Normalerweise wird Elektronik im Laufe der Jahre günstiger. Nvidia hat jedoch einen völlig anderen Weg eingeschlagen. Der Preis des Shield TV Pro, der bereits 2019 auf den Markt kam, ist um satte 50 % gestiegen. Interessanterweise hat das Gerät in sieben Jahren keine größere Modernisierung der Hardware erfahren. Woher also diese enorme Preiserhöhung? Seit dem 2. Oktober kostet der Nvidia Shield TV Pro in den USA 299,99 Dollar statt bisher 199,99 Dollar. Eine ähnliche Veränderung traf den europäischen Markt, wo der Listenpreis von etwa 220 auf 330 Euro gestiegen ist. Dabei sprechen wir von einem Gerät, dessen Spezifikationen sich seit der Markteinführung praktisch nicht verändert haben. Der Shield TV Pro nutzt weiterhin den Tegra X1+, 3 GB Arbeitsspeicher und 16 GB Speicherplatz. Er bietet jedoch Funktionen, die ihn für Heimkino-Fans nach wie vor interessant machen, wie Dolby Vision, Dolby Atmos, Bildskalierung auf 4K mittels KI oder die Möglichkeit, als Plex-Server zu fungieren.
Der KI-Boom trifft die Geldbeutel der Verbraucher
Woher diese drastische Preiserhöhung? Nvidia erklärt die Entscheidung mit einem deutlichen Anstieg der Komponentenpreise, vor allem des Speichers. Die Marktlage verschlechtert sich durch die enorme Nachfrage nach Bauteilen, die in Rechenzentren und Systemen der künstlichen Intelligenz eingesetzt werden.
Die ganze Situation ist insofern interessant, als Nvidia selbst zu den größten Nutznießern des KI-Booms gehört, da das Unternehmen Chips liefert, die zum Training und zur Ausführung fortschrittlicher Modelle verwendet werden. Das ist jedoch nicht das Ende der Veränderungen. Der Hersteller hat außerdem den Verkauf des günstigeren, einfachen Shield TV eingestellt, der bei seiner Einführung 149,99 Dollar kostete. Im Sortiment blieb nur noch die teurere Pro-Variante, deren Verfügbarkeit im Handel derzeit jedoch eingeschränkt ist.
Die Preissteigerung zeigt, dass steigende Komponentenpreise nicht mehr nur die neuesten Geräte betreffen. Selbst ein sieben Jahre alter Mediaplayer kann heute deutlich mehr kosten als am Tag seiner Markteinführung. Die Frage ist nur, ob er für 300 Dollar noch immer ein ebenso attraktiver Kauf ist.
Quellen: FlatpanelsHD, Ars Technica
Redakcja Choose TV












