwiedergabe überzeugt, von populären MP3-Dateien bis zu FLAC-Dateien, auch in 96 kHz/24 Bit. Für die tägliche Wiedergabe von Medien vom USB-Stick reicht das völlig aus. Bei der Bildwiedergabe haben wir jedoch erneut die größten Vorbehalte. Der Player behandelt die Auflösung der Fotos recht selektiv: er öffnete unsere 8-, 16- und 32-Megapixel-Dateien, kam aber unter anderem mit 4-, 12- oder 24-Megapixel-Dateien nicht zurecht. Es ist schwer, eine Logik darin zu erkennen, wenn größere Bilder funktionieren, kleinere aber nicht. Beim Durchsehen von Urlaubsfotos kann das ärgerlich sein.
6.9/10
96dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Der Philips PQS9001 verfügt über ein 2.0-Audiosystem mit einer Gesamtleistung von 40 W, also jeweils zwei 10-W-Lautsprecher pro Seite. Es klingt ziemlich ordentlich und deutlich besser als bei den meisten Budget-Fernsehern. An Lautstärke fehlt es nicht, doch klanglich mangelt es an Tiefe. Am meisten fällt das Fehlen tiefer Bässe ins Gewicht, weshalb Explosionen in Filmen oder kräftigere Musikpassagen nicht die nötige Wucht haben.
Die höheren Frequenzen werden ebenfalls nicht gleichmäßig wiedergegeben. Messungen zeigen eine deutliche Senke bei rund 2 kHz, dann eine Anhebung bei 6 bis 7 kHz und einen Abfall oberhalb von etwa 8 kHz. Das kann sibilante Laute betonen und dem Klang Schärfe verleihen, obwohl die höchsten Töne zurückgenommen sind. Für den täglichen Gebrauch reicht es, aber bei Filmen und Musik sollte man über ein zusätzliches Lautsprechersystem nachdenken. Zumal der Fernseher räumliche Audioformate wie Dolby Atmos und DTS unterstützt. Mit einer kompatiblen Soundbar oder einem AV-Receiver lassen sich deren Möglichkeiten besser ausschöpfen als mit den eingebauten Lautsprechern.
Sound Quality Test:
96dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: TPM267E_V167.002.054.151
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: PFS LED
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
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